Pläne sind völlig inakzeptabel

Erstellt: 31. März 2008, 00:00 Uhr
Pläne sind völlig inakzeptabel Bürgermeister Abicht mit Plänen für das THG und Zeigestock. Foto: Archiv

THG-Schulleiter ist entsetzt über den Vorschlag zur THG-Erweiterung.

Mühlacker – Morgen Abend soll der Mühlacker Gemeinderat über die THG-Erweiterung entscheiden. Rektor Thomas Mühlbayer hält die von der Verwaltung favorisierte Variante mit einem separaten Anbau für „absolut inakzeptabel“. Dies hat Mühlbayer gestern auch in einer Mail der Verwaltung und allen Ratsfraktionen mitgeteilt.

VON FRANK GOERTZ

Mühlbayer beklagt, dass der separate Anbau nur sechs statt wie zunächst geplant acht neue Zimmer bringe. „Dafür fällt im Bestand ein Zimmer komplett weg und fünf Zimmer müssten für die Rettungswege so verkleinert werden, dass sie für große Klassen (wie wir sie hauptsächlich haben), zu klein werden“, kritisiert der THG-Schulleiter. Betroffen sei anscheinend auch ein Biologieraum. „Wir haben von vier notwendigen Biologiesälen nur drei. Diese müssen jeweils 90 Quadratmeter haben. Eine Verkleinerung eines Biologieraumes ist deshalb nicht möglich“, erkärt Thomas Mühlbayer.

 Des Weiteren fielen durch Brandschutzmaßnahmen Flurflächen weg. Das Gedränge – bei steigender Schülerzahl am THG – würde zunehmen. Schließfächer zum Beispiel würden nur noch in geringer Zahl angeboten werden können. Jegliche Planungen in Richtung Ganztagesangebot würden sehr erschwert, lässt Mühlbayer an der mittlerweile achten Planungsvariante kein gutes Haar.

 Mühlbayer weist außerdem auf die Schulhausbaurichtlinien des Landes Baden-Württemberg hin. Hier sei eine Raumhöhe von 3,20 Meter vorgesehen. Wir haben im Gebäude nur knapp 2,80 Meter Raumhöhe. Mit der Verkleinerung der Klassenzimmer durch die Fluchtwege erhielte das THG Räume, die nicht nur in der Fläche zu klein seien. Diese Räume hätten dann ein Luftvolumen, dass deutlich geringer sei, als im kleinsten von den Richtlinien vorgesehenen Raum. Mühlbayer: „Energiesparen können wir in Zukunft vergessen, da ohne gekippte Fenster Unterricht in solchen Räumen unerträglich wird.“

 Das Regierungspräsidium habe laut Mühlbayer auf Grund der Schülerzahlprognosen für das THG ursprünglich zehn neue Räume und die Lehrerzimmererweiterung genehmigt. „Wir hatten uns mit der Stadt auf neue Räume und Lehrerzimmererweiterung geeinigt. Es wird inzwischen total vergessen, dass hier ein Kompromiss gemacht wurde, der schon knapp war. Was jetzt geplant wird, entspricht – auch nicht mehr annähernd – den künftigen Bedürfnissen der Schule“, schreibt der enttäuschte Schulleiter.

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