Ötisheim erkennt die Ölbronner Dominanz an

Erstellt: 3. November 2010, 00:00 Uhr
Ötisheim erkennt die Ölbronner Dominanz an „Unblockbar“: Der TSV Ötisheim (in Weiß) hat mit Ölbronns Angriffen Probleme. Foto: Zschorsch

Volleyball: Absteiger feiert klaren Derbysieg beim Aufsteiger.

Viertes Spiel, vierter Erfolg für den TSV Ölbronn: Mit einem klaren 3:0 (25:20, 25:16, 25:22) beim TSV Ötisheim hat der Bezirksliga-Absteiger seinen Führungsanspruch in der A-Klasse Nord bekräftigt. Ötisheim gewann anschließend gegen Kirchberg/Murr und hält sich auf Rang sechs.

Von Veit Kibele
und Steffen-Michael Eigner

Ötisheim. So viel Publikum hatten die Volleyballer in Ötisheim noch nie in der Halle: 75 Zuschauer wollten das A-Klasse-Derby zwischen dem Aufsteiger aus der B-Klasse und dem Absteiger aus der Bezirksliga sehen. In einem brisanten Derby war es die junge Ötisheimer Mannschaft, die den besseren Start ins Spiel fand und unterstützt durch ihre Fans schnell mit 6:1 gegen überraschte Ölbronner in Führung ging. Die Gäste fanden zu Anfang schwer ins Spiel und ließen sich durch das präzise Zuspiel von Ötisheims Felix Benzenhöfer den Schneid abkaufen. Die Ölbronner fanden nur langsam ins Spiel und leisteten sich mehrere direkte Angriffsfehler. Je mehr die Männer um Mannschaftskapitän Sascha Soulier jedoch in Schwung kamen, desto weniger gelang es den Ötisheimer Herren, ihre Angriffe im gegnerischen Feld unterzubringen. Ölbronn spielte konsequenter, druckvoller und vermied zunehmend unnötige eigene Fehler, so dass der erste Satz, wenn auch umkämpft, mit 25:20 verdient an Ölbronn ging.

 „Wir haben souverän und sicher begonnen, in variablen Angriffen unser Potenzial gezeigt und an die guten Trainingsleistungen angeknüpft“, so Ötisheims Trainer Thomas Benzenhöfer. „Leider haben wir in der gleichen Annahmeposition in zwei Serien je fünf Punkte verloren, was am Ende zum Satzverlust führte.“

 Wenig Gegenwehr gegen immer dominanter aufspielende Ölbronner hatte Ötisheim im zweiten Satz zu bieten. Starke Aufschläge und ein variables Zuspiel von Simon Ege und Andreas Gloß zeigten dem generischen Block Grenzen auf. Die Ölbronner Außenangreifer kamen immer besser ins Spiel und erwiesen sich für die Heimmannschaft als „unblockbar“, so dass auch der zweite Satz nach nur 17 Minuten mit 25:16 deutlich an Ölbronn ging.

 Für den dritten Satz forderte Ölbronns Mannschaftsfüher Soulier von seiner Truppe risikoreichere, druckvolle Angaben und ein schnelleres Angriffsspiel über die Mittelpositionen, um die Ötisheimer am eigenen Spielaufbau zu hindern. Zunächst folgte seine Truppe den Anweisungen auch konsequent, Andreas Gloß setzte die Hauptangreifer Karl-Heinz Mayer und Matthias Frick gekonnt in Szene. Ein Einbruch in der Mitte des Satzes nutzte die Heimmannschaft jedoch und kämpfte sich bis auf wenige Punkte an die Gäste heran. Auch, weil Benzenhöfer seine Formation ein wenig umgestellt hatte. Letztendlich hatten die Gäste aus Ölbronn das glücklichere Ende und gewannen auch den dritten Durchgang klar mit 25:22.

 „Dass der Sieg so deutlich ausfallen wird, damit hat keiner gerechnet“, so der sichtlich erleichterte Mannschaftssprecher Simon Ege nach dem Spiel. „Wir hatten natürlich gehofft zu gewinnen, uns aber auf einen größeren Kampf eingestellt. Letztendlich haben wir heute zwar mit keiner guten aber dennoch mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung die Begegnung klar für uns entschieden.“

Ötisheim hält sich beim 3:2
gegen Kirchberg/Murr schadlos

 Das erkannte auch Thomas Benzenhöfer neidlos an: „Man hatte nie das Gefühl, dass Ölbronns Sieg in Gefahr war“, räumte der Ötisheimer Coach ein. „Zu deutlich war die Sicherheit, die die Mannschaft ausstrahlte, und die Selbstverständlichkeit, mit der auch unklare Bälle verwertet wurden. Wir wünschen Ölbronn viel Erfolg im Kampf um den direkten Wiederaufstieg.“

 Die Ölbronner verbleiben nach dem vierten Sieg im vierten Match nur auf Grund des schlechteren Ballverhältnisses auf dem zweiten Tabellenplatz hinter dem TSV Münchingen. Der TSV Ötisheim hält sich auf Rang sechs im Mittelfeld der Tabelle, nachdem er im zweiten Match des Tages den zweiten Aufsteiger SGV Kirchberg/Murr in fünf sehr umkämpften Sätzen (20:25, 25:22, 25:23, 22:25, 17:15) bezwang. Im entscheidenden Durchgang hatte Ötisheim bereits mit 0:4 und mit 4:9 zurückgelegen, ehe sich die Gastgeber wieder herankämpften und die Begegnung schließlich mit ihrem vierten Matchball entschieden.

 Beide Mannschaften haben nun noch eine gute Woche Pause, ehe Ötisheim am 13. November auswärts auf den Tabellenführer TSV Münchingen trifft, während die Ölbronner Herren am selben Tag ebenfalls auswärts zu einem schweren Spiel beim Tabellenvierten SGV Freiberg/Neckar antreten müssen.

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