Naturparkzentrum wird Vorzeigeprojekt

Erstellt: 30. Dezember 2008, 00:00 Uhr

Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Neubaus in Betrieb genommen – Eröffnung für 16. Mai geplant

Maulbronn/Zaberfeld (pm) – Der Bau des neuen Informations- und Besucherzentrums im Naturpark Stromberg-Heuchelberg kommt gut voran. Die EnBW Regional AG und die Vereinsführung haben symbolisch eine Fotovoltaikanlage in Betrieb genommen, die auf dem Dach des Neubaus Sonnenenergie in Strom umwandelt.

Die Anlage ist Teil eines nachhaltigen Energiekonzepts zur Nutzung regenerativer Energie, mit dem die EnBW als Sponsor das Projekt „Naturparkzentrum“ unterstützt. Zu den weiteren Sponsorleistungen des Unternehmens zählen außerdem die Einrichtung einer geothermischen Wärmepumpenanlage und die Installation aller elektrischen Anschlüsse. „Naturparke verstehen sich als Motoren einer nachhaltigen Regionalentwicklung im ländlichen Raum. Umso erfreulicher, dass das Naturparkzentrum auch hinsichtlich der regenerativen Energieversorgung ein Vorzeigeprojekt wird“, begrüßt Naturparkvorsitzender Andreas Felchle, Bürgermeister von Maulbronn, das Engagement der EnBW. „Die Nutzung erneuerbarer Energiequellen ist für uns Ausdruck der Zukunftsvorsorge für eine sichere, umweltverträgliche und wirtschaftliche Energieversorgung“, so Michael Goy, Kommunalbetreuer des EnBW-Regionalzentrums Schwarzwald-Neckar und als Projektleiter verantwortlich für die Umsetzung des Energiekonzeptes.

 Innerhalb von einer Woche entstand auf dem Dach des Neubaus ein Sonnenkraftwerk, das es mit 78 Modulen aus multikristallinem Silizium à 175 Watt insgesamt auf eine Anschlussleistung von 13,65 Kilowatt-Peak (kWp) bringt. Der erzeugte Gleichstrom wird durch drei Zentralwechselrichter in netzkonformen Wechselstrom gewandelt. Pro Jahr rechnen die Fachleute des Energieversorgers mit einem Ertrag von über 12000 Kilowattstunden (kWh) – ausreichend für den Strombedarf von dreieinhalb Vier-Personen-Haushalten bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von jeweils 3500 kWh. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) beschert dem Naturpark dank der geregelten Einspeisevergütung einen jährlichen Erlös – Geld, das einen Beitrag zum Betrieb des Besucherzentrums leistet. Die Umwelt bleibt jedes Jahr von mehr als sechs Tonnen Kohlendioxid verschont, die vergleichsweise bei der Stromerzeugung in herkömmlichen Kohlekraftwerken freigesetzt würden.

 Da sich das neue Gebäude, das den Besuchern ab 16. Mai 2009 zur Verfügung stehen soll, harmonisch in die Landschaft einpassen soll, hat die EnBW schon bei der Planung darauf geachtet, dass die Fotovoltaikanlage durch einen Neigungswinkel von 25 Prozent vom Boden aus nicht zu sehen ist. Vor der Übergabe der Fotovoltaikanlage wurde alles auf eine einwandfrei funktionierende Technik überprüft. Im Fokus stehen dabei vor allem der Netz- und Anlagenschutz. Erst nachdem alle Tests erfolgreich abgeschlossen waren, konnte die technische Inbetriebnahme vollzogen werden. Seitdem speist die Anlage regenerativ erzeugten Strom in das Niederspannungsnetz der EnBW ein.

 Das Naturparkzentrum hat eine lange Vorgeschichte. Unter anderem war vorgesehen, es in der ehemaligen Klostermühle in Maulbronn einzurichten. Doch das evangelische Seminar meldete Platzbedarf für das Internat an.

  Schließlich machte die Gemeinde Zaberfeld das „Rennen“. Das Informationszentrum befindet sich in der Nähe des Stausees „Ehmetsklinge“

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