Sehr schwierige Maßnahme

Erstellt: 30. Oktober 2010, 00:00 Uhr
Sehr schwierige Maßnahme Gerüstarbeiten in einem der oberen Geschosse des alten Hauptgebäudes des THG. Foto: Sadler

Schüler beschwert sich über Auswirkungen der Arbeiten im Theodor-Heuss-Gymnasium

Das alte Hauptgebäude des Theodor-Heuss-Gymnasiums (THG) wird mit modernem Brandschutz ausgestattet. Damit gleicht die Schule einer Großbaustelle – mit entsprechend lästigen Auswirkungen auf den Betrieb. Darüber beschwert sich ein Schüler in einem Schreiben an unsere Zeitung.

Von Thomas Sadler

Mühlacker. Seit einiger Zeit wird, während die Gymnasiasten pauken, an wechselnden Stellen des Gebäudes gewerkelt, um die vorgeschriebenen und notwendigen Brandschutzvorkehrungen zu installieren. So werden Etage für Etage Türen und Trennwände eingezogen, die verhindern sollen, dass bei einem Brand Rauch von Stockwerk zu Stockwerk vordringt. Decken werden heruntergerissen, Türen versetzt, Metall- und Glaselemente eingebaut, Elektroinstallationen erneuert. Gestern, kurz vor den Herbstferien, waren Arbeiter eines Malerbetriebs dabei, in einem oberen Geschoss ein Gerüst aufzubauen.

 Ein Schüler, der nicht namentlich genannt werden möchte, lässt in einem Schreiben ans Mühlacker Tagblatt seinem Unmut freien Lauf. Unter anderem beschwert er sich darüber, dass es wegen der Arbeiten am Neubau in manchen Klassenzimmern unmöglich sei, sich bei Klausuren auf das Lösen der Aufgaben zu konzentrieren. Eine regelrechte „Gefährdung“ habe ein Gerüst dargestellt, das kürzlich auf dem Gang stand und „gut zwei Drittel des einzigen Flucht- und Rettungsweges für ungefähr 100 Schüler“ blockiert habe. Auch Baumaterial und ausgehängte Türen hätten Fluchtwege zugestellt.
 Bärbel König, stellvertretende Leiterin des Theodor-Heuss-Gymnasiums, teilt die Kritik nicht. Klausuren würden, so weit dies möglich sei, in ruhiger gelegenen Räumen geschrieben, in denen die Schüler nicht durch Baukrach belastet würden. Die Flure seien durch die Arbeiten wohl hie und da eingeengt worden, doch seien die Fluchtwege nicht völlig blockiert gewesen. Bislang habe sich bei der Schulleitung darüber noch niemand beklagt.

 Dafür, dass die Sicherheit der Pennäler nicht gefährdet sei, sorge auch der Hausmeister, der vom Fach sei, schließlich handle es sich bei ihm um den früheren Kommandanten der Mühlacker Feuerwehr, Abteilung Kernstadt, Hermann Schäfer. Das Brandschutzprojekt werde unter Absprache der beteiligten Stellen realisiert. „Die Kooperationen mit der Stadt klappen“, so König zufrieden.

 „Das ist eine sehr schwierige und komplexe Baumaßnahme“, betont Gottfried Kautter, Leiter des städtischen Grundstücks- und Gebäudemanagements. Während der Bau des neuen Erweiterungsgebäudes weit gediehen sei – „Wir sind auf der Zielgeraden, derzeit wird die Außenfassade gemacht“ –, würden sich die Brandschutzarbeiten im Hauptgebäude noch längere Zeit hinziehen. „Unser Ziel ist die größtmögliche Sicherheit für die Schüler“, macht Kautter klar. Er habe durchaus Verständnis dafür, dass sich Schüler durch Lärm und andere Begleiterscheinungen belästigt fühlen, „aber ich kann’s nicht abstellen“. Der Brandschutz sei ein Muss – „sonst macht die Feuerwehr das Haus zu“.

 Auch was Hindernisse auf den Fluren angeht, seien die Stadt und die Handwerker bemüht, sämtliche Vorschriften einzuhalten, doch gelegentliche Erschwernisse seien in Anbetracht des Umfangs des Vorhabens einfach nicht zu vermeiden.

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