Roßwag oder Regenpause?

Erstellt: 30. Oktober 2008, 00:00 Uhr
Roßwag oder Regenpause? Haupt: Meine Geduld wird auf die Probe gestellt. Foto: eig

SV Illingen muss gegen Top-Team antreten – wenn der Platz mitspielt

Illingen – Der SV Illingen muss laut Spielplan am Sonntag in der A3-Liga gegen den FV Roßwag ran. Doch ob die Begegnung in Illingen tatsächlich über die Bühne gehen wird, ist ungewiss. Bereits jetzt steht auf dem Platz des SVI das Wasser in großen Pfützen.

VON MAIK DISSELHOFF

Fakt ist, dass der Fußballplatz in Illingen derzeit nicht gut aussieht. Der Dauerregen der vergangenen Tage hat dem Spielfeld ordentlich zugesetzt. Der Illinger Trainer Ferdinand Haupt stellt sich die Frage: „Können wir spielen, wenn der Ball nicht mehr rollt?“ Die Antwort liegt auf der Hand. Das Spiel steht auf der Kippe. Regnet es weiter, fällt die Begegnung mit Roßwag ins Wasser. Wenn der Anpfiff doch erfolgen kann, wird es besonders für die Mannschaft von Ferdinand Haupt schwer. Denn der FV Roßwag rangiert auf dem zweiten Tabellenplatz in der A3-Liga. Die Roßwager haben genauso viele Punkte wie der Bezirksliga-Absteiger TSV Phönix Lomersheim, der derzeit an der Spitze steht.

 Trainer Haupt will eigentlich nicht viel von der Strategie verraten, die seine Elf am Sonntag umsetzen soll. „Jede Information, die ich herausgebe, ist im Sinne von Roßwag.“ Doch die Situation beim SV Illingen ist schnell erklärt. Erst am Freitag entscheide sich, ob die auswärtigen Studenten gegen den FV Roßwag mit an Bord seien, sagt Haupt und fügt hinzu: „Fehlen werden uns unsere vier Dauerverletzten.“ Einer der Fußballer, die länger ausfallen, ist Oliver Rapp. „Er ist der Motor im Mittelfeld“, macht Haupt deutlich, wie sehr ihm gerade dieser Verletzte fehlt. Rapp habe sich am Kreuzband operieren lassen müssen und sei nicht zu kompensieren.

 Gegen die starken Roßwager kann es nur ein Rezept geben – Illingen muss alles auf eine Karte setzen. Außerdem fordert SVI-Trainer Haupt: „Der ein oder andere von uns muss sich engagierter zeigen.“ Stürmer Martin Gruica macht dem Illinger Coach ein wenig Sorgen. „Gruica hadert mit Verletzungen.“ Der Stürmer komme nicht in den Tritt. Fast drei Jahre ist Ferdinand Haupt Trainer des SV Illingen. Eine lange Zeit in einem Geschäft, das selbst in den unteren Fußballspielklassen immer kurzlebiger wird. Dirigenten kommen und gehen. Einzig der Erfolg zählt. Der Illinger Fußball ist von Haupt zusammen mit den anderen Verantwortlichen der Abteilung „konzeptionell auf neue Füße gestellt worden“. Der Schwerpunkt liege auf der Nachwuchsarbeit. Die eigenen jungen Kicker der A-Klasse sollen an die Erste Mannschaft langsam herangeführt werden. Was die Leistung des SVI in der A3 betrifft, könnte es manchmal besser laufen. „Meine Geduld wird ein ums andere mal auf die Probe gestellt“, sagt Haupt. Deswegen wäre er auch gesprächsbereit, wenn ein Bezirksliga-Verein bei ihm anklopfen würde.

 Wie geht der Schlagabtausch mit Roßwag aus, wenn der Ball am Sonntag in Illingen doch rollt? „Optimistisch und realistisch wäre ein unentschieden“, fasst Haupt seine Erwartungen zusammen.

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