Nachbarschaftsduell um die Tabellenspitze

Erstellt: 28. November 2008, 00:00 Uhr
Nachbarschaftsduell um die Tabellenspitze Ist der SV Iptingen bereit für den Sprung nach ganz oben? Foto: Eigner

Ligaprimus Großglattbach empfängt Iptingen

Mühlacker-Großglattbach – Um nichts weniger als die Tabellenführung der Kreisliga B 5 geht es am Sonntag beim Nachbarschaftsderby zwischen dem TSV Großglattbach und dem SV Iptingen. Der Druck liegt auf Seiten der Gäste: Eine Niederlage Iptingens, und der Rückstand wäre beträchtlich.

VON STEFFEN-MICHAEL EIGNER

Einer der beiden Kontrahenten dürfte am Saisonende als Meister in die A-Liga aufsteigen, der andere die Aufstiegsrelegation spielen. Das zeichnet sich zumindest jetzt, nach knapp der Hälfte der Saison, ab. Der noch ungeschlagene Spitzenreiter Großglattbach und sein Verfolger Iptingen dominieren die Liga. Dahinter klafft bereits eine Lücke von neun Punkten zu den drittplatzierten Sportfreunden Großsachsenheim, die allerdings ein Spiel weniger absolviert haben.

 Der Absteiger Großglattbach verbuchte in seiner ersten Saison unter dem neuen Spielertrainer Güngör Topal bislang zehn Siege aus elf Spielen. Lediglich der TSV Ensingen vermochte, den Großglattbachern beim 1:1 einen Punkt abzunehmen. Ein Garant für den Erfolg ist der aktuelle Knipser vom Dienst, Bülent Dönmez, der vor der Saison vom FV Knittlingen nach Großglattbach gewechselt war. Dönmez hat alleine 15 der bis dato 34 Tore des TSV erzielt. Auch Andreas Geiger zeigt sich mit sieben Toren treffsicher.

 Doch mit dem Sturm gewinnt man bekanntlich nur Spiele, mit der Abwehr hingegen Meisterschaften. Und so hat auch die Großglattbacher Defensive mit Uwe Prohaska, Dimo Schöttle, Heiko Migulla und Christian Gläser in der hintersten Reihe sowie Schlussmann Heiko Schäfer zwischen den Pfosten großen Anteil am Erfolg. Lediglich acht Gegentore ließ das TSV-Bollwerk in der laufenden Saison bisher zu. Trainer Topal widerspricht teils: „Die Abwehrarbeit fängt bereits vorne an. Und dann kommt hinzu, dass die meisten Mannschaften sich gegen uns nicht recht in die Offensive trauen, weil sie um unsere schnellen Stürmer wissen.“

 „Da brauchen wir eben schnelle Verteidiger, die die schnellen Stürmer aufhalten. Und sichere Stürmer, die die sichere Abwehr knacken“, kontert Iptingens Trainer Wolfgang Schenkel prompt. Der Verfolger nutzte zuletzt die Gelegenheit und rückte durch seinen 2:1-Heimsieg gegen Phönix Lomersheim II bis auf zwei Punkte an die Großglattbacher heran, deren Spiel in Hohenhaslach dem Wetter zum Opfer fiel.

 Auch in Iptingen läuft der Offensivmotor wie geschmiert. 33 Tore aus zwölf Spielen. Die SVI-Abwehr indes kann sich mit den Großglattbacher Kollegen noch nicht messen. Mit 14 Gegentreffern schlug es fast doppelt so häufig im Iptinger Kasten ein. Dennoch ging die Mannschaft von Trainer Wolfgang Schenkel bis dato neunmal als Sieger, hingegen nur einmal als Verlierer vom Platz, letzteres beim 1:3 in Kleinglattbach. Zweimal spielte der SV Iptingen remis – jeweils 1:1 am ersten Spieltag gegen den TSV Ensingen und am siebten Spieltag gegen den TSV Oberriexingen.

 Gelänge es den Iptingern nun, auch dem TSV Großglattbach die erste Saisonniederlage beizubringen, übernähmen sie einstweilen die Tabellenspitze – wenngleich mit einem Spiel mehr auf dem Saldo. Bei einer Niederlage aber würde der Rückstand auf fünf Punkte anwachsen. Nach Schankels Rechnung wären es sogar acht: „Ich gehe davon aus, dass Großglattbach auch das Nachholspiel in Hohenhaslach gewinnt“, mutmaßt der Iptinger Trainer.

 „Auf Iptingen lastet der Druck des Nicht-Verlieren-Dürfens. Die haben den Aufstieg als Saisonziel ausgegeben. Wir wollen nur unter die ersten Fünf“, schanzt deshalb Großglattbachs Trainer Topal den Kontrahenten den schwarzen Peter zu. Für Topal ist Iptingen allerdings wie die gesamte B5-Liga unbekanntes Neuland. „Im Kreis Pforzheim kenne ich die meisten Teams, hier im Württembergischen kann ich die Mannschaften nicht einschätzen.“ Güngör Topals Rezept: „Der Gegner interessiert mich nicht, wir versuchen stattdessen unser Spiel durchzuziehen. Das hat bisher auch gut geklappt.“

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