Serres soll um 300 Einwohner wachsen

Erstellt: 23. August 2006, 00:00 Uhr
Serres soll um 300 Einwohner wachsen Neue Heimat für junge Familien: An der Straße in Richtung Iptingen entsteht das neue Baugebiet „Kohlplatte“, das Serres zum Aufschwung verhelfen soll. Foto: Franz

Baugebiet „Kohlplatte“ wird erschlossen – Bürgermeister Oehler berichtet von „lebhafter Nachfrage“

Wiernsheim-Serres – Nach dem Willen von Gemeinderat und Gemeindeverwaltung soll der Wiernsheimer Ortsteil Serres mit seinen derzeit 700 Einwohnern kräftig zulegen –  um 300 bis 400 Neubürger in den nächsten Jahren. Im Baugebiet „Kohlplatte“ in Richtung Iptingen stehen 79 Bauplätze für Einheimische und Zuzügler zur Verfügung.

VON GERHARD FRANZ

Seit den 80er Jahren wurde in der Wal–densergemeinde kein größeres Neubaugebiet mehr ausgewiesen. Für den Wiernsheimer Gemeinderat Grund genug, den kleinsten Ortsteil bei der Planung eines neuen Wohngebiets zu berücksichtigen. Bereits im vergangenen Jahr drückte Bürgermeister Karlheinz Oehler kräftig aufs Tempo, nachdem bereits 30 bis 40 Bauwillige bei ihm angeklopft hätten. Das neue Wohngebiet, das im ersten Bauabschnitt eine Fläche von rund fünf Hektar hat, soll größere Bauplätze aufweisen als im Wiernsheimer Wohngebiet „Roßland II“. Im Vorfeld der Umlegung wurde unter anderem die Verkehrserschließung geändert.

 Von den fünf Hektar Fläche stehen rund 3,5 Hektar als reines Baugelände zur Verfügung, erläutert Oehler im Gespräch mit dem Mühlacker Tagblatt. Die Gemeinde Wiensheim verfügt im neuen Baugebiet über 39 Bauplätze, die von der Kommune zu einem Preis von – voll erschlossen – 160 Euro pro Quadratmeter verkauft werden. Der Rathauschef: „Die Nachfrage ist sehr rege.“ Kaufinteressenten kämen unter anderem aus dem Raum Heimsheim, Friolzheim und Wurmberg.

 Mit moderaten Preisen und großen Grundstücken will die Gemeinde besonders junge Familien nach Serres locken. Bis dato hat die Gemeinde bereits 22 Bauplätze verkauft beziehungsweise stehe kurz vor einem Kaufabschluss, informiert Oehler. Im Neubaugebiet entstünden nur Einzelhäuser, sagt der Verwaltungschef, und den Bauherren würden „nur wenige Auflagen“, zum Beispiel bei der Firsthöhe, gemacht. Auch beim Brennstoff mache die Gemeinde den Häuslesbauern keine Vorschriften, meint Oehler. „Wir begrüßen es natürlich, wenn umweltfreundliche Energie, wie beispielsweise Erdgas, verwendet wird.“

 Mit der Erschließung wolle man sich sputen, heißt es im Wiernsheimer Rathaus. Erfreulich wäre aus Sicht der Verwaltung, wenn die ersten Bauherren noch in diesem Jahr mit ihrem Eigenheim beginnen könnten, um eine Verteuerung durch die im nächsten Jahr anstehende Mehrwertsteuer-Erhöhung zu vermeiden.

 Mit der Ansiedlung von jungen Familien will Bürgermeister Karlheinz Oehler auch dafür sorgen, dass die Infrastruktur in Serres erhalten beziehungsweise sogar ausgebaut werden kann. Zum einen geht es um die Auslastung des Kindergartens, zum anderen auch um die Grundversorgung der Bevölkerung. Karlheinz Oehler: „Wir wollen, dass unser Dorfladen im ehemaligen Rathaus auch weiterhin Bestand hat oder sein Angebot noch ausbauen kann.“

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