Mit Rockmusik dem Terror trotzen

Erstellt: 29. November 2008, 00:00 Uhr
Mit Rockmusik dem Terror trotzen Musikalischer Botschafter: Das Holztrio möchte auch bei seinem Gastspiel in Indien für gute Stimmung sorgen – trotz allem. Foto: Archiv

Holztrio plant für das neue Jahr zwei Konzerte zugunsten einer Straßenkinderschule im indischen Bangalore

Mühlacker – In Bombay brennen die Hotels und machen die Terroristen Jagd auf Ausländer. Doch noch sind die Musiker des „Holztrio“ fest entschlossen: Ende Januar wollen sie eine Konzertreise nach Indien antreten.

VON THOMAS EIER

Harry Klenk, Manfred Wirth und Frank Schmidt verfolgen die dramatischen Ereignisse in Mumbai, dem früheren Bombay, mit besonderer Aufmerksamkeit – und mit einem mulmigen Gefühl. Weiten sich die Terroranschläge zum Flächenbrand aus?
 Noch sind es knapp sechs Wochen bis zur Abreise, und Bangalore ist mehr als 1200 Kilometer vom Brennpunkt Mumbai entfernt. Dennoch: Kalt lassen die Musiker die Bilder aus den Nachrichtensendungen nicht. „Wenn das so weitergeht . . .“, wagt Harry Klenk gar nicht an eine weitere Eskalation zu denken. Schließlich will er mit seinen beiden Kollegen nicht nur einen Höhepunkt der bisherigen Bandgeschichte erleben, sondern in Indien vor allem helfen: Geplant sind zwei Benefizkonzerte, mit denen eine Schule für Straßenkinder in Bangalore unterstützt werden soll.

 Vermittelt hat den Kontakt zum Shanti Bhavan Children’s Projekt der ehemalige Mühlackerer Hans-Georg Hummel, der als Managing Director eines Ludwigsburger Unternehmens dessen Standort in Bangalore betreut. Weil Hummel nicht nur ein alter Fußballkamerad von Harry Klenk und ein großer Fan des „Holztrio“ ist, sondern auch ein Freund der 1997 gegründeten Straßenkinderschule, die den Ärmsten der Armen zu einem Obdach und einer Ausbildung verhilft, knüpfte der Hohenhaslacher die Kontakte zwischen Mühlacker und Südasien. Die Idee: Im Rahmen eines groß angelegten Projekts, bei dem Geld für die 180 Kinder in der Shanti-Bhavan-Schule gesammelt werden soll, tritt auch das heimische „Holztrio“ in Aktion.

 „Geplant sind zwei Konzerte“, berichtet Harry Klenk, „ein großes Open-Air auf dem Schulgelände und ein Konzert im deutschen Goetheinstitut vor geladenen Gästen, darunter viel Prominenz aus Wirtschaft und Politik.“ Jeweils sollen die Rock- und Popklassiker, die das „Holztrio“ auf unverwechselbare Art interpretiert, die Besucher in Spendierlaune versetzen.

 „Für uns als regionalen Act ist das schon eine Riesensache“, freut sich Harry Klenk auf das Gastspiel in Indien, das ab 30. Januar zehn Tage dauern soll. Begleitet werden die Musiker von den Ehefrauen und ihrem bewährten Tontechniker. Nachdem sich bislang die Auslandsauftritte der 1995 gegründeten Formation auf Österreich und die Schweiz beschränkt haben, ist Indien eine deutlich andere Hausnummer.

 Die Vorfreude ist entsprechend, trotz der jüngsten Horrormeldungen. „Wir werden die Lage weiter beobachten“, sagt Klenk, „erst wenn es Warnungen von offizieller Seite oder weitere Stornierungen von Flügen geben sollte, müssten wir uns die Sache nochmals neu überlegen.“ Bis dahin sorgt der „Christmasrock“ vor der Haustür in Ötisheim noch für die nötige Ablenkung.

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