Minister nennt Sternenfels Impulsgeber

Erstellt: 30. Juni 2007, 00:00 Uhr
Minister nennt Sternenfels Impulsgeber Hoher Besuch in Diefenbach: Minister Peter Hauk präsentiert LeitlinienDie Richtlinien des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum sind gestern in der Diefenbacher Gießbachhalle vorgestellt worden: Der Sternenfelser Alt-Bürgermeister Helmut Wagner (v.l.), Harry Brunnet, Vize-Präsident des Gemeindetages Baden-Württemberg, die amtierende Bürgermeisterin Sigrid Hornauer, Minister Peter Hauk und Hartmut Alker vom Ministerium für Ernährung und Ländlicher Raum bei der Tagung. Foto: Garhöfer

Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum: Landesminister stellt in Diefenbach neues Regelwerk vor

Sternenfels-Diefenbach – In der Diefenbacher Gießbachhalle trafen sich gestern über 200 Vertreter von Gemeinden, Kreisen und Behörden, um mit Minister Peter Hauk und Planungsexperten über die neuen Richtlinien des Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) zu diskutieren.

VON ANDREA GARHÖFER

Ein überaus passender Ort für die Tagung, fand der Minister für Ernährung und Ländlichen Raum: „Von der Gemeinde Sternenfels gingen schon viele Impulse für Dorfentwicklungsprojekte im Land aus“, so Peter Hauk. Genauso sahen es auch die Sternenfelser Bürgermeisterin Sigrid Hornauer und ihr Amtsvorgänger Helmut Wagner, der den Teilnehmern bei einem Rundgang durch Diefenbach verschiedene ELR-Projekte in der Ortschaft vorstellte. „Sternenfels und Diefenbach haben von den verschiedenen Landesförderungen zur Dorfentwicklung sehr profitiert, ohne diese Unterstützung sähen beide Ortschaften heute ganz anders aus“, unterstrichen sie.
 Allein im Rahmen der Dorfentwicklung habe das Land über 200 Maßnahmen von Privatleuten gefördert, im öffentlichen Bereich wurden unter anderem die Gießbachhalle, der Gewerbepark oder das TeleGIS Zentrum mit ELR Mitteln gefördert. Allerdings sei diese Förderung keine Einbahnstraße gewesen. „Wir haben in der Gemeinde nicht nur viele Ideen entwickelt, sondern sie auch modellhaft umgesetzt. Vieles davon gehört heute in den Gemeinden des ländlichen Raums zum Standard“, unterstrich Helmut Wagner.

 Gebäude mit Mehrfachnutzung wie das Diefenbacher Dorfgemeinschaftshaus oder die Entwicklung des naturnahen Gewerbeparks nannte Wagner als Beispiele. Und dieses „Geben und Nehmen“ zwischen Land und Kommune sieht man in Sternenfels auch als praktikables Modell für die Zukunft. Minister Hauk selbst nannte zwei aktuelle Sternenfelser Projekte, die auch für andere Gemeinden wegweisend sein könnten: Das Projekt zur Breitbandversorgung und das mobile Bürgerbüro, das durch den demografischen Wandel für die Zukunft immer wichtiger würde. Gerade die anstehenden Veränderungen und Herausforderungen für die Kommunen durch die Veränderung in der Bevölkerungsentwicklung und den klimatischen Wandel habe das Land in den neuen ELR-Richtlinien verstärkt berücksichtigt, so Hauk.

 „Prioritäten in der Förderung haben künftig Wohnbaumaßnahmen und ökologische Sanierungen in den alten Ortskernen. Das spart Flächen und Energiekosten“, sagte der Minister. Änderungen gibt es aber auch bei der Förderung von Gewerbegebieten: ein Zuschuss vom Land ist künftig nur noch bei interkommunalen Projekten möglich oder für die Reaktivierung von Gewerbebrachen.

 Insgesamt habe sich das ELR in den letzten zwölf Jahren seines Bestehens bewährt, so das Fazit von Minister Hauk. „Wir haben über 800 Millionen Euro Fördermittel ausgegeben und damit Investitionen in Höhe von sechs Milliarden Euro angestoßen.“ Die im ELR festgelegte Partnerschaft zwischen Land und Kommunen halten auch Bürgermeisterin Hornauer und Helmut Wagner für zukunftsfähig: „Das Beispiel Diefenbach als lebendiges Dorf mit Zukunft zeigt, dass die finanzielle Unterstützung des Landes bei der Dorfentwicklung wichtig ist. Aber die Ideen und die Kraft für die Umsetzung der Projekte müssen aus den Gemeinden und den Dorfgemeinschaften kommen. Dorfentwicklung ist und bleibt ein Generationenprozess.“

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