Preis für Lomersheimer Firma

Erstellt: 24. April 2008, 00:00 Uhr
Preis für Lomersheimer Firma Messung mit Ultraschall Mittels Ultraschall ermittelt die neueste Motometer-Entwicklung den Inhalt von Flüssigkeitsbehältern, indem der Ultraschall-Sensor die fehlende Menge misst, wie Iveka-Geschäftsführer Joachim Bulla demonstriert. Foto: Kollros

Gute Nachricht auf Hannover Messe: Iveka erhält Auszeichnung für Entwicklung

Hannover/Enzkreis – Die überraschende Botschaft erreichte Joachim Bulla mitten auf der Hannover-Messe: Die neueste Entwicklung des Lomersheimer Unternehmens Iveka, ein Ultraschall-Tanksensor der Ex-Leonberger Marke Motometer, errang einen der wenigen 2008er Industriepreise der Sparte Automotive.

VON NORBERT KOLLROS

Kaum in Serie gegangen, hat das in Lomersheim entwickelte Füllstand-Messgerät gleich doppelte Publicity erfahren: durch den Messeauftritt in Hannover und die zeitgleiche Bekanntgabe der Auszeichnung durch die Initiative Mittelstand. Dahinter steht der Karlsruher Huber Verlag für Neue Medien, der zum dritten Mal die innovativsten Produkte und Lösungen aus der Industrie prämierte. Eine unabhängige Jury, bestehend aus Professoren, Wissenschaftlern, Fachredakteuren und Branchenexperten, bewertete die eingereichten Produkte und Lösungen.

 Iveka in Lomersheim ist seit einigen Jahren Inhaber der traditionsreichen Marke Motometer, die unter anderem Begriff ist für Sensoren sowie Anzeige- und Überwachungsinstrumente in Sonderfahrzeugen und Arbeitsmaschinen. Und exakt für dieses Einsatzgebiet haben die Iveka-Ingenieure ein Messgerät entwickelt, das den Inhalt etwa von Kraftstoff- und Hydraulikölbehältern mittels Ultraschall ermittelt. Was herkömmlich mit Magnet-Sensoren und Schwimmertechnik mechanisch gemessen wird, errechnet die neue Technik mittels eines Ultraschall-Signals, indem die Entfernung bis zur Flüssigkeitsoberfläche gemessen wird, wie Joachim Bulla erläutert. Dazu werde der jeweilige Tanksensor individuell für jede Tankgröße und -form programmiert, um die exakten Werte zu liefern.

 Ein weiteres aktuelles Motometer-Produkt ist auf der Messe das so genannte CAN-Display, ein Multifunktionsbildschirm für Straßen- und Straßenbaufahrzeuge, das Anzeigen diverser fahrzeuggebundener Managementsysteme auf einem hoch auflösenden Bildschirm vereint. Wobei die jeweiligen Informationen gleichzeitig oder nach Wahl auch einzeln im Vollbild-Modus angezeigt werden können. Dabei ist es auch möglich, einen Videoeingang zu integrieren, dessen Signale gleichfalls im Display „ruckelfrei“ erscheinen.

 Der in diesem Jahr zweite Auftritt auf der Hannover-Messe gilt für die Lomersheimer Motometer-Hersteller indes noch als Testphase, „ob wir hier unsere Kunden finden“. Wohl sei die Messe, so Bulla, im vergangenen Jahr mit erfolgreichen Kontakten verlaufen, auf Fachmessen für Bau- und Agrarmaschinen finde man aber eher seine Zielgruppen.

 Andererseits sei die Beteiligung am Gemeinschaftsstand der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald „komfortabel und von den Kosten her attraktiv“. Die weltgrößte Industriemesse sei eine „super Plattform“. Die Firma Iveka liefert seine Produkte in rund 30 Länder mit dem Schwerpunkt Europa, aber auch in größerem Umfang nach Südafrika.

 Ebenfalls zum zweiten Mal ist der auf Zerspan- und Frästechnik spezialisierte Werkzeugbauer Avantec aus Illingen in Hannover dabei. Und gleichsam noch ein Stück weit in der „Orientierungsphase“, denn die Besucher dieser Industriemesse seien „nicht unbedingt“ die Zielgruppe des Illinger Unternehmens, so Verkaufsleiter Matthias Schneider. „Wir finden hier unsere potenziellen Kunden aber unter den Ausstellern, etwa in der Gussbearbeitung, die wir dann eben an deren Stand besuchen.“ Mit dieser Strategie habe man auch im vergangenen Jahr Erfolg gehabt. Derweil fühlt sich auch Schneider zusammen mit seinem Außendienstkollegen Ralf Unzeitig am Gemeinschaftsstand der WFG „hervorragend aufgehoben“.

 „Alte Hasen“ auf der Hannover-Messe sind die Maulbronner Pumpen-Spezialisten Flux. Im nächsten Jahr werden’s lückenlos 50 Jahre sein, in denen die Klosterstädter ihre Technologien auf der Industriemesse präsentieren, wie Geschäftsführer Heinz Hofmann stolz berichtet: „Die Messe dient uns seit je her zur Kontaktanbahnung, insbesondere zu Interessenten aus dem Ausland.“ Zumal der Maulbronner „Markt-, Qualitäts- und Innovationsführer auf dem Gebiet der Fasspumpentechnologie“ regelmäßig Neuheiten präsentiere, wie in diesem Jahr einen neuer Fasspumpenmotor mit serienmäßiger Drehzahleinstellung. Flux-Pumpen seien für nahezu alle Industriebereiche interessant – für dünnflüssige Substanzen ebenso wie für dickflüssige, für aggressive, brennbare oder explosionsgefährdete Medien gleichermaßen. Für jeden Einsatz böten Flux-Pumpen eine optimale Produktsicherheit, betonte Geschäftsführer Hofmann.

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