Premiere mit Guggamusik und Partyband

Erstellt: 30. Mai 2011, 00:00 Uhr
Premiere mit Guggamusik und Partyband Auch der Fanfarenkorps aus Neu-Ulm unterhält die Gäste beim Cityfest auf dem Kelterplatz. Fotos: Stahlfeld

Trommler- und Pfeiferkorps organisiert das erste Cityfest – Elf Gruppen spielen auf dem Kelterplatz

Die gute Tradition des Musikfestes hat neuen Schwung bekommen. Das Trommler- und Pfeiferkorps Mühlacker (TUP) hat zum ersten Cityfest eingeladen, bei dem elf hochkarätige Gruppen auf dem Kelterplatz musizierten.

Von Ulrike Stahlfeld

Mühlacker.  Seinen Namen verdankt das Cityfest dem zentralen Veranstaltungsort. Mit einer großen Bühne und jeder Menge Biergarnituren, Verpflegungsständen und sogar einem Kinderkarussell hatten die TUP-Mitglieder in Kooperation mit der Freiwilligen Feuerwehr den Kelterplatz in einen Festplatz verwandelt

 Mit dieser Art der Innenstadtbelebung liefen die Veranstalter beim Verwaltungschef der Stadt offene Türen ein. „Was wünscht sich ein Oberbürgermeister mehr“, gestand Frank Schneider in seiner Rede zur Eröffnung des Festes am Samstagnachmittag. Er dankte den Trommlern und Pfeifern, dass sie den Mut aufgebracht haben, das erste Cityfest auf die Beine zu stellen und zeigte sich zuversichtlich: „Die Mühlackerer kommen immer zu einem Fest in der Stadt.“

 Gemeinsam mit den ersten rund 100 Gästen konnte der Oberbürgermeister die neue Uniform der Gastgeber bewundern. Besonders gefiel ihm das Stadtwappen auf dem Rücken der blauen Shirts. „TUP Do Ben E Drbei“ heißt der Slogan auf der Sommeruniform, in der Musikkorps und Tanzgarde seit einem Jahr auftreten.

 Der Slogan blieb nicht ohne Wirkung. Vorsitzender Ralf Lauer freut sich vor allem über einen Boom in der Jugend: „Bei uns ist die Ausbildung kostenfrei.“ 23 Musiker und neun Jugendliche in Ausbildung gehören der Musikgruppe an, 16 Mädchen im Alter zwischen sechs und 15 Jahren zählt die Tanzgarde. Lauer: „Zur Zeit ist es einfach chic, mit Trompete Guggamusik zu machen oder als Cheerleader aufzutreten.“
 Was die beiden Mühlacker Gruppen können, zeigten sie zum Auftakt des zweitägigen Musikfestes. Neben der heraldischen Musik wie unter anderem dem Erzherzog-Albrecht-Marsch und dem Enzkreis-Marsch erklangen auch populäre Stücke wie „Samba for Band“ über den Kelterplatz, denn längst hat das Trommler- und Pfeiferkorps auch Trompeter, Posaunisten und Querflötenspieler in ihren Reihen, die moderne Musik möglich machen.

 Die Festgäste erwartete noch so manch weiterer musikalischer Leckerbissen. Dem Fanfarenkorps Neu-Ulm  folgten das Fanfarencorps Weinstadt Rauenberg und der überregional bekannte Spielmannszug Zaberfeld. Auch Musikvereine waren vertreten:  Neben dem Jugendorchester aus Mühlacker reiste die Stadtkapelle Blaubeuren an. Am Samstagabend heizte die Partyband XXL ein. Den gewaltigen Schlusspunkt aber setzten die Solebohrer aus Bad Rappenau mit Guggamusik, die lautstark über den Kelterplatz rockte.

 „Ich bin zufrieden“, zog Ralf Lauer ein positives Resümee der Premierenveranstaltung. Aller Voraussicht nach werde es im kommenden Jahr eine Neuauflage geben, für die er sich allerdings noch mehr Zuspruch wünsche. Allein am Samstagabend waren zum Auftritt der XXL-Partyband rund 700 Besucher gekommen. Insgesamt kamen rund 1500 Gäste.

 Geboren war die Idee des Cityfestes eher aus der Not heraus. Nachdem TUP beim Straßenfest nicht mehr an seinen angestammten Platz im Hof von Maler-Metzger das Zelt aufschlagen kann, hatte man nach einer Alternative gesucht. So entstand die Idee des Cityfestes, das in Kooperation mit der Freiwilligen Feuerwehr, die den Barbetrieb übernimmt, geschultert wird.

 Im Vergleich zum Straßenfest hat das Cityfest einen großen Vorteil. Ralf Lauer: „Wir können mehr Vereine einladen.“ Beim Straßenfest am Ende der Sommerferien seien viele Gruppen noch nicht spielfähig.  Trotz Cityfest werde man weiterhin am Straßenfest, wenn auch in kleinerer Form, teilnehmen.
 

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