Schulfördervereine setzen Signale

Erstellt: 30. Dezember 2008, 00:00 Uhr
Schulfördervereine setzen Signale Aktive Eltern (v.l.): Martina Glos, Stefanie Seemann, Birgit Meier. Foto: Goertz

Neues Selbstbewusstsein soll Schattendasein beenden – Großveranstaltung mit Gedächtnistrainer Gregor Staub

Mühlacker – Die Fördervereine der Mühlacker Schulen wollen ihr Schattendasein beenden und ins Rampenlicht treten. Initialzündung für das neue Selbstbewusstsein sollen Vorträge des Gedächtnistrainers Gregor Staub am 9. und 10. Februar im Mühlehof sein.

VON FRANK GOERTZ

„Wir wollen Signale setzen“, sagt Birgit Meier, Vorsitzende des THG-Fördervereins. Deshalb suchen die Fördervereine jetzt auch den Schulterschluss. Die Veranstaltungen mit Gedächtnistrainer Staub im Mühlehof, zu denen die Organisatorinnen rund 2000 Besucher erwarten, werden von den Mühlacker Fördervereinen gemeinsam organisiert. Diese Form der Zusammenarbeit soll keine Eintagsfliege sein. „Wir setzen jetzt den Impuls und hoffen, dass sich daraus ein Stromkreis entwickelt“, sagt Martina Glos vom Förderverein der Mörike-Realschule. Die Fördervereine wollen nicht mehr nur Spenden sammeln und ansonsten im Abseits stehen, sondern mitreden und mitgestalten. „Wir wollen zeigen, dass auch Eltern etwas bewegen können“, so Birgit Meier. „Unsere Schulen brauchen Ergänzungsangebote“, fügt Martina Glos hinzu. „Etwa Bewerbungstrainings. Auch in der Schulsozialarbeit und bei den Aufgaben, die aus der Ganztagesbetreuung erwachsen, können sich Eltern und Fördervereine einbringen.“ Um den neuen Aufgaben gewachsen zu sein, wollen die Fördervereine künftig mehr die Zusammenarbeit suchen und dabei eventuell auch die Fördervereine in Pforzheim mit einbeziehen. „So könnte ein Bündnis entstehen, das in der Region etwas bewegen kann“, sagt Martina Glos selbstbewusst.

Neue Techniken bringen die Gehirnzellen in SchwungDie Veranstaltungen mit dem Schweizer Gedächtnistrainer Gregor Staub, der die Mega-Memory-Methode entwickelt hat, markieren den Anfang der neuen Zusammenarbeit und des neuen Selbstverständnisses. „Vormittags sind alle Schüler ab den dritten Klassen eingeladen, nachmittags alle Lehrer der Mühlacker Schulen“, sagt Birgit Meier. „Außerdem gibt es zwei Abendveranstaltungen, wo wir jeweils mit 300 bis 500 Eltern rechnen.“ Gregor Staub wird Techniken vermitteln, die die grauen Zellen in Schwung bringen, das Gedächnis schulen und den Spaß am Lernen fördern sollen. „Die Veranstaltungen könnten auch Impulse für den Unterricht setzen“, hofft Stefanie Seemann, Elternbeiratsvorsitzende am THG. „Wir haben die Mühlacker Schulleiter bereits informiert. Sie haben ausgesprochen positiv auf unsere Veranstaltungen reagiert.“

 Mit den Veranstaltungen mit Gedächtnis-Guru Staub verfolgen die Fördervereine der Schulen gleich mehrere Ziele. Sie sollen Lehrer, Schüler und Eltern nicht nur für neue Lernmethoden begeistern, sondern auch auf die Arbeit der Fördervereine aufmerksam machen. „Wir haben am THG 1400 Schüler, und unser Förderverein zählt 360 Mitglieder. Aber letzten Endes sind es nur eine Handvoll Eltern, die sich wirklich engagieren“, berichtet Birgit Meier. Mit dem neuen Selbstbewusstsein hoffen die Fördervereine, neue aktive Mitstreiter zu finden.

 Gregor Staub kommt übrigens ohne Honararforderungen nach Mühlacker, die Fördervereine müssen nur für seine Spesen aufkommen. Die Stadt Mühlacker stellt ihre Räume im Mühlehof ebenfalls kostenfrei zur Verfügung. Dennoch sollen die beiden Abendveranstaltungen jeweils fünf Euro (ermäßigt: drei Euro) Eintritt kosten. „Wir werden den Erlös nach Abzug der Kosten an die Stadt spenden“, verspricht Martina Glos. Natürlich soll der Betrag nicht im großen Haushalt versickern, sondern zweckgebunden an den Schulen eingesetzt werden.

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