Scherbabuzzer verabschieden ihre Scherben

Erstellt: 31. Mai 2011, 00:00 Uhr

Fundstücke wechseln ins Archiv des Landesmuseums

Mühlacker (the). Ein außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement feiert heute seinen vorläufigen Abschluss: die Scherbabuzzer trennen sich von ihren Scherben.

 In einem Tross von drei städtischen Fahrzeugen sollen die Funde von der Löffelstelz nach sechs Jahren Graben, Sieben, Sichten, Säubern und Katalogisieren sorgfältig verpackt ins zentrale Fundarchiv des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg nach Rastatt transportiert werden. Mitgliefert werden auch die Fundstücke aus der Baustelle des Biomarkts auf dem Gelände der Firma Sämann.

 Den Abschied von ihrem Hobby wollen die Scherbabuzzer, die den Transport nach Rastatt begleiten, bereits vor der Abfahrt in Dürrmenz gebührend zelebrieren. Gleichzeitig wird der Archäologe Tilmann Marstaller, der die Sanierung der Löffelstelz eng begleitet hat, an Oberbürgermeister Frank Schneider eine gut 900 Seiten starke Dokumentation über die Grabungen, die Fundstücke und ihre Aufbereitung überreichen – auch ein Indiz dafür, wie viel Arbeit Profis und Ehrenamtliche in die historische Spurensuche investiert haben.

 Die bis zu 30-köpfige Gruppe Scherbabuzzer hatte sich 2005 zusammengetan, um die archäologischen Zeitzeugen aus dem „Sanierungsaushub“ der Ruine Löffelstelz zu sichern und für die Nachwelt zu erhalten. Insgesamt unterstützten dies mehr als 600 jugendliche und erwachsene Helfer, die vor Ort Scherben gewaschen und geputzt haben. Im siebten Jahr der Scherbabuzzer wurden mittlerweile über 10000 ehrenamtliche Arbeitsstunden investiert.

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