Müll und Streusalz landen im Brunnen

Erstellt: 31. Mai 2012, 23:30 Uhr
Müll und Streusalz landen im Brunnen „Arbeitseinsatz“ der unerfreulichen Art: Betriebsleiter Rudi Pfisterer fischt am Morgen danach den Müll aus der Brunnenanlage vor dem Eingang zum Hallenbad.

Mühlacker. Radler und Inlineskater, die auf ihrer Tour das Käppele passieren, legen hier gerne eine Pause ein. Doch ein beliebter Treffpunkt ist das Hallenbad auch für nächtliche Ausflügler. „In aller Regel“, sagt der stellvertretende Betriebsleiter Andreas Pfisterer, „benehmen sie sich. Höchstens liegt etwas Müll herum.“

Sie, das sind allem Anschein nach Jugendliche oder junge Erwachsene, die rund ums Hallenbad feuchtfröhliche Zusammenkünfte veranstalten. Und im Einzelfall ist das mit den gleichen negativen Begleiterscheinungen verbunden wie an anderen Schauplätzen im Stadtgebiet.

Zum Beispiel in der Nacht auf Donnerstag. Als Betriebsleiter Rudi Pfisterer und sein Sohn und Stellvertreter am Morgen danach an ihrem Arbeitsplatz erschienen, bot der Brunnen vor dem Eingang ein Bild der Verwüstung. „Ein voller Mülleimer war aus der Halterung gerissen und samt dem Inhalt in den Brunnen geworfen worden, wo sich der Abfall verteilte. Drumherum lagen Müll und Scherben“, beschreibt Andreas Pfisterer den Anblick. Und als Krönung des Ganzen hatten die Unbekannten einen Kübel mit Streugut für den Winter aufgebrochen und einen Teil des Salz-Splitt-Gemischs im Brunnen verteilt.

Für das Hallenbad-Team bedeutete dies einen außerplanmäßigen Putzeinsatz und für die Besucher, dass der Brunnen vorübergehend wieder außer Betrieb war. „Wir mussten das Wasser, immerhin rund 15 Kubikmeter, komplett ablassen, um das Salz und den Splitt rauszubekommen. Anschließend muss der Brunnen neu befüllt werden“, schildert Andreas Pfisterer den Aufwand. Gemeinsam mit dem Vater fischte er gestern den Müll aus der Anlage, wobei der zerdepperte Abfalleimer nicht mehr zu retten ist und ersetzt werden muss. Gleiches gilt wohl für den Streusalz-Kübel, dessen Deckel in purer Zerstörungswut aus der Halterung gerissen wurde. Die darin deponierten Schaufeln, mit denen in der kalten Jahreszeit das Streugut eingefasst werden soll, schwammen im eingetrübten Wasser am Grund der Brunnenanlage.

Ein echtes Ärgernis, zumal das Hallen- und Freibadteam naturgemäß nichts gegen junge Leute hat. Selbst zurückgelassene Wodka- und Bierflaschen werden noch toleriert. Wenn aber, wie schon geschehen, der gesamte Vorplatz mit Glasscherben übersät sei, dann fehlt den Verantwortlichen jegliches Verständnis. „Hier sind schließlich viele Radfahrer unterwegs, die durch die Scherben fahren – und im Brunnen planschen gerne Kinder barfuß“, sieht Andreas Pfisterer ein völlig unnötiges Gefahrenpotenzial. Wenn sich solche Fälle häuften, kündigt Rudi Pfisterer an, werde man sich überlegen, sich über die Stadt an die City-Streife zu wenden, damit die stichprobenartig nach dem Rechten sieht.

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