Pläne stoßen auf harsche Kritik

Erstellt: 2. März 2012, 00:30 Uhr

Niefern-Öschelbronn. Die Pläne zu Umbau und Erweiterung der Tank- und Rastanlage „Enztal“ an der Autobahn A8, für die derzeit das Planfeststellungsverfahren läuft, sind im Niefern-Öschelbronner Gemeinderat auf Widerstand gestoßen. Das Gremium vertrat einstimmig die Meinung, dass bei Betrachtung aller Aspekte die Tank- und Rastanlage am bisherigen Standort nicht gebaut, sondern an einen weniger sensiblen, kostengünstigeren und umwelttechnisch verträglicheren Bereich verlegt werden sollte.

Bürgermeister Jürgen Kurz wies insbesondere darauf hin, dass in der Planung für die Tank- und Rastanlage Bezug auf die Planung zum Ausbau der A8 genommen werde, obwohl dieser sicher nicht vor dem Jahr 2016 realisiert werde. Das Argument, dass der bisherige Standort schon vorbelastet sei, bewertete Kurz als zynisch, vor allem, da durch die Maßnahmen auch in unbelastetes Gebiet eingegriffen werden müsse. „Die Raststätte ist das Einzige, was bleibt, alles andere wird abgerissen“, sagte Ortsbaumeister Franz-Josef Müller. „Es ist erstaunlich, hier von Umbau zu sprechen.“ Kritisch sah er vor allem die Tanklager in den Wasserschutzzonen.

„Im Grunde ist es ein Neubau“, stellte der Bürgermeister fest. Kurz wies darauf hin, dass die Fläche der Gesamtanlage von 5,5 Hektar auf 7,5 Hektar erweitert wird. Allerdings belegen die erkennbaren Einrichtungen derzeit rund 3,5 Hektar, so dass optisch eine Verdoppelung eintrete. Der Ortsbaumeister kritisierte auch die niedrigen Lärmschutzwälle, die einerseits erst 100 Meter hinter den Parkplätzen für Lkws beginnen und im Bereich der Pkw-Stellplätze etwa zwei Meter unter dem Niveau der Autobahn liegen. Die Berechnungen der Lärmemissionen bezeichnete er als nicht nachvollziehbar. Müller führte weiter aus, dass die bekannten Altlasten, die zuletzt bei der Erneuerung der Tankanlage im Jahr 1995 festgestellt wurden, unbedingt entfernt werden müssten.

Die Gemeinde fordert hierfür die Untersuchung durch einen Gutachter. Nicht zuletzt wies Müller darauf hin, dass die Raststätte ein sensibler Bereich für die Brunnen der Gemeinde sei. Er betonte, dass das geplante Becken für das Oberflächenwasser unbedingt vor dem Bau der Rastanlage in Betrieb gehen sollte. Müller forderte außerdem ein neues Havariekonzept, da die vorgelegte Version nicht möglich sei.

Gemeinderat Joachim Emich (FWV) plädierte für eine neue Planung. Gemeinderat Udo Hummel (CDU) stellte den Standort der Raststätte nochmals infrage, vor allem hinsichtlich der Forderung, die gesamte Autobahn tieferzulegen. „Im Enztal hat man uns hängen lassen und Fixpunkte geschaffen“, ärgerte er sich über die bereits ausgebauten Anschlussabschnitte.

Ohne zu zögern stimmte das Gremium dafür, die ausgearbeitete Ablehnung an das Regierungspräsidium weiterzugeben.

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