Notrufe wegen Raketenteil

Erstellt: 27. Dezember 2011, 00:30 Uhr

Enzkreis/Pforzheim (pm/ts). Bei der Leitstelle der Feuerwehr Pforzheim sind an Heiligabend zahlreiche Notrufe von besorgten Menschen eingegangen, die glaubten, ein brennendes Flugzeug oder ein anderes, unbekanntes Objekt sei abgestürzt.

Da die genaue Einsatzstelle nicht lokalisiert werden konnte, nahm die Leitstelle zunächst Kontakt mit den umliegenden Leitstellen, dem Flughafen Stuttgart und der Luftüberwachung auf. „Nach Auskunft der Flugsicherung wurde kein Flugzeug vermisst, so dass die Vermutung aufkam, es könnte sich um verglühende Teile eines Satelliten handeln“, so die Feuerwehrleitstelle in einer Pressemitteilung am Montag. Doch auch dies war nicht die Erklärung der rätselhaften Erscheinung am Himmel: „Später verdichteten sich die Anzeichen, dass ein Teil einer Sojusrakete beim Wiedereintritt in die Atmosphäre in 80 bis 90 Kilometern Höhe verglühte.“

Auch die Polizei wurde durch den außergewöhnlichen Vorfall auf den Plan gerufen. Wie ein Sprecher gestern auf Anfrage sagte, hätten im östlichen Enzkreis mehrere Streifen aufgrund von Anrufen Ausschau nach etwaigen verbrannten Objekten gehalten. Gefunden worden sei nichts.

Ansonsten verliefen die Weihnachtstage für die Feuerwehr ruhig. Die Feuerwehr Pforzheim musste zu zwei Feuermeldungen und vier Hilfeleistungseinsätzen ausrücken, die Schäden waren gering. Die Wehren im Enzkreis wurden dreimal zu Brandeinsätzen und zweimal zu einer Hilfeleistung gerufen, auch hier gab es keine größeren Schäden. Bei den Brandeinsätzen im Enzkreis handelte es sich, wie die Leitstelle dem Mühlacker Tagblatt sagte, um das Löschen eines überhitzten Holzofens in Knittlingen, einen Fehlalarm in Knittlingen sowie um einen Kaminbrand in Feldrennach. Weihnachtsbäume verursachten dieses Mal keine Brände.

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