Polizei stoppt Skinhead-Konzert

Erstellt: 28. April 2008, 00:00 Uhr

Veranstaltung in Birkenfeld zieht rechte Gruppen aus ganz Süddeutschland an

Enzkreis/Birkenfeld (pol/the) –  Die Polizei hat am Samstagabend ein in Birkenfeld geplantes Skinhead-Konzert verhindert. Besucher aus dem Enzkreis und dem gesamten süddeutschen Raum traten auf Druck der Behörden den Rückzug an.

Mit rund 500 Besuchern hatten die Veranstalter geplant, doch die regionalen Sicherheitskräfte traten rechtzeitig auf den Plan, um dem rechten Spuk frühzeitig ein Ende zu bereiten.

 Wie die Polizeidirektion Pforzheim am Sonntag mitteilte, sollte das Konzert mit rechtsgerichteten Musikgruppen in einem Vereinsheim am Ortsrand von Birkenfeld stattfinden. Schon am späten Nachmittag habe sich hier eine größere Anzahl von Gästen versammelt, die der Skinhead-Szene zuzurechnen seien.

 Der Aufmarsch konnte nicht unbeobachtet bleiben. So ergaben die Ermittlungen der Polizei, dass die Räume unter dem Vorwand einer privaten Feier angemietet worden waren. Tatsächlich aber erwarteten die Organisatoren Gleichgesinnte aus der gesamten Region und weit darüber hinaus. Über das Internet waren die Auftritte der Bands „Carpe Diem“, „Endstufe“, „Kommando Skin“ und „Faustrecht“ angekündigt worden.

Vermieter geschockt über seine „Gäste“

Doch als den Verantwortlichen für das Vereinsheim klar wurde, wer sich an diesem Abend in ihrem Clubhaus tummeln würde, traten sie von der Vereinbarung zurück und forderten gegen 20.30 Uhr die Besucher auf, die Räume zu verlassen. Als sich die Gäste zunächst weigerten, wurde die Polizei alarmiert, die „starke Kräfte“ zusammenzog, um jeglichen Widerstand im Keim zu ersticken. Benachbarte Dienststellen unterstützten die Pforzheimer Beamten, die Einsatzkräfte sperrten die Zufahrten zum Versammlungsort ab und ließen keine weiteren Besucher mehr zu.

 Der Veranstalter wurde mit dem Hinweis, das Hausrecht des Birkenfelder Vereins zu akzeptieren und nicht strafrechtliche Konsequenzen zu riskieren, dazu aufgefordert, das Vereinsheim zu räumen. Zähneknirschend, aber immerhin innerhalb der gesetzten Frist, zogen die rund 300 Besucher wieder ab.

 Noch während der Abreise hatte die Polizei ein wachsames Auge auf die Skinheads. Die verstärkten Kontrollen durch Streifen wurden auf die benachbarten Gemeinden und die Region ausgedehnt, um mögliche Krawalle zu verhindern.

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