Schnelle Tore starkes Überzahlspiel

Erstellt: 31. Oktober 2006, 00:00 Uhr
Schnelle Tore  starkes Überzahlspiel David Gosselin (grün) und seine Steelers-Teamkollegen setzen sich gegen die Cracks aus Dresden durch. Foto: Simecek

Der SC Bietigheim-Bissingen sucht trotz zweier Siege weiter nach seiner Form – Heute daheim gegen Landsberg:

Zweimal musste der SC Bietigheim-Bissingen am Wochenende in die Verlängerung, zweimal verließ das Team von Trainer Uli Liebsch als Sieger das Eis. 4:3 gegen Dresden, 5:4 in Wolfsburg – die entscheidenden Treffer fielen in Überzahl.

VON DOMINIQUE JAHN

Einen Start nach Maß legten die Steelers im Heimspiel gegen Dresden hin. Dan Bjornlie brachte den SCBB schon nach 22 Sekunden in Front, doch das Spiel machten fortan die Gäste. Martin Sekera (15.) und Ex-Steelers Robert Brezina wendeten das Blatt. Als derselbe Spieler dann auch noch in der 22. Minute auf 3:1 erhöhte, waren sich die SC-Fans unsicher, ob ihr Team nochmal den Spieß umdrehen könne.

 Sie konnten es – mit einem furiosen Schlussspurt. Im letzten Drittel belagerten die Liebsch-Schützlinge das Tor von Marek Mastic, der erst den Anschlusstreffer von Nick Smith aus dem Netz fischen (48.) und fünf Minuten später sogar den 3:3-Ausgleich durch Fabian Brännström – sein erstes Saisontor – hinnehmen musste. Mehrmals hatten die Steelers in der regulären Spielzeit den Sieg auf der Kelle, doch beste Möglichkeiten blieben ungenutzt. Die Erlösung dann 15 Sekunden vor dem Ende der Verlängerung, in der der Gastgeber klar tonangebend war. Der Schütze des 1:0 erzielte auch den letzten Treffer: Dan Bjornlie in Überzahl zum 4:3.

 Noch einen draufsetzen wollten die Bietigheimer am Sonntagabend auswärts in Wolfsburg. Und auch dort ging der Zweitligist mit einem schnellen Tor in Führung. Diesmal traf Alexandre Jacques nach 30 Sekunden zum 1:0. Doch erneut gab der SC die Führung wieder ab. Callander und Regan trafen in Überzahl, was die Steelers allerdings wenig beeindruckte. Jacques und Florian Jung markierten mit einem Doppelschlag in der 24. Minute erneut die Führung. Mit einem kuriosen Schlenzer von der blauen Linie gelang Petr Mares sogar das 4:2 (32.). In der Folgezeit erwies sich Daniel Wrobel im Steelers-Kasten als sicherer Rückhalt und pflückte die Pucks reihenweise herunter. Gegen Andrej Kaufmann (48.) und Elvis Beslagic fünf Minuten vor dem Ende hatte er allerdings das Nachsehen. Doch die Steelers haben ja noch Dan Bjornlie, der in der Verlängerung nach 37 Sekunden und erneut in Überzahl für den Sudden-Death sorgte.

 Steelers-Trainer Uli Liebsch hätte in beiden Partien gerne die volle Punktzahl mitgenommen: „Die Ergebnisse tun schon weh“, meint er und wirft einen Blick auf die Tabelle.

 Mit Kassel (37) und Bremerhaven (31) haben sich zwei Teams abgesetzt. Dahinter kommt ein dicht gedrängtes Verfolgerfeld mit Dresden (27), Schwenningen, Landshut, Regensburg, Bietigheim (jeweils 25) und Landsberg (23). Platz sieben für die Steelers – Anspruch und Realität klaffen derzeit noch weit auseinander beim SCB. Woran liegt’s? „Einige Spieler konnten die Erwartungen noch nicht erfüllen“, erklärt Liebsch. „Die Zahnräder greifen noch nicht.“ Die Mannschaft hat noch kein Gesicht. Auf Liebsch wartet also noch viel Arbeit. Doch schon am heutigen Dienstag können die Eishockey-Cracks zeigen, dass sie nicht so schlecht sind, wie es der siebte Tabellenplatz derzeit ausdrückt.

 Um 20 Uhr geht es daheim gegen Landsberg. Der Aufsteiger hat nach seinem Hoch wieder festen Boden unter den Füßen und sitzt den Bietigheimern im Nacken. Liebsch beschreibt den Vergleich heute „als würde der FC Bayern gegen Alemannia Aachen spielen. Landsberg hat einen kleinen Kader, dennoch sind die Jungs in der Zweiten Liga angekommen. Ihr derzeitiges Tief wollen wir allerdings ausnutzen und daheim drei Punkte einfahren.“ Mit einem Sieg dürfte dann auch die anschließende Steelers-Night-Party in der Bietigheimer Diskothek „Studio2“ etwas feucht-fröhlicher ausfallen. SC-Fans haben mit ihrer Karte freien Eintritt.

 Am Freitag, 10. November, spielt Bietigheim erneut gegen Landsberg. Anpfiff ist um 20 Uhr. Am Sonntag kommt Bremerhaven um 18.30 Uhr ins Ellental.

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