Ölbronn wird die Laterne nicht los

Erstellt: 4. November 2009, 00:00 Uhr
Ölbronn wird die Laterne nicht los Der gute Ölbronner Block genügt nicht: Die TSV-Damen behalten die rote Laterne. Foto: Kibele

Volleyball-Herren verspielen ersten Saisonsieg in der Bezirksliga – Auch das Frauen-Team bleibt in der A-Klasse Schlusslicht.

Die Volleyballer des TSV Ölbronn sind weiterhin ohne Punkt. Die Herren unterlagen beim Tabellenzweiten GSV Maichingen trotz gutem Beginn mit 1:3 Sätzen. Auch Ölbronns Frauen verpassten mit einer 2:3-Niederlage im Kellerduell der A-Klasse 1 Nord beim SV Fellbach II den ersten Saisonsieg.

Von Veit Kibele

Sindelfingen-Maichingen. Im November geht man ja gerne mal mit seiner Laterne, aber die Ölbronner Volleyballer wären ihre rot leuchtende doch gerne losgeworden. Für das Auswärtsspiel beim GSV Maichingen hatte sich das Schlusslicht der Bezirksliga viel vorgenommen und bis auf Zuspieler Simon Ege und Libero Holger Lutzei alle Stammspieler an Bord. Entsprechend ausgeglichen startete die Partie gegen den Tabellenzweiten. Ölbronn war ein ums andere Mal gegen den starken Maichinger Block erfolgreich, zwang dem Favoriten sogar sein Spiel auf. Doch auf einmal kam der TSV-Motor ins Stocken.

 Maichingen kämpfte sich zurück in die Partie und glich den Ölbronner Vorsprung aus, der zwischenzeitlich schon auf sechs Punkte angewachsenen war, und gewann den Satz am Ende mit 28:26. „Man sieht am Ergebnis, dass wir super angefangen haben“, sagte Mannschaftsführer Carsten Maaßen und brachte die Leistung der Ölbronner auf den Punkt: „Wir waren perfekt im Block und gut im Angriff. Und dann immer diese Konzentrationsfehler. Wir hätten den Satz gewinnen müssen.“

 Der TSV startete perfekt in den zweiten Satz und erspielte sich angeführt vom starken erstmals in der Startsechs stehenden Außenangreifer Karl-Heinz Maier schnell einen Vorsprung. Variables Spiel, druckvolle Aufschläge, eine sichere Annahme und durchschlagskräftiges Angriffsspiel zeichneten die Ölbronner aus, die Maichingen im zweiten Durchgang mit 25:13 geradezu überrollten. Dann aber wurde es bitter für Ölbronn.

 Eine Aufschlagsserie Maichingens leitete einen 1:10-Lauf gegen den TSV ein. Die Männer um Trainer Aisenbrey wurden in der Annahme regelrecht vorgeführt und kamen nicht mehr zurück ins Spiel. Nach nur 18 Minuten war der Satz verdient weg.
 Der vierte Durchgang ähnelte dem dritten. Der TSV lief von Beginn an einen kleinen Rückstand hinterher, aber war stets auf Schlagdistanz. Das Spiel wogte hin und her, keine der beiden Mannschaften konnte sich bis zur Mitte des Satzes entscheidend absetzen.

 Mit der Einwechslung von Ronnie Lieb für Karl-Heinz Mayer versuchte Ölbronns Trainer Hartmut Aisenbrey die Annahme zu stärken. Auch den etwas überforderten Zuspieler Andreas Gloß nahm der TSV-Coack vom Feld. Ölbronn versuchte, noch einmal ins Spiel zurückzukommen, doch auch diese Wechsel brachten die Wende nicht mehr. Der Satz ging mit 16:25 letztendlich verdient verloren.

 Nach der dritten Niederlage in Folge steckt TSV-Trainer Aisenbrey den Kopf aber nicht in den Sand: „Wir sind natürlich enttäuscht, dass wir nicht die Früchte unserer hervorragenden Arbeit eingefahren haben, aber wir können erhobenen Hauptes und selbstbewusst aus dem Spiel gehen.“ Die Ölbronner Herren haben nun erst einmal zwei Wochen Spielpause, in denen sie konzentriert arbeiten wollen, um endlich in der Liga anzukommen.

Dünne Personaldecke lässt nur
wenig takische Optionen offen

 Eine brisante Partie war unterdessen zwischen den beiden bisher noch sieglosen Frauen des TSV Ölbronn und dem SV Fellbach II zu erwarten, doch auch hier behält Ölbronn die rote Laterne. „Wir brauchen die Punkte und auch das Erfolgserlebnis”, hatte zuvor Mannschaftssprecherin Jennifer Neuhaus das Spiel als vorentscheidend für den zukünftigen Weg ihrer Mannschaft angesehen. „Nur wenn wir in Fellbach gewinnen, werden wir uns aus den ganz tiefen Tabellenregionen heraushalten können“, wusste die junge Ölbronnerin um die Bedeutung des Kellerderbys.

 Von der Ausgangslage trafen zwei nahezu gleichwertige Gegner aufeinander, doch konnte der TSV-Trainer Heiko Arnold nur auf sieben Spieler aus seinem Kader zurückgreifen. Entsprechend begrenzt waren seine taktischen Möglichkeiten. So verloren die Ölbronnerinnen an Ende auch dieses Spiel unglücklich mit 2:3 Sätzen und konnten die rote Laterne nicht an Fellbach weiterreichen. „Wir hätten gegen eine Mannschaft auf Augenhöhe die zwei Punkte gewinnen müssen,“ resümierte eine enttäuschte Neuhaus, die sich darüber im Klaren ist, dass der Druck auf die jungen Ölbronnerinnen immer größer wird.

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