Per Rückenrolle durch den Wilden Westen

Erstellt: 30. Januar 2008, 00:00 Uhr
Per Rückenrolle durch den Wilden Westen Ein Stapel „heiße Hunde“: mit einer Pyramide endet die Show der Enzberger Hot Dogs. Foto: Filitz

Kinder des TV Enzberg beweisen akrobatisches Können – Verein ehrt seinen erfolgreichen Nachwuchs

Mühlacker-Enzberg – Buntes Treiben am Sonntagnachmittag in der Turn- und Festhalle in Enzberg. Der Turnverein hat zu seinem Kinderjahresturnen eingeladen. Zahlreiche Eltern und Großeltern wollen miterleben, was ihre Sprösslinge in den vergangenen Wochen eingeübt haben.

VON EVA FILITZ

Es geht lebhaft zu. Da rennen die kleinen Ballettratten wieselflink durch die Tischreihen, ohne Gedanken an die zierlichen Schrittchen, die sie gleich vorführen sollen. Der kleine Sheriff freut sich herzlich strahlend, dass er so richtig mittendrin ist im Gewühl, und hat bestimmt nichts mit Recht und Gesetz am Hut.

 Die Organisatoren des TV haben keine Mühe gescheut, um den Gästen eine spannende Veranstaltung zu bieten. Zehn verschiedene Vorführungen stehen auf dem Programm, von den Jüngsten, den Kindergarten- und Vorschulmädchen bis hin zur Breitensportjugend. Mit jedem Auftritt werden die Geräte und der Schwierigkeitsgrad höher. Sehr gut lassen sich so die einzelnen Entwicklungsstufen eines turnerischen Werdegangs verfolgen.

 Gleich zu Beginn tanzen sich die etwa 20 kleinen „Flower Power Girls“ in die Herzen der Zuschauer. Rhythmische Bewegung ist bei ihnen gefragt. Die Jungen vom Kindergarten und Vorschule mimen den Wilden Westen, nehmen allerdings alle Hürden noch ohne Pferd, und der Parcours wird per Rückenrolle absolviert. Dann erscheinen die Flower Power Super Girls auf der Bühne, überqueren eine schwankende Hängebrücke, springen durch einen Reifen und legen noch gekonnte Purzelbäume auf die Matte.

 Als Speedy-Mäuse, Arabella Wirbelwind, die wilden Hühner und Seiltänzerinnen treten Kinder bis zur vierten Klasse auf und zeigen allesamt eine tolle Show, die das Publikum mit viel Beifall belohnt. Mädchen und Jungen der Leichtathletik-Gruppe zeigen als Hot Dogs schnelle Sprünge, hechten elegant durch einen Reifen und verabschieden sich mit einer menschlichen Pyramide. Die Mädchen und Jungen der Breitensportjugend zeigen teils recht wagemutige Sprünge, die viel Körperbeherrschung verlangen.

 Für Andrea Rottner, Vorstandsmitglied und Leiterin der Mädchenabteilung, ist es eine große Freude, viele Mädchen und Jungen des TV Enzberg für großartige Leistungen im Sport zu ehren. Zusammen mit Harald Schell, der die Jungenabteilung leitet, überreichen sie fünf bronzene, 18 silberne, 23 goldene sowie „Fünfer-Goldene Mehrkampfabzeichen“ an drei Sportler, die das Mehrkampfabzeichen zum fünften Mal in Folge erworben haben.

 Als Ausnahmesportler geehrt werden der elfjährige Eric Berse, der 2007 gleich sechs erste Plätze – unter anderem wurde er viermal Kreismeister in verschiedenen Disziplinen – errungen hat, und der zehnjährige Matthias Schell, der Kreiswaldlaufmeister geworden ist und dazu noch sechs weitere erste Plätze für sich verbucht hat. Der neunjährige Henry Berse hat drei erste Plätze zu verzeichnen, davon eine Kreiswaldlaufmeisterschaft. Oliver Jilke, Altersklasse MJB, ist Mehrkampfkreismeister. Die 14-jährige Lara Kimmich hat den ersten Platz im 800-Meter-Lauf belegt, ist damit Mehrkampfkreismeisterin und hat außerdem noch Platz eins im Dreikampf zu Buche stehen.

  Auch für die Kinder, die keine vorderen Plätze belegt hatten, findet Rottner anerkennende Worte. „Ihr müsst nicht immer Erste sein“, so eine Textzeile aus einem Song, der als Begleitmusik läuft. „Mit viel Freude dabei bleiben“, legt die Abteilungsleiterin ihren Schützlingen ans Herz. Auch den Eltern, die bei Wettkämpfen und Veranstaltungen stets mitgeholfen haben, dankt sie für deren Einsatz. „Ohne Sie geht es nicht“, betont die Abteilungsleiterin und merkt an, dass für die Jahresfeier noch dringend Helfer nötig gewesen wären: „Zwei Stunden Zeit für Ihre Kinder zu opfern, kann nicht zu viel verlangt sein – bedenken Sie bitte einmal, wie viel Zeit wir vom Verein für Ihre Kinder aufbringen.“

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