Sauerkrautkantate für einen guten Zweck

Erstellt: 30. September 2008, 00:00 Uhr
Sauerkrautkantate für einen guten Zweck Stilecht für ein Dorffest verkleidet: Die Mitglieder des evangelischen Kirchenchors Wiernsheim in Pinache. Foto: Küppers

Wiernsheimer Kirchenchor und Solisten begeistern

Wiernsheim-Pinache – Die Aufführung der Sauerkrautkantate hat rund 400 Gäste in die Pinacher Waldenershalle gelockt. Der evangelische Kirchenchor Wiernsheim, der seit Jahren unter dem klangvollen Namen „Mauritiuschor“ auftritt, wagte sich mit dieser Aufführung an neue Dimensionen heran.

VON RALPH KÜPPERS

Die Besucher waren eingeladen, in der Waldenserhalle an einem ländlichen Dorffest teilzunehmen. Von Anfang an fiel die strenge Duftnote auf, die sich zwischen den Stuhlreihen und auf der Bühne ausgebreitet hatte. Kein Wunder, lagen doch zahlreiche Krautköpfe als Dekoration am Bühnenrand. Im Foyer war Filderkraut in Form von Köpfen oder als fertig eingemachtes Sauerkraut zu kaufen. Nach der Aufführung der Sauerkrautkantate wurden die Gäste in der Halle mit dampfendem Kraut bewirtet.

 Zunächst galt die ganze Aufmerksamkeit der musikalischen Darbietung des Chors. Unter der Leitung von Deborah Barth hatte er sich mit großem Engagement auf diesen Auftritt vorbereitet. Das Werk aus der Feder von Emil Kübler wurde mit viel Liebe zum Detail umgesetzt. Das begann bei der aufwändigen Dekoration, die nicht nur ihren strengen Duft verströmte, sondern auch schön anzusehen war. Alle Akteure hatten stilechte Gewänder angelegt, auch einige Gäste hatten sich diesem Erscheinungsbild angepasst.

 Die Vorträge waren teils für den ganzen Chor mit seinen fast 50 Teilnehmern bestimmt, teils übernahmen aber auch Solisten oder kleine Grüppchen die Regie. Begleitet wurde der Chor von einem Orchester, in dem Volker Lehmann, Regina Schleinschok, Christoph Hipp-Kalthoff, Freya Bollig, Carolin Becker, Susanne Becker, Jasmin Simons, Birgit Traub, Axel Fürholzer und Christian Fürholzer mitwirkten. Zum Vortrag kamen unter anderem „E Lied vo dr Hoimet“, „Lied auf den Filderbauern und die Bäuerin“ und „Schwabenspiegel und Wochenkalender“. Dabei wurden von den Akteuren nicht nur musikalisches Können, sondern auch schauspielerische Fähigkeiten verlangt.

 Das fachgerechte Einstampfen von Kraut und die Bewirtung mit der deftigen Speise ergänzten den Kunstgenuss. Der zweite Zweck des Abends, einen möglichst großen Erlös für die „Aktion Gemeindehaus“ zu sammeln, wurde unter anderem mit Versteigerungen nach amerikanischer Art erfüllt.

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