Piayda stellt Phönix neu auf

Erstellt: 28. August 2009, 00:00 Uhr
Piayda stellt Phönix neu auf Die Konstante im Lomersheimer Angriff: Simon Roller (li.) stürmt auch in dieser Saison für die Gelb-Blauen. Foto: Gössele

Mit neuer Formation geht Lomersheim ins erste Heimspiel der Saison – Duell gegen den Ex-Kapitän ist ein komisches Gefühl.

Phönix Lomersheim gegen den TSV Wiernsheim – das Spiel ist für beide Trainer seltsam. Schließlich war der Wiernsheimer Coach Frank Scheible in der vergangenen Saison noch Kapitän bei Phönix. Trotzdem glaubt Claus Piayda an die Stärke seiner Elf, die mit neuem Spielsystem agiert.

Von Steffen-Michael Eigner

Mühlacker-Lomersheim. „Das ist schon ein komisches Gefühl, Frank jetzt als Gegner zu haben. Er war schließlich ein fester Bestandteil unserer Mannschaft“, gibt Claus Piayda zu. Der Trainer von Phönix Lomersheim traut seinem Ex-Kapitän und dessen neuem Team viel zu. „Wiernsheim ist gleichmäßig gut besetzt, hat mit Frank Scheible jetzt noch einen wirklich guten Mann dazugewonnen. Die werden in der Liga ein ernstes Wort mitreden“, glaubt Piayda. Grund genug, den kommenden Gegner ernst zu nehmen. Zumal nicht nur Frank Scheible bei Phönix Lomersheim eine Lücke hinterlassen hat.

 Nachdem Oliver Waldhaus seine Karriere beendet hat, setzt Claus Piayda künftig auf eine Viererkette in der Abwehr. „Oliver war der ideale Libero“, begründet der Coach sein Festhalten am althergebrachten Defensivsystem. Nun also neue Wege. Sören Brüstle und Arne Körner sollen künftig die Innenverteidigung bei Phönix bilden. Auf den Außenpositionen hat der Lomersheimer Trainer seine Idealformation allerdings noch nicht gefunden.

 „Wir haben genügend Alternativen und sind flexibel“, so der Coach, der sich von den Außenverteidigern naturgemäß mehr Offensivgeist verspricht als von zwei Manndeckern. „Das ist das Prinzip der Viererkette, über die Außenpositionen zusätzlichen Druck auf den Gegner auszuüben.“ Im Sturm sollen bevorzugt Routinier Simon Roller und der junge Sören Christofori spielen, im Mittelfeld setzt Piayda auf die so genannte „flache Vier“ als taktische Grundformation, die für seine Spieler einfacher umzusetzen sei. Also ein 4-4-2 in Reinkultur, das alle Spieler akzeptiert und gut angenommen hätten.

 Aber: „Das ist Umstellungssache und braucht Übung, bis das neue System wirklich klappt“, betont Piayda, dass diese Saison für Lomersheim „ein Übergangsjahr“ werden dürfte, in dem auch Rückschläge nicht ausbleiben. „Die Mannschaft hat sich verjüngt, aber in Roßwag hat man gesehen, dass wir auf einem guten Weg sind. Wir haben dort eine gute Spielanlage gezeigt“, analysiert Frank Piayda.

 Dass das erste Saisonspiel beim FV Roßwag mit 1:2 verloren ging, macht den Trainer nicht kirre. Schließlich werden die Roßwager auch in diesem Jahr als Aufstiegskandidat gehandelt.

Der Aufstieg gehört nicht zu den
Zielen von Phönix Lomersheim

 Von so hohen Zielen will Claus Piayda indes nicht sprechen, obwohl seine Mannschaft in der abgelaufenen Runde Platz zwei belegte: „Vom Aufstieg zu reden, das wäre vermessen“, bremst der Trainer etwaige Erwartungen der Fans. Auch von den anderen Vereinen in der Kreisliga A 3 nennt keiner den TSV Phönix Lomersheim als Titelanwärter. Der Bezirksliga-Absteiger Spvgg Besigheim, der Drittplatzierte der vergangenen Saison FV Löchgau II und der Vierte FV Roßwag sind die meistgenannten Favoriten.

 „In der Liga gibt es keine Übermannschaft. Insofern wird die Konstanz in dieser Saison das A und O sein.“, sagt Trainer Piayda. „In zehn Spielen wissen wir mehr.“ Verzichten muss Piayda am kommenden Sonntag gegen Wiernsheim auf Daniele Morgante, der nach seiner roten Karte im Spiel beim FV Roßwag gesperrt ist.

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