Mit langem Atem aus dem Tabellenkeller

Erstellt: 29. Dezember 2006, 00:00 Uhr
Mit langem Atem aus dem Tabellenkeller Durchtanken: Ranklotzen müssen die Sportfreunde-Kicker (r.), um dem Abstieg doch noch zu entgehen. Foto: mtav

Die Sportfreunde Mühlacker hoffen zu Beginn der Kreisliga-Rückrunde auf eine kleine Serie:

Helmut Frey hat schon immer schwierige Aufgaben bewältigt. Ob beim FSV Eisingen, der SK Hagenschieß oder dem 1. FC Schellbronn – Frey gab sich stets kämpferisch. Auch jetzt wieder bei den Sportfreunden Mühlacker. Nach dem Aufstieg tut sich seine Mannschaft in der Kreisliga schwer. Sechs Pünktchen hat man bislang hamstern können. Um dem Nichtabstieg zu entkommen, muss man in der Rückrunde allerdings kräftig zulegen.

VON DOMINIQUE JAHN

Rückblick: Vergangenes Jahr um diese Zeit hatten die Sportfreunde acht Punkte Rückstand auf den Zweitplatzierten in der A-Liga. Niemand rechnete mehr mit dem Aufstieg. Doch das Team von Trainer Helmut Frey legte eine beeindruckende Serie hin und schaffte am Ende doch noch den Sprung auf einen Relegationsplatz. Im Aufstiegsspiel bezwang man Büchenbronn. „Damit hatte niemand gerechnet“, erinnert sich Frey. Die Saisonplanung mit Neuverstärkungen gestaltete sich dadurch schwierig. Echte Kracher konnten die Senderstädter nicht an Land ziehen. „Wir wussten deshalb von Anfang an, dass es schwer wird“, so Frey, der sich zur Winterpause jedoch sechs Punkte mehr erhofft hatte.

 Doch Abgänge, Verletzungspech und fehlende Erfahrung machten den Sportfreunden zu schaffen. So musste Frey auf fünf Leistungsträger verzichten. Timo Schäffner (Ersingen) und Sezai Özdemir (Türkischer SV Mühlacker) verließen den Verein. Francesco Ponce, Weerayut Rakkan und Sven Krzewinsky mussten beruflich bedingt kürzer treten. Zudem fiel mit Sven Kuderna die Nummer eins der Sportfreunde acht Spiele lang aus.

 Entscheidende Partien wurden so verloren, vor allem gegen Teams die ebenfalls im Abstiegskampf stecken. Was fehlte? „Wir konnten in wichtigen Momenten unsere Leistung nicht abrufen und einigen Spielern fehlt einfach auch die Erfahrung“, analysiert der Trainer. Der Misserfolg wirkte sich natürlich auch auf die Motivation der Akteure aus. So musste Frey in diesem Jahr auch schon mal ein Training ausfallen lassen, weil nur sieben Spieler anwesend waren. „Das habe ich noch nie gemacht, aber es hat gewirkt. Beim nächsten Mal waren wieder mehr da“, sagt der Coach.
Ausblick: In der Vorbereitung sollen die Sportfreunde jetzt richtig ranglotzen. „Wichtig ist, dass wir in der Rückrunde unseren Gegnern läuferisch über 90 Minuten Paroli bieten können“, sagt Frey und kündigt einige harte Konditionseinheiten an. Am 18. Januar geht es für die „Letten“-Elf wieder los. Dreimal in der Woche bittet Frey seine Schützlinge dann auf den Platz. „Ein guter Start in die Rückrunde ist das A und O“, sagt der Übungsleiter. „Mit einer kleinen Serie können wir uns da unten rausschießen.“ Das Ziel am Ende ist Platz elf. Schellbronn, Königsbach und den Türkischen SV Pforzheim will man dabei hinter sich lassen. „Der FSV Buckenberg wird sich wohl weiter nach oben orientieren“, meint der Coach der Sportfreunde.

Personal: Nicht viel verändern will Helmut Frey in seiner Trainingsarbeit. Auch der Kader wird wohl kaum großen Zuwachs bekommen. Mit dabei werden in der Rückrunde aber wieder Angreifer Francesco Ponce und Sven Krzewinsky sein, die ihre Zusage gegeben haben. Bei Weerayut Rakkan gestaltet sich das dann schon ein wenig schwieriger. Der Stürmer arbeitet und wohnt in Stuttgart. Der zeitliche Aufwand für einige Trainingseinheiten ist einfach zu groß. Deshalb sind sie Sportfreunde Mühlacker weiter auf der Suche nach Verstärkungen. Zwei Spieler hat Frey im Visier. „Beide sind variabel einsetzbar“, soviel lässt der Coach durchsickern.

 Seit 22 Jahren ist Frey nun schon im Trainergeschäft. Niemals hat er aufgegeben und so wird es auch in diesem Jahr wieder sein. „Wenn alle hundert Prozent mitziehen, dann können wir in der Rückrunde noch für die ein oder andere Überraschung sorgen. Es wird bis zum Schluss hart, aber wir halten die Liga.“ Helmut Frey hat schon immer schwierige Aufgaben bewältigt.

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