Moderne Technik und mehr Licht

Erstellt: 31. Oktober 2011, 00:30 Uhr
Moderne Technik und mehr Licht Hinter dem Kruzifix verbirgt sich das Ostfenster, durch das nach der Renovierung wieder Licht in den Turmchor fallen wird.

Mühlacker. Ihre Anregungen und Wünsche im Zusammenhang mit der Innenrenovierung der St.-Andreas-Kirche haben am Sonntag die Gemeindeglieder zum Ausdruck gebracht. Im Anschluss an den Gottesdienst präsentierten Pfarrer Beatus Widmann, Architekt Erhard Lämmle und der Kirchengemeinderat das Projekt und stellten sich den Fragen der rund 30 Diskussionsteilnehmer.

Mit einer Investitionssumme von 230000 Euro rechnen Kirchenpflege und Kirchengemeinderat. Knapp die Hälfte davon kommt aus Zuschüssen von Landeskirche und Kirchenbezirk. „Wir haben die Zuschussfähigkeit erreicht“, sagte Widmann. Diese ist gegeben, wenn die Gemeinde 30000 Euro vorweisen kann, und das Spendenkonto überstieg diesen Betrag bereits Anfang Juli.

Vordringlich renoviert werden muss die Technik. Sämtliche elektrischen Anlagen sind auf dem Stand der 50er Jahre. „Es sind überall noch zweiadrige Kabel verbaut“, erklärte Kirchengemeinderatsvorsitzende Barbara Straub. Die Heizung und die Lautsprecheranlage seien veraltet, und die Beleuchtung sei unzureichend. Wie Architekt Lämmle ausführte, wird eine Bankheizung die ineffektiven Wärmespender aus Metallrohren ersetzen, und nach der Renovierung soll Schluss sein mit dem diffusen Licht im Altarraum. Vorgesehen sei eine Regelungstechnik, mittels derer das Licht per Knopfdruck der jeweiligen Stimmung und dem Anlass entsprechend angepasst werden kann.

Im Zuge der Sanierung werden die Holzfußböden und Kirchenbänke abgeschliffen, gespachtelt und neu lasiert sowie die Wände freundlich und hell gestaltet. Auf einem separaten, zweckgebundenen Spendenkonto liegen weitere gut 13000 Euro für die Sanierung der Kirchenfenster. Damit sollen die beiden vorhandenen Verglasungen im Turmchor und das zugemauerte Ostfenster, durch das eigentlich das erste Morgenlicht in den Chor fallen soll, mit isoliertem Sicherheitsglas versehen werden. Schlichtes, weißes Glas mit subtil eingeätzten Motiven sieht das Konzept der Glaskünstlerin Angelika Weingardt von der Kunsthochschule Stuttgart vor. „Der Chorraum soll ein Ort der Stille sein“, sagte Widmann und ergänzte: „Weiß ist alles andere als langweilig.“

Mit der Öffnung des Ostfensters müsse allerdings das große Kruzifix von der Ostwand abgehängt werden. Er schlug vor, dieses staubfrei und trocken zu deponieren. Aus den Reihen der Gemeinde kam die Anregung, das Kruzifix an einer anderen Stelle im Chor zu platzieren. Einen großen Raum nahm die Frage der Lichtverhältnisse im Kirchenschiff ein. Schon vor zehn Jahren habe man sich im Kirchengemeinderat eingehend mit diesem Thema auseinandergesetzt und es am Ende bei einer Vergoldung der vorhandenen Lichtquellen belassen, erklärte ein Diskussionsteilnehmer. Ein anderer Besucher bedauerte, dass im Zuge der Renovierung nicht alle, sondern nur die drei Fenster im Turmchor eine Wärmeschutzverglasung erhalten sollen. Mit dieser Materie habe sich auch der Umweltausschuss der Gemeinde beschäftigt, sagten der Pfarrer und die Kirchengemeinderatsvorsitzende, doch, so Barbara Straub: „Im Moment haben wir nicht die Mittel.“

Der Zeitplan für die Sanierung sieht vor, dass die Arbeiten nach der Konfirmation beginnen und vor dem ersten Advent 2012 abgeschlossen sind.

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