Schwarzer Spieltag für den TSV Ölbronn

Erstellt: 30. November 2010, 00:00 Uhr
Schwarzer Spieltag für den TSV Ölbronn Packendes Lokalderby: Am Netz dominiert die junge Mannschaft des TV Lienzingen (blaue Trikots). Den Gästen aus Ölbronn unterlaufen bei ihrem Auswärtsauftritt zu viele Fehler. Foto: Zschorsch

Volleyball: Lienzinger Damen entscheiden Lokalderby für sich – Ölbronner Herren müssen Aufstiegsambitionen auf Eis legen

Zwei bittere Niederlagen hat die Volleyballabteilung des TSV Ölbronn am jüngsten Spieltag einstecken müssen. Zuerst verloren die Damen in einem spannenden Match gegen den Lokalrivalen aus Lienzingen, danach stolperten die Herren des TSV über die starken Gäste aus Münchingen.

Von Veit Kibele

Ölbronn/Mühlacker-Lienzingen. Bei der neu formierten jungen Lienzinger Mannschaft verpassten die Ölbronner Damen um Trainer Heiko Arnold die große Chance auf den ersten Auswärtssieg. Ohne die verletzte Zuspielerin Vanessa Bayer und die krankheitsbedingt ausgefallene Hauptangreiferin Jennifer Neuhaus gelang es Ölbronn nicht, den letztlich verdienten Lienzinger Sieg zu verhindern. 3:1 (25:21, 32:30, 27:29, 25:11) hieß es nach 91 Minuten. Im ersten Satz gerieten die Ölbronnerinnen schnell drei Punkte in Rückstand und schafften es nicht wieder aufzuholen. Viele Aufschlagsfehler und ungenaue Pässe waren wie in den vorangegangenen Partien die Ursache für leichtfertig verschenkte Punkte. „Wir haben zu wenig Druck gemacht und zu viele Fehler produziert“, lautete deshalb auch das kritische Urteil von Mannschaftsführerin Lena Soulier. Im zweiten Satz begann der TSV Ölbronn konzentrierter und konnte zeitweilig sogar mit sieben Punkten in Führung gehen. Eine Aufsschlagsserie der Lienzingerinnen beim Stand von 10:16 machte jedoch die Hoffnungen auf einen Satzgewinn schnell zunichte: ein missglückter Angriff folgte dem nächsten, gespickt mit unkoordiniertem Passspiel. Am Ende behielten die jungen Lienzingerinnen die Nerven und gewannen den Satz denkbar knapp mit 32:30.

 Im dritten Durchgang schien die Begegnung beim Stand von 12:7 für Lienzingen schon als gelaufen. Aber die Ölbronner Damen zeigten ihre Kämpferqualitäten. Durch starke Aufschläge von Julia Böttle fand die Mannschaft zurück ins Spiel und konnte diesmal die Satzverlängerung für sich entscheiden.

 „Im vierten Satz lief dann rein gar nichts mehr zusammen“, resümierte ein enttäuschter Trainer. Das Ölbronner Team war den schlichtweg wacheren Lienzingerinnen in allen Belangen unterlegen. Mit mehr Druck und deutlich weniger Eigenfehlern entschied die Heimmannschaft den Satz klar mit 25:11 für sich.

 Viel vorgenommen hatten sich die Ölbronner Herren, die bei ihrem letzten Heimspiel 2010 ins Rennen gingen. Eigentlich wollte die Mannschaft noch einmal ihre Heimstärke demonstrieren und einen wichtigen Schritt in Richtung des erhofften Wiederaufstiegs machen. Doch Spitzenreiter TSV Münchingen durchkreuzte die Ölbronner Träume.
 Beide Teams erwischten einen starken Auftakt. Beim 21:17 sah alles nach einem Satzgewinn für die Gastgeber aus. Doch unnötige Annahmefehler, ein ungenaues Zuspiel und nachlässige Angriffsbemühungen ließen den Satz kippen, den Münchingen am Ende mit 25:22 gewann. „Das war der Knackpunkt des Spiels“, zog Mannschaftssprecher Sascha Soulier Bilanz. „Wenn du so klar führst, darfst du das nicht mehr herschenken.“

 Im zweiten Satz setzen sich die Fehler der Heimmannschaft fort, und Tabellenführer Münchingen gab den Ton an. Eine schwache Annahme und ein unkonzentriertes Angriffsspiel ließen die Gäste uneinholbar davonziehen. Erst gegen Ende des zweiten Satzes fand der TSV wieder zurück in die Begegnung – doch zu spät. Mit einem klaren 17:25 musste sich der Gastgeber geschlagen geben. TSV-Trainer Wilhelm versuchte nochmals alles, um seine Spieler zu motivieren und stellte um. Im dritten Satz wechselte Sascha Soulier für den überwiegend blass gebliebenen Matthias Frick auf die Mittelposition. Ronny Lieb sollte den Druck über Außen verstärken. Doch der Wechsel blieb fruchtlos. Eigenfehler in Angriff und Abwehr besiegelten die 17:25-Niederlage.

 Trainer Wilhelm haderte mit dem Ergebnis: „Das ist wirklich schade. Wir wollten die letzte Heimpartie unbedingt gewinnen und dann spielen wir so schlecht“, sagte der Coach unmittelbar nach Spielende. Trotz der Niederlage bleibt der TSV Ölbronn auf dem zweiten Tabellenplatz, kann jedoch den direkten Wiederaufstieg aus eigener Kraft kaum noch schaffen.

 Im zweiten Spiel des Tages gewann Ölbronn gegen den SV Salamander Kornwestheim trotz einer schwächeren Phase im zweiten Satz klar mit 3:1 (25:22, 21:25, 25:13, 25:11). „Jetzt fahren wir nach Flacht und wollen wenigstens da noch einmal einen würdigen Saisonabschluss feiern“, blickt Sascha Soulier voraus. Doch dafür muss dann eine deutliche Leistungssteigerung her.

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