Moderne Anlage soll Attraktivität steigern

Erstellt: 29. April 2008, 00:00 Uhr
Moderne Anlage soll Attraktivität steigern Dürfen sich über Pokale freuen: die Sieger des großen Maischießens auf der neuen Wiernsheimer Anlage. Foto: Küppers

Hochbetrieb bei Wiernsheimer Sportschützen – Vereins- und Jedermannschießen auf sanierter Bahn

Wiernsheim – Die Sportschützen Wiernsheim haben am Wochenende nicht nur ihr beliebtes Vereins- und Jedermannschießen veranstaltet, sondern nach mehr als zweieinhalbjähriger Bauzeit auch die modernisierte Schießanlage in Betrieb genommen.

VON RALPH KÜPPERS

Es war nicht nur der Ersatz des vorhandenen, teils verrotteten Kugelfangs, an den sich die Schützen gemacht hatten. Sie wollten vielmehr ihre Anlage so aufrüsten, dass künftig mit noch mehr verschiedenen Waffen geschossen werden kann, was eine Mitgliedschaft im Verein attraktiver machen soll. Der Vorsitzende Bernd Weigmann, von einem Gratulanten als „Vater des Gedankens und Vater der Ausführung“ charakterisiert, stellte in kurzen Worten das Projekt vor. Nach der Flurbereinigung wurden in den Jahren 1983 bis 1988 Schützenhaus und Kleinkaliber-Bahn erbaut. „Seit ich 1994 Vorsitzender geworden bin, hatte ich unter anderem das Ziel, bei uns das Vorderladerschießen zu ermöglichen“, sagte Weigmann. Vom Bauantrag im Jahr 2005 war es nicht weit bis zur Bewilligung entsprechender Zuschüsse. Probleme traten erst später auf. Der Rohbau war bis Weihnachten 2005 fertig, das Maischießen 2006 wurde aber sicherheitshalber auf Herbst verlegt. Zu diesem Zeitpunkt konnte auf der provisorisch hergerichteten Anlage wieder geschossen werden.

Schützen schaffen sich optimale Bedingungen

Doch das beliebte Vereins- und Jedermannschießen 2007 fiel den Auflagen des Landratsamts zum Opfer. Erst seit der endgültigen Standabnahme, die vor zwei Wochen erfolgte, ist der Schießbetrieb jetzt wieder möglich. Der Kugelfang wurde verstärkt, die Schützen erweiterten ihre Bahnen und damit auch die sportlichen Möglichkeiten. Der Vorsitzende freute sich bei darüber, dass in Wiernsheim jetzt mit allen Waffenarten geschossen werden dürfe, die der Deutsche Schützenbund anbiete oder die bei Jägern gebräuchlich seien.

 Besonderer Dank galt den fleißigsten Helfern, die insgesamt rund 2800 Arbeitsstunden geleistet hatten. Bürgermeister Karlheinz Oehler lobte den Verein und sagte: „Jede Mark Startkapital von Gemeinde und Sportkreis hat sich gelohnt.“ Kreisoberschützenmeister Helmut Steffan (Illingen) sprach von „optimalen Bedingungen“, die sich die Wiernsheimer Schützen jetzt geschaffen hätten.

 Im Jahr ihres 40-jährigen Bestehens verzeichneten die Sportschützen am Wochenende besonders großen Zuspruch zum Vereins- und Jedermannschießen auf der neuen Anlage. 100 Einzelschützen und 38 Mannschaften nahmen teil. Bei den Einzelschützen gewann Holger Gille mit zweimal 30 Ringen vor Tommy Grabo (einmal 30), Rolf Gille (Glücksscheibe) und Bernd Sigle (einmal 30). Den Damenpokal gewann Stefanie Müller (30 Ringe) vor Miriam Brunner (29) und Sabine Kräge (28).

 Bei der Jugend gewann Pascal Bossert mit 28 Ringen vor Michele Onolfo (27) und Daniel Schneider (25). Erstmals wurde Fallplattenschießen angeboten. Wie beim Biathlon mussten fünf nebeneinander angeordnete Stahlplatten umgeschossen werden. Zum Einsatz kam ein Luftgewehr für bis zu zwölf Schüsse.

 Alle fünf Platten in nur 1,95 Sekunden traf Ulli Pries. Klaus Becker benötigte 2,23 Sekunden. Bei den Jugendlichen war Daniel Schneider in 2,03 Sekunden am schnellsten, gefolgt von Maurice Pfennig (2,25 Sekunden). Insgesamt beteiligten sich 50 Teilnehmer an dem Wettbewerb. Die Ehrenscheibe für den schönsten Zehner gewann Ulli Pries mit einem 234-Teiler, Michael Bertsch hatte einen 237-Teiler.

 Die Mannschaftswertung ging an die Wiernsheimer Feuerwehr: Claus Bubser, Marco Fix und Jörg Weigmann erwiesen sich mit 168 Ringen als besonders treffsicher. Es folgten das „Raatz-Team“ mit 164 und „Die drei Muchachos“ mit 161 Ringen, bevor die zweite Feuerwehr-Mannschaft auf Rang vier folgte.

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