Phönix träumt wieder

Erstellt: 30. April 2009, 00:00 Uhr
Phönix träumt wieder Ihren Verfolger Löchgau haben die Lomersheimer (gelb) am Sonntag stolpern lassen. Stellt Phönix jetzt auch dem Spitzenreiter Hellas Bietigheim im direkten Duell ein Bein. Foto: Eigner

Plötzlich ist der Aufstieg wieder drin – Am Sonntag Spitzenspiel der Kreisliga A3.

Es hat nicht immer danach ausgesehen, als könnte Lomersheim der direkte Wiederaufstieg in die Bezirksliga Enz-Murr gelingen: zwischenzeitlich nur Platz vier. Doch seit Sonntag stehen sie punktgleich mit Spitzenreiter Hellas Bietigheim auf Rang zwei und Trainer Claus Piayda bläst zum Angriff.

Von Steffen-Michael Eigner

Mühlacker-Lomersheim. Noch grassiert das Titelvirus nicht bei jedem. „Aufstieg und Meisterschaft? Dafür sind wir noch nicht weit genug“, grummelte der Phönix-Vorsitzende Karlheinz Mannhardt am Rande der Partie gegen den Tabellendritten Löchgau II, das Lomersheim am Sonntag mit 1:0 gewann. Bei Phönix-Trainer Claus Piayda ist das Aufstiegsfieber indes schon ausgebrochen.

 „Natürlich wollen wir aufsteigen. Wir wollen immer den Erfolg. Wir sind doch Sportler“, sagte er mit feurig leuchtenden Augen und einem breiten Grinsen noch vor dem Anpfiff gegen den FV Löchgau II. Mittlerweile dürften Piaydas Mundwinkel fast an den Ohrläppchen kitzeln. Nicht nur wegen des Sieges, mit dem Lomersheim seinen zweiten Tabellenplatz in der Kreisliga A 3 zementierte und seinen direkten Verfolger Löchgau II auf nunmehr sechs Punkte Abstand distanzierte. Sondern vor allem, weil Spitzenreiter Hellas Bietigheim zur gleichen Zeit nicht mehr als ein 1:1-Unentschieden beim Abstiegskandidaten FV Kirchheim zustande brachte. Seither trennt Lomersheim nur noch die Tordifferenz vom Tabellenführer und Phönix träumt wieder von der Bezirksliga.

 Solche Träume waren vor nicht allzu langer Zeit eher noch Utopien. Anfang März lag Phönix Lomersheim noch auf Tabellenplatz vier, sieben Punkte hinter dem Spitzenreiter. Außerdem spielte Hellas Bietigheim bis dahin zu souverän, um am Wässerle an eine erfolgreiche Aufholjagd glauben zu machen. Doch Lomersheim hat die Chancen genutzt, die sich auch durch ein paar Nachholspiele boten, dort gepunktet, sich herangearbeitet und die vor ihm liegenden FV Löchgau II und FV Roßwag überholt. Und dann kam er am Wochenende eben doch, der Patzer des Spitzenreiters.

 Der FV Kirchheim als Energie Cottbus der A-Liga. Bietigheim und Lomersheim liegen seither Kopf an Kopf. Beide haben 50 Punkte, Hellas die um 17 Treffer bessere Tordifferenz. Doch auf Schützenhilfe muss Phönix nicht hoffen. Mit einem Auswärtsieg bei Hellas am kommenden Sonntag (Anpfiff 15 Uhr, Kunstrasenplatz in Metterzimmern) wäre Phönix Lomersheim Tabellenführer. Danach hieße es bei den restlichen Saisonpartien in Roßwag (17. Mai), gegen Nußdorf (24. Mai) und in Gündelbach (7. Juni): Bloß kein Cottbus erleben!

 Für den Wiederaufstieg in die Bezirksliga würde Claus Piayda auch in Kauf nehmen, kommende Saison wieder im Abstiegskampf zu stecken. Die Gefahr besteht, insbesondere da mit Frank Scheible der Strippenzieher und Ackerer im Mittelfeld wegfällt. Der Kapitän übernimmt das Traineramt beim (Noch-)Ligakonkurrenten TSV Wiernsheim. Die Phönix-Elf mit jungen Kräften neu zu formen, sich neu finden zu lassen – das wäre für Piayda mit einer weiteren Saison in der A-Liga sicherlich leichter zu bewerkstelligen. Aber dafür sind sie am Wässerle eben zu sehr Sportler.

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