Play-offs: Elliott bringt Stürmer zur Verzweiflung

Erstellt: 16. März 2006, 00:00 Uhr

Trainer Uli Liebsch warnt jedoch: „Wir sind noch nicht durch.“
VON DOMINIQUE JAHN
Den ersten Punkt holten die Steelers am Freitagabend beim 4:3 (1:2, 2:1, 1:0)-Sieg vor rund 3300 Zuschauern in der nicht ganz ausverkauften Eisarena. Es war ein enges Spiel, in dem sich sowohl die Cracks auf dem Eis als auch die Fans auf den Rängen nichts schenkten.
 In der emotionsgeladenen Partie gingen die Steelers, die mit Markus Wieland und Alexandre Jacques aufliefen, durch Chad Allan nach drei Minuten in Führung. Alexander Moger drehte jedoch mit zwei Treffern bis zum Drittelende das Match. Im zweiten Durchgang ließ Petr Mares zweimal sein ganzes Können aufblitzen und brachte mit einem Doppelschlag (31., 33.) Bietigheim wieder in Front. Robert Brezina konnte in der 38. Minute noch einmal ausgleichen, doch Terry Campbell machte im Schlussdrittel den Sack für die Gastgeber endgültig zu, nachdem er von Philipp Schlager und Dan Bjornlie in Position gebracht wurde.
 „Ein verdienter Sieg“, meinte SC-Trainer Uli Liebsch nach dem Derby. „Wir haben heute sehr diszipliniert gespielt. Die Serie wird jedoch ganz eng.“
 Die Steelers müssen bislang aber keineswegs um den Einzug ins Halbfinale zittern. Der 3:1 (1:1, 1:0, 1:0)-Erfolg am Sonntag in Schwenningen war schon die halbe Miete in der Best-of-Seven-Serie. Bedanken dürfen sich die Bietigheimer Spieler dabei vor allem bei ihrem Keeper. Nachdem Terry Campbell die Führung von Alexander Moger in der 13. Minute ausgeglichen hatte und Alexander Hart im zweiten Drittel auf 2:1 erhöhte, war es im Schlussabschnitt Steelers-Keeper Jason Elliott, der die Schwenninger Angreifer reihenweise zur Verzweiflung brachte.
 Als Wild Wings-Torhüter Rostislav Haas in der Schlussminute sein Gehäuse für einen sechsten Feldspieler verließ, machte Eric Schneider den 3:1-Endstand perfekt. „Jason war heute in Bestform“, freute sich Liebsch über die Leistung seines Keepers. „Aber insgesamt hat die Abwehr gegen den besten Sturm der Liga fast alles abgeräumt. Meine Jungs sind alle topfit, niemand hat einen Durchhänger. So kann’s weitergehen.“
 Die Steelers führen mit 2:0 – von einer kleinen Vorentscheidung will der Bietigheimer Trainer allerdings nichts wissen. „Wir haben uns eine gute Ausgangsposition geschaffen, mehr nicht. Jetzt gilt es, konzentriert weiterzuarbeiten, denn mit einer Niederlage ist der Gegner sehr schnell wieder drin in der Serie“, bleibt der Coach weiterhin auf dem Boden.
 Schon heute um 20 Uhr steht der dritte Vergleich im Ellental auf dem Programm. Liebsch hat dafür alle Spieler zur Verfügung. „Wir geben wieder hundert Prozent und wollen das 3:0.“ Rund 2500 Zuschauer werden heute Abend in der Eisarena erwartet. Die vierte Partie wird am Freitag um 20 Uhr in Schwenningen angepfiffen. Wenn bis dahin noch keine Entscheidung gefallen ist, geht es am Sonntag, 19. März, in Bietigheim weiter.
 In den weiteren Viertelfinal-Play-off-Spielen der 2. Bundesliga führt Straubing gegen Regensburg mit 2:0. Jeweils 1:1 steht es zwischen Landshut und Dresden sowie Bremerhaven und Wolfsburg.

Weiterlesen
Gefahren lauern im Computer

Gefahren lauern im Computer

Gewalt im Kinderzimmer: Beratungsstelle und Polizei klären Schüler und Eltern auf Mühlacker – Weil ihr Kind zu viel Zeit vor dem Computer verbringt, suchen Eltern immer häufiger Rat in der… »