Panoramaweg lädt zur Genusstour ein

Erstellt: 28. August 2010, 00:00 Uhr
Panoramaweg lädt zur Genusstour ein Ortsvorsteherin Waltraud Piechatzek, Weinbauer Bernd Roth und Dieter Epple von der Weingärtnergenossenschaft Freudenstein-Hohenklingen (v. li.) wollen mit der Aktion „Wandern – einkehren – Natur erleben“ am Panorama-Rundwanderweg den Geschmack der Gäste treffen. Foto: Hansen

Organisationen und Vereine bewirten Wanderer rund um Freudenstein-Hohenklingen.

„Wandern – einkehren – Natur erleben“ unter diesem Motto laden rund zehn Vereine aus Freudenstein und Hohenklingen, am Sonntag, 5. September, zur Genießer-Tour mit Bewirtung am knapp zehn Kilometer langen Panorama-Rundweg um die beiden Knittlinger Teilorte ein.

Von Isabel Hansen

Knittlingen-Freudenstein.  Vor rund zwei Jahren wurde der Panorama-Rundweg offiziell eingeweiht. Ein großes Fest im April 2008 markierte die Erstbegehung des 9,7 Kilometer langen Rundwegs, an dem Wanderer höchstens über die historischen Wurzeln der Ortsgeschichte stolpern. Informationstafeln am Wegesrand erläutern Herkunft der Gewann-Namen, den ursprünglichen Zweck einer versteckten Abkürzung oder Hintergründe zur noch heute sichtbaren Steinhauer- und Wengerter-Tradition.

 Seit der Eröffnung des Panoramarundwegs haben sich Freudenstein und Hohenklingen zum kleinen Geheimtipp für spannende Spaziergänge gemausert. „Freudenstein und Hohenklingen sind keine typischen Ausflugsziele. Dafür fehlt die Gastronomie. Jetzt kommen doch viele Gäste in den Ort“, freut sich Ortsvorsteherin Waltraud Piechatzek. „Aus dem Fenster unseres Hauses in Hohenklingen sehe ich sogar im strömendem Regen noch Spaziergänger.“

  Eine Beobachtung, die „Wegbegründer“ Dieter Epple vom Vorstand der Weingärtnergenossenschaft Freudenstein-Hohenklingen, sofort bestätigen kann. „Gerade bin ich durch die Weinberge in den Ort gefahren, da kamen mir wieder zahlreiche, kleine Grüppchen entgegen.“

 Für Weinbauer Bernd Roth hat der Panorama-Rundwanderweg in der ersten Zeit nach seiner Eröffnung sogar ein spürbares Absatzplus in seiner Verkaufsstelle beschert. „Viele, die uns bei der Eröffnung kennengelernt haben, sind ein paar Tage später wiedergekommen. Das ist natürlich weniger geworden, und man kann nicht von einem Boom sprechen. Aber auch heute noch klingeln Wanderer vor ihrer Heimfahrt bei uns, sogar am Sonntag.“

 Bei Pflege und Ausbau des Rundweges kommt neben Vereinsarbeit auch persönliches Einzel-Engagement zum Tragen: „Der Tälesweg ist beispielsweise teilweise sehr schmal. Ohne den Einsatz von Privatleuten wäre der schnell zugewuchert“, lobt Ortsvorsteherin Piechatzek. Auch sonst hat sich einiges am Wegesrand getan: „Das alte Wengertschütz-Häusle wurde vom Winzerverein Freudenstein gepachtet und renoviert“, berichtet Dieter Epple. „Mit finanzieller Unterstützung von Hans Krauß wurde außerdem eine alte Weinberghütte hergerichtet und mit kleinen Sandsteinmauern und Sitzbank ausgestattet, sodass sie jetzt Wanderern als Schutzhütte dienen kann.“ Bernd Roth ergänzt: „Dann gibt es noch mehrere neue Sitzbänke. Vorreiter war die neuapostolische Kirche.“ Mittlerweile hätten auch Ortsverwaltung, die Stadt Knittlingen, der Verein Kunst und Kultur oder die Bürger Günther Friedrich und Günter Hauf Sitzgelegenheiten gestiftet, die zu Panorama-Blick und Verschnaufpause einladen.

 Bei der zweiten Auflage der Aktion „Wandern – Einkehren – Natur erleben“ können Wanderer auf die Last der Vesper im Rucksack verzichten. Bei zahlreichen Bewirtungs-Stopps an der Strecke müssen hungrige Gäste nicht weit laufen, um sich zu stärken. Pommes und Schnitzel, Kaffee und Kuchen oder Rollbraten stehen ebenso auf der Karte wie die lokalen Wein-Spezialitäten. Die Veranstaltung beginnt am Sonntag, 5. September, um 9.30 Uhr mit einem Gottesdienst auf dem Wetteplatz in Hohenklingen.

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