Ölbronn-Dürrn ist noch nicht reif genug

Erstellt: 29. November 2010, 00:00 Uhr
Ölbronn-Dürrn ist noch nicht reif genug Kurzweiliges Spiel mit einigen Nickligkeiten: Zaisersweier (in Grün-Weiß) kauft Ölbronn-Dürrn den Schneid ab. Foto: Eigner

Spiel des Tages: Niederlage beim Verfolger Zaisersweiher kostet den dritten Tabellenplatz

Mit einem verdienten 3:0-Erfolg im gegen die SG Ölbronn-Dürrn verkürzt die Spvgg Zaisersweiher den Punkte- rückstand zu den Aufstiegsplätzen der Kreisklasse A1. Ölbronn-Dürrn rutscht auf Platz vier ab, Zaisersweiher ist weiterhin Fünfter der Tabelle.

Von Steffen-Michael Eigner

Maulbronn-Zaisersweiher. „Eine verdiente Niederlage“, räumt Ölbronn-Dürrns Trainer Ulli Stengel nach dem Schlusspfiff ein. „Heute hat man gesehen, dass wir lange noch nicht reif genung sind, vom Aufstieg zu reden. Die Big-Points machen wir einfach noch nicht. Aber deshalb bleiben wir ganz gelassen und unser Ziel ist weiterhin, die junge Mannschaft behutsam zu entwickeln.“

 Derweil strahlt Spvgg-Coach Jürgen Widmann über beide Backen. „Wir waren die ganzen 90 Minuten überlegen und haben’s gut gespielt. Wichtig war, oben dran zu bleiben. Und wir bleiben oben dran.“ Von Beginn an hat seine Mannschaft die Partie unter Kontrolle gehabt, und bei einem Lattentreffer von Sebastian Walter schon nach wenigen Minuten Pech. Dass Ölbronn-Dürrn als Tabellendritter angereist ist, wird kaum offenbar. Nur vereinzelt gelangen die Gäste in die Nähe des Zaisersweiherer Strafraums.

Spvgg Zaisersweiher fordert
vergeblich Elfmeter

 Meist ist das Leder in den Reihen der Grün-Weißen, die aber noch zu behäbig agieren, um richtig Druck auf das Tor von Jens Leicht auszuüben. Der SG-Schlussmann gerät allerdings beinahe in Verlegenheit, als ihm nach einem Eckstoß der Ball aus den Händen gleitet. Doch Hasan Bulut kann die Chance nicht nutzen, er spitzelt den Ball knapp am Tor vorbei (32.). Zwei Minuten später zischt ein Schuss von Robin Knothe über Leichts Gehäuse.

 Zweimal herrscht Aufregung auf der Spvgg-Bank. Bei einem Pressschlag gegen Alexander Wyrich fordern die Zaisersweiherer Elfmeter (36.), ebenso sechs Minuten später, als Timo Schwarzbäcker im Strafraum zu Fall kommt. Letztere Szene wäre schon eher einen Strafstoß wert gewesen, denn Tim Baum hat sicherlich nicht allein den Ball getroffen. Doch Referee Mouhammed Mourad aus Engelsbrand, der viel laufen lässt, winkt später in der Halbzeit ab: „Ich stand doch direkt dahinter.“ Auch bei einem angeblichen Handspiel bleibt der Elfmeterpfiff für Zaisersweiher aus.

 Auf der Gegenseite findet ein Ölbronn-Dürrner Treffer (41.) nach einem Freistoß wegen Abseits keine Anerkennung. Da wäre der Unkenruf eines Spvgg-Fans beinahe Realität geworden: „Die kommen womöglich nur einmal vor unser Tor und dann klingelt’s“, hat der Zuschauer zuvor gebruddelt, als Keeper Steffen Pischke sich – letztlich folgenlos – bei einem Eckball verschätzt. Das letzte Ausrufezeichen vor der Pause setzt Zaisersweihers Kapitän Alexander Wyrich, der Leicht mit einem zackigen Flachschuss prüft. Der SG-Schlussmann klärt per Fußabwehr.

 Nach der Halbzeit steht Timo Bantz im Zaisersweiherer Tor. „Steffen Pischke hat sich bei einem Abschlag eine Oberschenkelzerrung geholt“, begründet Trainer Widmann den Wechsel. Zu tun bekommt der erst 18-jährige Ersatzkeeper aber kaum. Ein Schuss von Marcel Süßer (51.), der noch den Pfosten streift, bleibt für lange Zeit das einzige Lebenszeichen der SG-Offensive. Die Gastgeber aber ziehen merklich das Tempo an. Mit Erfolg: Berkan Celik setzt sich auf dem rechten Flügel durch, Timo Schwarzbäcker verwertet dessen Hereingabe mit einem trockenen Flachschuss aus zehn Metern zum 1:0 (53.). Dies war bereits die zweite dicke Chance für Zaisersweiher nach dem Seitenwechsel, denn vier Minuten zuvor hat bereits Hasan Bulut mit einem Drehschuss aus kürzerer Distanz das Tor verfehlt. Es folgt eine durchaus kurzweilige Phase mit vielen kleinen Fouls und Nickligkeiten. Erst mit einem Schwarzbäcker-Schuss, den Leicht pariert (74.) nähern sich zumindest die Platzherren wieder des Gegners Tor an.
 Ein Foul an Timo Schwarzbäcker, der die rechte Außenbahn entlangstürmt, bringt wenig später den Zaisersweiherer Anhang in Rage (77.). Die gelbe Karte, die der Unparteiische für das harte Einsteigen zückt, erachten einige als zu gnädig. „Wenn man dauernd Hektik reinbringt, braucht man sich nicht wundern, wenn man auch mal was auf die Socken bekommt“, erinnert SG-Trainer Ulli Stengel auch an die Elfmeter-Rufe der ersten Halbzeit.

 Schwarzbäcker kann nach kurzer Behandlungspause weiterspielen und ist zur Stelle, als Sebastian Walter einen Zuckerpass in die Spitze liefert: 2:0 (81.).

 Kurz bäumt sich Ölbronn-Dürrn noch einmal auf. Der eingewechselte Florian Breit trifft mit einem Flachschuss aus spitzem Winkel knapp daneben (84.), Marcel Süßer wird im letzten Moment von Wyrich gestoppt (85.). In die kurze Drangphase der Gäste aber setzt Zaisersweiher seinen letzten erfolgreichen Hieb, als Sebastian Walter denn Ball aus 20 Metern über Schlussmann Leicht hinweg gefühlvoll zum 3:0-Endstand ins Tor schlenzt.

Tore: 1:0 Timo Schwarzbäcker (53.), 2:0 Timo Schwarzbäcker (81.), 3:0 Sebastian Walter (89.)

Spvgg Zaisersweiher: S. Pischke (46. Bantz) – Kaufmann, Metzinger, Schwarzbäcker, Wyrich, Hoffmann, Österle, R. Knothe, H. Bulut (85. T. Knothe), Celik (67. N. Bulut)

SG Ölbronn-Dürrn: Leicht – Rolsin, Hahnke (56. Breit), Busse (79. Matthes), Seifert, Jäger, Ho. Schneider, Süßer, Baum, Kolzewski (70. Frey), Ha. Schneider

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