Sicherheit wird Priorität eingeräumt

Erstellt: 17. November 2006, 00:00 Uhr
Sicherheit wird Priorität eingeräumt Gemeinderatsbeschluss bringt Licht ins Dunkel – Hauptgebäude der Schule am Silahopp wird heller. Foto: Fotomoment

Maulbronner Gemeinderat stimmt für die Ausweitung der Beleuchtungszeiten an der Schule am Silahopp

Maulbronn – Im vergangenen Winter hätten sich einige Eltern darüber beklagt, dass die Beleuchtung im Hauptgebäude der Schule am Silahopp zu schwach sei. Eine Mutter führte sogar den Sturz ihres Kindes auf die Lichtverhältnisse zurück. Schulleiter Joachim Eichhorn stellte deshalb den Antrag, die Beleuchtungszeiten auszuweiten.

VON MAIK DISSELHOFF

Das vermeintlich kleine Anliegen des Rektors verursachte im Maulbronner Gemeinderat am Mittwochabend eine kurze Grundsatzdiskussion. Obwohl Bürgermeister Andreas Felchle dafür plädierte, das „Thema nicht zu hoch zu hängen“, wollten doch einige Räte zum Antrag der Schule Stellung nehmen.

 Im Mittelpunkt der Debatte stand die Güterabwägung zwischen der Sicherheit der Schüler auf der einen und Kosten- und Energieeinsparungen auf der anderen Seite. Zurzeit sei die Beleuchtung so eingestellt, dass ein paar wenige Lampen morgens als Dauerlicht strahlten. Beim Drücken eines Schalters gingen weitere Lampen für rund sieben Minuten in Betrieb, schildert Rektor Eichhorn die Situation. „Im Winterhalbjahr erscheint auch mir die Beleuchtung als zu wenig“, obwohl sie aus ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten Sinn mache, so Eichhorn in einem Schreiben an den Maulbronner Bürgermeister.

 Die Stadtverwaltung vertritt die Ansicht, dass die Beleuchtungsmöglichkeiten an der Schule ausreichend sind. „Es tappt niemand im Dunkeln, und wer mehr Licht benötigt, kann dies problemlos bekommen.“ Deshalb würde eine Dauerbeleuchtung im Hauptgebäude „ein falsches Signal zur falschen Zeit setzen“. Die Stadt plädiert für „einen sparsamen Umgang mit Energie“ – aus ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten. Die Strombezugskosten der Schule seien seit dem Jahr 2002 um rund 35 Prozent gestiegen, so die Verwaltung. Außerdem müsse man ja nur den Lichtschalter betätigen, damit es auf den Gängen heller werde, merkte Bürgermeister Felchle an.

 Ulrich Baumann von der Liste Mensch und Umwelt (LMU) wollte wissen, wo die Schalter angebracht seien? Stadtbautechniker Karl Velte erwiderte: Es gebe mehrere Lichtschalter, die für die Schüler auch gut erreichbar seien. Erhard Knittel von der CDU schlug ein Bewegungsmelder-System vor. LMU-Vertreter Klaus Huss, selbst Lehrer an der Schule, meldete sich mit einem leidenschaftlichen Plädoyer an seine Ratskollegen: „Im letzten Winter ist ein Kind schwer gestürzt. Die Eltern haben der Schule daraufhin massive Vorwürfe gemacht und unter anderem argumentiert, dass es zu dunkel sei.“ Man wolle ja keine Flutlichtausstattung, aber: „Die Sicherheit der Kinder geht vor. Da kann man als verantwortlicher Schulleiter gar nicht anders entscheiden.“ Wenn ein Lehrer nicht auf den Schalter drücke, bleibe es auf den Gängen eben duster, „die Kinder stürmen halt einfach aus dem Klassenzimmer und achten nicht weiter auf die Lichtverhältnisse“, so der Pädagoge.

 Zehn Stadträte stimmten am Ende für den Antrag der Schule, drei waren gegen eine Ausweitung der Beleuchtungszeiten. Mit dem Ergebnis konnte Rektor Eichhorn, der die Debatte im Gremium mit Spannung verfolgt hatte, zufrieden sein. Und auch die Ausführungen des Kollegen Klaus Huss dürften den Schulleiter gefreut haben: „Er kennt die inneren Abläufe, das war in diesem Fall von Vorteil“, sagte Eichhorn gegenüber unserer Zeitung und fügte hinzu: „Mir ist wichtig, dass die Kinder nicht zu Schaden kommen.“

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