Mehr Sicherheit für Schüler

Erstellt: 30. August 2007, 00:00 Uhr
Mehr Sicherheit für Schüler Kreisel-Freigabe: Oberbürgermeister Schütterle und Landrat Röckinger (vorne M.) schneiden das Band durch. Foto: Sadler

Kreisverkehr in Lomersheim eingeweiht – Kreisel in Mühlacker längst bewährt

Mühlacker-Lomersheim – Die Autofahrer nutzen ihn schon seit Wochen, gestern ist er offiziell freigegeben worden: der Kreisverkehr am Ortseingang von Lomersheim im Bereich Dresdner Straße/Im Letten. An anderen Stellen geht’s in Mühlacker schon lange rund. Bilanz: Die Kreisel bewähren sich.

VON THOMAS SADLER

Mit dem Kreisverkehr in Lomersheim ist ein altes Problem gelöst. „Problematisch waren vor allem die überdurchschnittlich hohen gefahrenen Geschwindigkeiten auf der lang gestreckten, geradlinigen Ortseinfahrt aus Richtung Mühlacker“, stellte Landrat Karl Röckinger fest. Da außerdem mit 5400 Fahrzeugen am Tag ein hohes Verkehrsaufkommen besteht, war auch das Unfallrisiko, nicht zuletzt für die Fußgänger, groß. Das soll jetzt anders werden. Durch den Kreisel, der einen Außendurchmesser von 28 Metern und gleichberechtigte Zufahrtsäste und Querungshilfen für Fußgänger aufweist, verspricht sich Landrat Röckinger an dem neuralgischen Punkt mehr Sicherheit. Durch den Kreisverkehrsplatz – die Fahrbahnbreite beträgt 5,50 Meter plus einen zwei Meter breiten überfahrbaren Pflasterstreifen – sei eine sichere Gehwegverbindung zwischen den Wohnsiedlungen und den Haltestellen auf der einen Seite und dem Gewerbegebiet Letten auf der anderen Seite der Kreisstraße entstanden. Die Baukosten von 340000 Euro teilen sich der Enzkreis und die Stadt Mühlacker jeweils hälftig.

 Auch Oberbürgermeister Arno Schütterle hob den Sicherheitsaspekt hervor. Dieser sei umso wichtiger als täglich rund 180 der etwa 300 Blumhardt-Schüler die Kreisstraße überqueren müssten. Doch ungeachtet aller Verbesserungen wünsche er sich mehr Rücksicht der Autofahrer gegenüber den schwächeren Verkehrsteilnehmern. Erleichtert zeigte sich bei der Freigabe des Kreisels der Leiter der Blumhardt-Schule, Reinhard Wurster. „Wir haben uns deshalb für den Kreisverkehr eingesetzt und waren in die Planung eingebunden.“

 Der erste Rundkurs im Enzkreis entstand übrigens bereits vor rund 20 Jahren in Lomersheim am Ortsausgang Richtung Mühlhausen. Mittlerweile gibt es sieben Kreisel in Mühlacker und verschiedenen Stadtteilen. „Die haben sich alle bewährt“, freut sich Tiefbauamtsleiter Fritz Schick. Die Kosten bewegten sich zwischen circa 20000 Euro (Mini-Kreisel in Enzberg) und rund 340000 Euro – je nach Ausführung und abhängig davon, ob die Straßenränder umgebaut werden mussten. Der nächste lässt nicht lange auf sich warten: Auch an der Kreuzung Post-/Bahnhofstraße entsteht ein Kreisverkehr.
 Ob der provisorische Kreisel Lienzinger Straße/Osttangente zu einer weiteren festen Einrichtung wird, ist unklar. Zwar meint Fritz Schick, „das wäre für den Verkehrsablauf nicht schlecht“, doch wären dann bauliche Maßnahmen vorzunehmen. Zurzeit erfolgt hier die Abgrenzung durch Baken.

 Jedenfalls läuft der Verkehr dank der Kreisel runder. „Die Wartezeiten für Autofahrer und Fußgänger werden minimiert“, beschreibt Schick einen der Vorteile. Billiger sei diese Lösung auch noch, da Strom- und Wartungskosten für Ampelanlagen wegfielen. Wichtig: Die Unfallgefahr sinke, weil in einem Kreisverkehr langsamer gefahren werde als auf einer geraden Strecke. Und außerdem werde das Ortsbild durch einen begrünten Kreisel aufgewertet.

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