So viel Spaß wie nie zuvor

Erstellt: 30. Januar 2012, 00:30 Uhr
So viel Spaß wie nie zuvor Großer Erfolg für die Lokalmatadore: Marius-Andrei Balan und Nina Bezzubova vom SWC Pforzheim erreichen die Finalrunde.

Der 51. Goldstadtpokal geht nach Russland, Andrey Zaytsev/Anna Kuzminskaya sind ihrer Favoritenrolle gerecht geworden. Freude beim SWC Pforzheim über den Finaleinzug des eigenen Paares Marius-Andrei Balan/Nina Bezzubova. Auch im Standard-Turnier setzten sich die Führenden der Weltrangliste durch.

Von Steffen-Michael Eigner

Pforzheim. Die Unterschiede in der Weltspitze sind fein und doch vorhanden. Einen Hauch exakter, eine Prise temperamentvoller, eine Spur feuriger präsentieren sich die Weltranglisten-Ersten aus Russland, im CongressCentrum Pforzheim. Zudem ist auch ihre Choreographie ein klein wenig schwieriger als die der Konkurrenz. Und so ist das Resultat am Ende eindeutig. In allen fünf Tänzen – Samba, Cha Cha, Rumba, Paso Doble und Jive – liegen Andrey Zaytsev/Anna Kuzminskaya im Finale der besten sechs Paare nach Ansicht der neun Wertungsrichter vorne. Zuerst staunen die Ballgäste über die Darbietungen der Tänzer, dann staunt das Siegerpaar über die Trophäe, die wie jedes Jahr der Künstler Reinhold Krause gestaltet hat.

Die ersten vier Plätze beim Pforzheimer Weltcup-Turnier entsprechen den Platzierungen in der Weltrangliste. Hinter den Siegern aus Russland belegen Aniello Langella/Khrystyna Moshenska aus Italien den zweiten Platz. Allerdings mussten sich die Weltranglisten-Zweiten in einem der fünf Tänze mit Rang drei begnügen. Den Paso Doble, das tänzerische Spiel eines Torreros mit seiner Capa, brachten die letztlich Drittplatzierten Martino Zanibellato/Michele Abildtrup aus Dänemark noch etwas akzentuierter auf das Parkett.

Große Freude herrscht unterdessen im Lager der Gastgeber, weil die Lokalmatadore Marius-Andrei Balan/Nina Bezzubova den Einzug in die Finalrunde geschafft haben. Damit haben die Weltranglisten-Zwölften im Semifinale immerhin die Fünften der Weltrangliste Andrey Gusev/Elizaveta Cherevichnaya (Russland) aus dem Feld geschlagen. Zum Interview mit dem Mühlacker Tagblatt braucht das sympathische Paar des Schwarz-Weiß-Clubs Pforzheim dann ein wenig Anlauf. „Mein Deutsch ist leider nicht so gut“, entschuldigt sich die aus Lettland stammende Nina Bezzubova mit rollendem R und in eigentlich tadellosem Deutsch, überlässt das Reden dennoch ihrem Partner. „Wir sind mit unserer Platzierung wunderbar zufrieden, vor allem aber mit unserer Leistung heute“, sprudelt es aus Marius-Andrei Balan heraus. Dass es in der Finalrunde nicht mehr weiter nach oben gereicht habe, sei keineswegs eine Enttäuschung, unterstreicht der gebürtige Rumäne und versichert: „Wir hatten heute so viel Spaß wie nie zuvor bei einem Turnier.“

Großen Spaß haben sichtlich auch die zweimaligen Weltmeister in den Standardtänzen. Benedetto Ferruggia und Claudia Köhler aus Stuttgart dominieren das Einladungsturnier um den Preis der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald. Spritziger, schwungvoller, akzentuierter und dynamischer als die Konkurrenz fliegen die Weltranglisten-Führenden geradezu über das Parkett, darüber sind sich auch die Wertungsrichter nahezu einig. Simone Segatori/Annette Sudol, die Dritten der Weltrangliste aus Koblenz, belegen wie schon im vergangenen Jahr Rang zwei hinter den Stuttgartern. Dmitry Zharkov/Olga Kulikova werden Dritte. Auch im Standard-Turnier schafft ein Pforzheimer Paar den Sprung ins Finale, das mit sieben statt sechs Paaren ausgetragen wird, weil zwei Paare im Halbfinale punktgleich gewesen sind. So dürfen Anatoliy Novoselov/Tasja Schulz sich vor ihrem Heimpublikum über den siebten Platz freuen.

Ein Heimsieg gelingt den Pforzheimern Maxim Stepanov/Viktoria Konstantinova im Jugend-Einladungsturnier. Das Paar des Schwarz-Weiß-Clubs Pforzheim liegt in der Jugend-Weltrangliste Latein an Position zwei und gewinnt den red young Cup der Sparkasse Pforzheim Calw vor Paul-Adrian Moldovan/Cristina-Maria Tatar aus Rumänien, die in der Weltrangliste an der Spitze stehen.

Weiterlesen
Spielerisch müssen wir noch zulegen

Spielerisch müssen wir noch zulegen

Saisonstart Frauenfußball: Die Damen der Sportfreunde Mühlacker peilen in der Bezirksliga Staffel 4 einen Platz im vorderen Drittel an.Die Bezirksliga Staffel 4 wurde aufgestockt: Mit elf statt mit neun Mannschaften… »