Polizei vereitelt Ausschreitungen

Erstellt: 24. Februar 2007, 00:00 Uhr
Polizei vereitelt Ausschreitungen Rechtsextreme treffen sich mit Fackeln an der Hangkante des Wartbergs. Foto: Kollros

Rechts- und linksextreme Gruppen werden am Gedenktag kategorisch auseinander gehalten

Pforzheim – Mit einem starkes Aufgebot hat die Polizei gestern abend wie schon in den Vorjahren erfolgreich verhindert, dass eine Mahnwache des umstrittenen „Freundeskreises Ein Herz für Deutschland“ durch linksradikale Demonstranten gestört wurde.

VON NORBERT KOLLROS

 Bis Redaktionsschluss waren keine schwer wiegenden Vorfälle bekannt geworden, ein Polizeisprecher vor Ort sprach von einem „friedlichen Verlauf“.Knapp 100 Personen beteiligten sich an der Mahnwache, die der selbsternannte Freundeskreis (FHD) seit 1994 alljährlich auf dem Aussichtsplateau vor dem Pforzheimer Wartberg-Wasserturm abhält. Zwischen 19.40 und 20 Uhr, dem Zeitpunkt der Zerstörung der Stadt vor 62 Jahren, standen die dem rechtsextremistischen Lager zugeordneten Gefolgsleute des FHD-Vorsitzenden Silvio Carvaglia mit brennenden Fackeln an der Hangkante des Wartbergs.

 Gegen diesen Aufmarsch formieren sich seit etlichen Jahren regelmäßig Demonstranten des antifaschistischen Lagers, jeweils mit dem Ziel, die FHD-Veranstaltung zu sprengen.
 Um ein Aufeinandertreffen der rivalisierenden Gruppierungen zu verhindern, setzt die Polizei stets mehrere Hundertschaften der Bereitschaftspolizei ein. Schon seit dem Nachmittag kontrollierten die Beamten an den Autobahn-Abfahrten, da es laut Polizeisprecher Schick Erkenntnisse gegeben haben soll, dass Gegendemonstranten eventuell bewaffnet anreisen würden. Am Spätnachmittag hielt die Antifa-Gruppierung in der Innenstadt eine angemeldete Kundgebung ab, die sich etwa eine Dreiviertelstunde später auflöste, als sich die rund 200 Teilnehmer vom Marktplatz aus teils im Spurtschritt in Richtung Wartberg aufmachten. Dort wiederum hatte die Polizei mehrere Sperren eingerichtet, zur Überwachung waren auch Hundeführer eingesetzt.

 Einen Versuch der Linken, grölend und Parolen gegen Neonazis skandierend in Richtung Mahnwachen-Gelände vorzudringen, vereitelten die Polizeibeamten, indem sie den Demonstranten den Weg versperrten. Diese zogen sich dann auch wieder besonnen hinter die Absperrungen zurück. Gegen 21 Uhr löste sich das Spektakel auf dem Wartberg auf.

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