Nicht nur in der Disco ist Kondition gefragt

Erstellt: 31. Mai 2006, 00:00 Uhr
Nicht nur in der Disco ist Kondition gefragt Auf dem grünen Rasen kämpfen A-Jugendteams wieder um den Titel. Foto: mtav

Am (Pfingst-) Wochenende geht das A-Junioren-Fußballturnier des TSV Wiernsheim wieder über die Bühne:

Das Fußball-A-Junioren-Pfingstturnier des TSV Wiernsheim geht in diesem Jahr in seine 22. Auflage. Angefangen hat alles 1985. Jetzt wird es immer schwieriger für die Wiernsheimer Verantwortlichen dieses Turnier am Pfingstwochenende am Leben zu erhalten. Viele Teams haben an diesem Termin keine Zeit und müssen absagen. „Es wird immer mühsamer“, erklärt Rainer Zundel, der im Juli übrigens den Posten des Fußball-Abteilungsleiters zur Verfügung stellen wird.

VON MIRKO BÄHR

„Ich bin unter der Woche Abends kaum noch zu Hause“, erzählt Zundel, der sich nicht nur für den TSV engagiert, sondern auch in der Lokalpolitik. So sitzt er im Gemeinderat und hat zudem den Posten des Stellvertretenden Bürgermeisters inne. Das traditionelle A-Jugend-Pfingstturnier liegt dem 56-Jährigen sehr am Herzen. „Ich hoffe, dass wir das Turnier weiterführen können, schließlich wirft das auch etwas ab.“ Die Vereinskasse dankt es nämlich den rührigen Verantwortlichen, die für die Durchführung der Sportveranstaltung allerdings schwer schuften müssen, genauso wie die vielen Helferinnen und Helfer.

 Neben Rainer Zundel sind Reinhold Baral, Jochen Kugel und auch Roger Willem für die Organisation des Turniers zuständig, dass auch in diesem Jahr wieder über drei Tage geht. „Aufwändig“ sei dieser Job, schließlich würden immer mehr Helfer zu dieser Zeit in den Urlaub fahren. Auch genügend Mannschaften zu finden, sei alles andere als ein Kinderspiel. Das verdeutlicht die Tatsache, dass der TSV Wiernsheim an Weihnachten rund 140 Einladungen an Vereine aus der Region auf die Reise schickte. Gerade einmal fünf deutsche Teams werden nun am Wochenende gegen das runde Leder treten. Zundel: „Die anderen haben keine Zeit, das ist schade.“

 Das war vor vielen Jahren noch anders: Im Jahr 1985 wurde das Pfingstturnier aus der Taufe gehoben. Ein A-Jugendbetreuer verfügte über Kontakte nach Ungarn, ein anderes TSV-Mitglied in die Schweiz. Doch seit der Wende kommen die Ungarn nicht mehr auf die „Platte“. Die „Grundpfeiler“ sind nun die türkischen Kicker von Ayancik Spor Klübü, Littau (Schweiz) und die Mannschaft aus Perosa (Italien). Die Nachwuchsfußballer aus Ayancik werden allerdings in diesem Jahr nicht nach Wiernsheim kommen, was unter anderem auch finanzielle Gründe hat.

 Neben den Eidgenossen des FC Littau und den Kickern des FC Perosa, wird als dritte ausländische Truppe auch die Mannschaft von Lok. Ceske Budejovice aus Tschechien in Wiernsheim an den Start gehen. Während die Schweizer und Italiener bei privaten Familien („seit 20 Jahren so“) untergebracht sind, übernachten die „technisch versierten“ Tschechen in der Halle, lässt Zundel wissen, der 1971 sein erstes Match für den TSV Wiernsheim bestritt. Mit dabei auch der FC Marbach, der TSV Wurmberg, die GSV Pleidelsheim, die übrigens den Titel verteidigt, der SV Illingen und auch der SV Iptingen.

 Los geht es am Samstag, 3. Juni, um 14.30 Uhr, wenn der SV Iptingen auf den FC Marbach trifft. Um 18.30 Uhr beschließen der FC Littau und Lok. Ceske Budejovice den Turniertag in sportlicher Hinsicht. Die Kondition der Jungs wird im Anschluss bei der Disco im Bürgersaal dann aber noch einmal gefordert. Am Sonntag wird um 10.30 Uhr angepfiffen. Der FC Marbach bekommt es dabei mit dem TSV Wurmberg/Neubärental zu tun. Um 18.30 Uhr gehen die Gruppenspiele und der zweite Turniertag zu Ende. Die Pleidelsheimer kicken zum Abschluss gegen Littau.

 Der Montag steht schließlich ganz im Zeichen der Entscheidungspartien. Das erste Halbfinale steht um 10.45 Uhr an, das zweite Spiel der Vorschlussrunde geht um 11.45 Uhr über die Bühne, bevor dann um 14.45 Uhr das Spiel um Rang drei angepfiffen wird und eine Stunde später die besten beiden Turniermannschaften um den Siegerpokal kämpfen. Wer gewinnt? „Das ist schwer vorauszusagen“, erklärt Rainer Zundel. „Laut deren Jugendleiter ist die Schweizer Mannschaft richtig gut, die Tschechen können alles am Ball und Perosa ist schwer einzuschätzen. Das ist ein kleiner Ort. Mal haben sie einen guten Jahrgang, mal einen schwachen.“

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