Ötisheim lässt Zaisersweiher zittern

Erstellt: 30. August 2010, 00:00 Uhr
Ötisheim lässt Zaisersweiher zittern Satter Volleyschuss von der Strafraumgrenze: Ferat Altun (vone) nutzt das kurzzeitige Durcheinander in der Ötisheimer Abwehr zum 0:2. Foto: Eigner

Spiel des Tages: Knappe 2:3-Niederlage nach 0:3-Rückstand – Gäste retten Vorsprung in Unterzahl über die Zeit

Der TSV Ötisheim startet mit einer Niederlage in die Saison. Gegen die Spvgg Zaisersweiher kassierte der TSV gestern eine 2:3-Niederlage. Ein unterhaltsames Derby mit letztlich einem verdienten Sieger, der nach eigener 3:0-Führung jedoch unnötig hat zittern müssen.

Von Steffen-Michael Eigner

Ötisheim. In der Anfangsviertelstunde sind die Chancen und Spielanteile noch in etwa gleichmäßig verteilt, doch das ändert sich mit dem 0:1 für die Gäste nach 18 Minuten. Ötisheim verliert den Ball am gegnerischen Strafraum, und plötzlich geht alles ganz schnell. Timo Schwarzbäcker überläuft zwei Mann auf der linken Seite, passt zur Mitte, wo Hasan Bulut aus sechs Metern vollendet. Von nun an spielt eigentlich nur noch Zaisersweiher, Ötisheim ist nur zweimal durch Freistöße von Thorsten Barho gefährlich. Ansonsten bleiben die Angriffe der Gastgeber schon im Mittelfeld hängen.

 Zaisersweiher hingegen legt nach. Als die Ötisheimer Defensive nach einem Freistoß von der Eckfahne den Ball nicht recht wegbekommt, ist plötzlich Ferat Altun zur Stelle. Aus 16 Metern hämmert er den Ball zum 0:2 in die Maschen (29.). Auch das 0:3 folgt aus einem Freistoß, den Alexander Wyrich in den Strafraum schlägt. Dort springt Schwarzbäcker am höchsten und köpft ein (41.). Die Gästeführung ist zu diesem Zeitpunkt auch in der Höhe verdient, umso überraschender kommt das 1:3 noch vor der Pause.

 Ein in der eigenen Hälfte schnell ausgeführter Freistoß hebelt die für einen Moment unaufmerksame Spvgg-Deckung aus. Thorsten Barho ist auf und davon und lässt
Zaisersweihers Keeper Maurice Berger keine Chance (45.).

 Zaisersweiher behält dennoch die Partie auch nach dem Seitenwechsel im Griff, hat die besseren Chancen. Bis Ötisheim durch einen Steilpass Marco Keller alleine Richtung Maurice Berger schickt. Keller umspielt den Keeper, der holt ihn von den Beinen. Klare Sache: Elfmeter. Schiedsrichter Steffen Bergow (Oberriexingen) zückt allerdings nur Gelb, was selbst den Zaisersweiherer Trainer Jürgen Widmann erstaunt. Thorsten Barho verwandelt zum 2:3 (62.), Berger schlägt frustriert den Ball weg – und kriegt seinen Platzverweis per gelb-roter Karte doch noch. Von nun an steht Timo Schwarzbäcker zwischen den Pfosten.

 Viel Arbeit macht ihm der Ötisheimer Angriff jedoch nicht. Nur kurze Zeit ist Zaisersweiher ein wenig konfus, fängt sich dann jedoch, macht weiter Druck auf das
TSV-Gehäuse und hat dicke Chancen. In der Nachspielzeit trifft Wyrich noch mit einem 25-Meter-Freistoß die Latte. „Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren. Natürlich hat Zaisersweiher mehr vom Spiel, aber wir kassieren die Tore durch drei überflüssige individuelle Fehler“, analysiert Halmut Frey. „Im Spielaufbau fehlt meiner Mannschaft noch manchmal der Überblick. Da sind sie zu ungestüm. Aber mal ehrlich: Aus den Jungs kann man doch was machen“, fügt der Ötisheimer Coach mit einem Augenzwinkern hinzu. Sein Gegenüber Jürgen Widmann hingegen freut sich über „sechs Punkte aus zwei Spielen. Mehr geht doch nicht.“ Trotzdem ist der Spvgg-Coach mit der Entstehung der beiden Gegentore und der Chancenverwertung alles andere als zufrieden: „Wir hätten das Spiel 6:0 gewinnen können.“

Tore: 0:1 Hasan Bulut (18.), 0:2 Ferat Altun (29.), 0:3 Schwarzbäcker (41.), 1:3 Thorsten Barho (45.), 2:3 Thorsten Barho (62./FE)

Gelb-Rot: Maurice Berger (60., Zaisersweiher/Ball wegschlagen)

TSV Ötisheim: Buhr – Münchinger (86. Heugel), Thomas Barho, Steiner, D. Oehler, Spargon, Zundel, Schollenberger, Keller, Thorsten Barho, Mehmeti (69. M. Oehler)

Spvgg Zaisersweiher: Berger – Metzinger, Schneider, Schwarzbäcker, Wyrich, Hoffmann, Österle, Walter (90. Öztürk), H. Bulut (81. Kaufmann), N. Bulut (63. R. Knothe), Altun

Weiterlesen
Bald müssen sich auch Männer warm anziehen

Bald müssen sich auch Männer warm anziehen

Nadine Dobler aus Mühlacker spielt Squash, hat Spaß dabei und macht es außerdem sehr erfolgreich: Squashtalente in Mühlacker? So ein Quatsch. Schließlich gibt es doch keine Halle, wo man diesen… »