Schulleiterin wehrt sich gegen Kritik

Erstellt: 15. September 2010, 00:00 Uhr
Schulleiterin wehrt sich gegen Kritik Schulleiterin Schellenberger-Hagenbucher in der Küche, aus der schon bald das warme Essen für den Ganztagsbetrieb in der Schillerschule kommen soll. Foto: Disselhoff

Vater bezeichnet Zustände durch die Bauarbeiten in der Mühlacker Schillerschule als „Unding“

Von Maik Disselhoff

Mühlacker. Die Sommerferien sind vorbei, und die Sanierungs- und Umbauarbeiten in der Mühlacker Schillerschule dauern an. Für einen Vater von zwei Kindern aus Mühlacker, dessen Kinder die Grundschule besuchen, schlicht ein „Unding“. Die Kritik richte sich jedoch nicht an die Schulleitung und die Lehrer, sondern an die Stadtverwaltung, die als Schulträger für die Bauarbeiten verantwortlich sei. Konkret bemängelt der Vater, dass es im Rahmen des Ganztagsbetriebs noch kein warmes Mittagessen für die Kinder gebe. Zudem sei die Benutzung der Schultoiletten nur eingeschränkt möglich. Zum Teil stünden nur provisorische Baustellentoiletten zur Verfügung. Was die Kernzeitbetreuung betreffe, seien die Räumlichkeiten verlegt worden. „Allerdings wurden die Eltern darüber nicht informiert.“

 Schulleiterin Waltraud Schellenberger-Hagenbucher weist die Kritik zurück und nimmt die Stadtverwaltung in Schutz. Dass die Mittagessen noch nicht ausgegeben werden könnten, habe sich erst am ersten Schultag herausgestellt. „Das war nicht abzusehen“, betont die Schulleiterin und fügt hinzu, dass den betroffenen Schülern gleich ein entsprechendes Schreiben mit nach Hause gegeben worden sei. „Die Küche ist noch nicht fertig eingerichtet. Es gibt noch Installationsprobleme.“ Zum Ende der Woche würden die Arbeiten jedoch abgeschlossen sein, bittet Schellenberger-Hagenbucher die betroffenen Eltern um Geduld.

 Bei den Toiletten hat es offenbar ein Missverständnis gegeben. „Die Kinder müssen bei uns nicht auf ein Dixiklo“, macht die Schulleiterin klar. Bauarbeiter seien mit Zetteln an den Türen zu den Schultoiletten darauf hingewiesen worden, dass sie diese nicht benutzen dürfen. „Das hat sich jedoch nur an die Bauarbeiter und Handwerker gerichtet. Viele Schüler haben dies auch so verstanden.“ Die Zettel seien inzwischen allerdings entfernt worden. „Die Toiletten funktionieren, da gibt’s gar kein Problem.“

 Dass die Räumlichkeiten für die Kernzeitbetreuung verlegt worden seien, stimme. „Die Eltern sind darüber jedoch benachrichtigt worden.“ Natürlich wäre es toll gewesen, wenn zum Start ins neue Schuljahr alles fertig gewesen wäre, sagt Waltraud Schellenberger-Hagenbucher, doch schneller sei es einfach nicht gegangen. „Der zuständige Architekt und die Stadtverwaltung, mit der wir sehr gut zusammenarbeiten, haben alles dafür getan, damit es klappt.“ Die Schulleiterin spricht sogar von einer Meisterleistung der Verwaltung, die sich bei der Baumaßnahme wirklich voll dahintergeklemmt habe. „Dass Probleme auftauchen, ist bei solch einem umfangreichen Projekt normal.“

 Alle Klassenzimmer seien begehbar, innerhalb von sechs Wochen seien die Fenster der Grundschule ausgetauscht und Räume für den Ganztagsbetrieb geteilt worden. „Die Vorarbeiten für das neue Schuljahr, für das wir rechtzeitig neues Personal, beispielsweise die Schulsozialarbeiterin, bekommen haben, war vorbildlich.“ Unter dem Strich gibt es für Schellenberger-Hagenbucher nichts zu beklagen. Kritiker hätten sich zudem bei ihr melden können. „Dann hätte ich das Ganze erklärt“, betont sie. Die Schulleiterin ist davon überzeugt, dass die Mehrheit der Eltern Verständnis für die momentane Situation hat.

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