Maulbronner Mobilfunk-Debatte schlägt Wellen

Erstellt: 29. Februar 2012, 00:30 Uhr

Maulbronn/Stuttgart. Die Diskussion um den Mobilfunkmast auf dem Dach des künftigen Grundbuchamtes in Maulbronn schlägt Wellen. Der Landtagsabgeordnete Thomas Marwein (Grüne) hat sich in die Angelegenheit eingeschaltet. Marwein, Umwelt- und Lärmpolitischer Sprecher seiner Fraktion und Mitglied des Petitionsausschusses, fordert den Maulbronner Bürgermeister Andreas Felchle in einem Schreiben dazu auf, „die berechtigten Sorgen der Maulbronner Bürgerinnen und Bürger ernst zu nehmen und den Standort der Mobilfunkantennen zu überprüfen“. Außerdem empfiehlt er, „Vorsorge- beziehungsweise Minimierungskonzepte in der Gemeinde zu entwickeln, diese in der Bauleitplanung zu verankern und das Planungsrecht der Gemeinde auszuüben“. Marwein schließt mit einem Wunsch: „Zudem bitte ich Sie, mir die Gründe für die Ablehnung des alternativen Standortes im Maulbronner Wald mitzuteilen.“ Der Bürgermeister hat dem Abgeordneten geantwortet. Er übt in seinem Brief auch Kritik am Stil des Grünen-Politikers. „Es wäre nicht schlecht gewesen, Sie hätten erst einmal die Bürgervertretung der Stadt Maulbronn (…) gefragt, wie es denn tatsächlich vor Ort aussieht, ehe Sie an mich appellieren.“ Die Bemerkung Marweins, dass der alternative Standort im Wald auf einem Wasserhochbehälter ebenso gut geeignet sei, sei schlicht falsch. Fakt sei, dass dieser Standort auf seinen Vorschlag hin überprüft, aber von allen in Maulbronn vertretenen Mobilfunkanbietern als ungeeignet eingestuft worden sei. „Als gleichwertigen Ersatz für den bestehenden Standort müssten auf den Höhenlagen des Salzachtales mindestens zwei, voraussichtlich noch deutlich mehr neue Standorte geschaffen werden.“ Vor diesem Hintergrund habe sich der Gemeinderat „mit großer Mehrheit“ für den Erhalt des bestehenden Standortes ausgesprochen.

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