Neues Personal bei der SG Ölbronn-Dürrn

Erstellt: 27. Februar 2008, 00:00 Uhr
Neues Personal bei der SG Ölbronn-Dürrn Mehr Personal auf dem Rasen: Die SG Ölbronn-Dürrn nimmt die Rückrunde optimistisch in Angriff. Foto: Fotomoment

Verstärkung auf den Schlüsselpositionen – Trainer Anthony Lutz: Saisonziel Platz fünf halten oder besser.

Ölbronn-Dürrn – Vor dem Rückrundenauftakt der Kreisklasse A strahlt Trainer Anthony Lutz Zuversicht aus. Nicht nur, weil seine SG Ölbronn-Dürrn gegen einen von der Papierform her machbaren Gegner startet, sondern auch, weil die Mannschaft sich in der Winterpause namhaft verstärkt und endlich mal eine anständige Vorbereitung absolviert hat.

VON STEFFEN-MICHAEL EIGNER

„Wir hatten zwar Testspiele mit Höhen und Tiefen, aber immerhin hat eine Vorbereitung stattgefunden“, sagt der SG-Trainer. Das sei in den vergangenen Jahren nicht immer so gewesen, vor allem wegen der schlechten Platzverhältnisse. So hatten Lutz und seine Truppe diesmal die Gelegenheit, die Schwächen zu schwächen und die Stärken zu stärken. „Unsere Schwächen sind ganz klar im Offensivspiel, wir erarbeiten uns zu wenige Torchancen. Und die wir uns erarbeiten, nutzen wir nicht konsequent genug“, sagt der Trainer, der dagegen die Stärken der SG Ölbronn-Dürrn in der Verteidigung sieht.

Ignazio d’Antoni kehrt nach langer Verletzung zurück

Die Hoffnung, dass es im Sturm besser wird, nährt nun vor allem Ignazio d’Antoni. Der Stürmer war bereits im Sommer vom SC Pforzheim nach Ölbronn-Dürrn gewechselt, hatte sich dann aber in der Saisonvorbereitung das Wadenbein gebrochen und fiel die gesamte Hinrunde aus. Jetzt ist er wieder einsatzbereit, wenngleich noch nicht bei 100 Prozent seiner Leistungsfähigkeit. Allerdings: „Der Ignazio hätte eigentlich in der A-Liga nichts verloren, wenn er nicht so trainingsfaul wäre“, winkt Anthony Lutz mit mehr als nur einem Zaunpfahl, fügt aber sogleich lobend hinzu: „Er ist ein klasse Stürmer, das habe ich im letzten Testspiel gesehen. Der steht zur rechten Zeit am rechten Ort.“

 Aber auch in der Ölbronn-Dürrner Hintermannschaft hat sich personell etwas getan. Zum einen kehrt „ein echter Dürrner Jung“ nach Hause: Dominik Jäger, der bereits Erfahrung in der Landesliga und der Bezirksliga vorweisen kann, ist in der Winterpause von Alemannia Wilferdingen zur SG Ölbronn-Dürrn gewechselt. „Er ist eine sportlich große Verstärkung für uns“, ist Lutz überzeugt. Vor allem, weil der erfahrene Jäger eine Schlüsselposition, vielleicht die wichtigste im modernen Fußball, auf dem Spielfeld einnimmt. Als Sechser im zentralen defensiven Mittelfeld ist er der Staubsauger vor der Abwehr, der die gegnerischen Angriffe abfangen soll, aber auch derjenige, der eigene Angriffszüge einleiten soll.

 Schließlich hat die SG Ölbronn-Dürrn auf der Torwartposition ihr womöglich größtes Manko in der Hinrunde beseitigt. Denn nach dem Weggang von Stefan Leicht zum 1. FC Nußbaum kurz vor dem Saisonbeginn hatte die SG Ölbronn-Dürrn in der Hinrunde keinen Ersatztorhüter. Zweimal musste deshalb mit Philipp Jäger ein Feldspieler den Kasten hüten, als der Stammtorwart Marcel Weihing passen musste. Nun ist Daniel Müller von der PSG 05 Pforzheim zur SG Ölbronn-Dürrn gewechselt. „Dass er B-Klasse gespielt hat, heißt nichts. Was ich von Daniel bisher gesehen habe, ist wirklich gut. Konkurrenz belebt das Geschäft: Auf jeden Fall hat er schon dafür gesorgt, dass Marcel Weihing regelmäßiger zum Trainieren kommt“, sagt Anthony Lutz und lacht.

 Mit den beiden Neuzugängen und dem rekonvaleszenten d’Antoni sei der Kader in der Breite um einiges stärker geworden, betont der Trainer: „Zumal wir keinen Abgang in der Winterpause hatten.“ Lutz ist daher zuversichtlich, mit seinen Mannen den derzeit fünften Tabellenplatz der Kreisklasse A 1 halten zu können und schielt sogar ein wenig nach oben. Zum Aufstieg wird es aber wohl kaum reichen, zu weit enteilt ist schon die Spvgg Zaisersweiher, als Spitzenreiter bereits 19 Punkte von Ölbronn-Dürrn entfernt. Und auch der Tabellenzweite Bauschlott hat mit 41 Zählern bereits einen satten Vorsprung vor der SG, die deren 25 auf dem Konto hat.

 Die erste Aufgabe in der Runde wartet am kommenden Sonntag im Auswärtsspiel beim TSV Wurmberg-Neubärental auf die SG Ölbronn-Dürrn. Lösbar, so scheint es auf den ersten Blick, denn die Wurmberger liegen nur auf Rang zehn. Doch Vorsicht ist geboten: Die beiden Kontrahenten trennen lediglich vier Punkte.

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