Schreiben für Menschen in Not

Erstellt: 4. Oktober 2012, 23:30 Uhr
Schreiben für Menschen in Not Helen Haaf hofft, dass sie mit Hilfe des Honorars für ihr Taschenbusch „Ferien auf Chalkidike“ viele bedürftige Menschen in Deutschland und Griechenland unterstützen kann.

Von Maik Disselhoff

Maulbronn-Zaisersweiher. Helen Haaf schreibt leidenschaftlich gern. Um notleidenden Menschen zu helfen, hat die zupackende Frau, die aus Griechenland stammt und in Zaisersweiher lebt, immer wieder kreative Projekte verwirklicht und den Erlös für die gute Sache gespendet. Erschüttert von der aktuellen Armut in Griechenland hat sich die 72-Jährige dazu entschlossen, erneut ein Buch auf den Markt zu bringen. Ihr Honorar soll bedürftigen Menschen in der Region und armen Kindern in Griechenland zugutekommen.

Für andere, die es nicht so gut haben wie sie, hat sich Haaf schon immer eingesetzt. „Das habe ich von meinem Vater“, sagt die Autorin, die beim Redaktionsbesuch ein druckfrisches Exemplar ihres Taschenbuchs „Ferien auf Chalkidike“ in den Händen hält. Ihr neustes Werk knüpft an ihren Band „Lenkas Erzählungen“ an, der vor rund 25 Jahren als Schullektüre seine jungen Leser fesselte. In „Ferien auf Chalkidike“ erleben fünf Jugendliche in einem idyllischen Dorf im Norden Griechenlands verschiedene Abenteuer. Die Geschichte, die in den 50er Jahren angesiedelt ist, basiert zum Teil auf den Kindheitserlebnissen von Haaf, die seit 1962 im Schwabenland lebt. Doch die eigenen Erfahrungen im Dorf der Großeltern machen nur 20 Prozent der Geschichte aus. „80 Prozent sind reine Fantasie.“ Mit ihrer jüngsten Publikation wolle sie ihren jugendlichen Lesern Land und Leute näherbringen.

„Die besten Ideen kommen mir nachts“, sagt Haaf, die sich dann auch gleich an den Schreibtisch setzt, um ihre Einfälle auf Papier festzuhalten. Das Manuskript für ein drittes Buch liegt bereits in der Schublade. Einen Roman mit dem Titel „Im Schatten der Liebe“ hat sie auch schon verfasst. An Ideen mangelt es der Schriftstellerin nicht, vor allem nicht an Einfällen, wem sie mit ihrer Kreativität helfen kann. Mit ihrem Erstlingswerk als Schriftstellerin unterstützte sie den Verein Amsel, der Menschen hilft, die an Multipler Sklerose erkrankt sind. Erlöse aus anderen Projekten gingen unter anderem an die Deutsche Krebshilfe oder kamen bedürftigen Jugendlichen in ihrer deutschen Heimat zugute. Ein Motiv für das soziale Engagement von Haaf liegt viele Jahre zurück. Der Bürgerkrieg, den sie als Kind in Griechenland erlebt hat, habe sie nachhaltig geprägt. „Da habe ich viel Armut gesehen“, erinnert sich die 72-Jährige.

„Ferien auf Chalkidike“ ist erschienen im

Wagner Verlag. Die ISBN-Nummer lautet

978-3-86279-609-0.

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