Maulbronner Gastlichkeit aus einer Hand

Erstellt: 31. Mai 2008, 00:00 Uhr
Maulbronner Gastlichkeit aus einer Hand In neuen Händen. Foto: Fotomoment

Gastronomen-Familie Schempf vom Restaurant „Klosterschmiede“ übernimmt auch das Hotel „Klosterpost“

Maulbronn – Gehobene Gastronomie und moderne Übernachtungsmöglichkeiten: Diese beiden Angebote gibt es künftig in Maulbronn aus einer Hand. Die Familie Schempf, die das Restaurant „Klosterschmiede“ betreibt, hat das Hotel „Klosterpost“ übernommen.

VON THOMAS EIER

Die beiden Betriebe stehen für eine lange Tradition der Gastfreundschaft in Maulbronn. So hat das denkmalgeschützte Gebäude der „Klosterpost“ ursprünglich bereits den Zisterzienser-Mönchen als Gästehaus gedient. Nachdem zwischenzeitlich die Poststationen der Familie von Thurn und Taxis und der königlich-württembergischen Post in dem markanten Anwesen in zentraler Lage untergebracht waren, eröffnete im 19. Jahrhundert das Hotel und durfte danach viele illustre Gäste beherbergen, wie den Dichter Friedrich Hölderlin, den Autobauer Wilhelm Maybach oder den Bundespräsidenten Theodor Heuss.

 Ähnlich weit zurück reicht die gastronomische Tradition der Familie Schempf, führten doch schon an der Schwelle zum 20. Jahrhundert Louis Friedrich und Christine Schempf, die Urgroßeltern der heutigen Klosterwirte, den „Ratskeller“. Heute bietet am gleichen Standort im Klosterhof das Restaurant „Klosterschmiede“ eine gepflegte Gastlichkeit mit regionalen und internationalen Spezialitäten.

 Aus Sicht von Küchenchef Karl Schempf und Betriebswirt Jürgen Schempf hat der Verkauf der nahe gelegenen „Klosterpost“ die Gelegenheit eröffnet, den gastronomischen Service in der „Klosterschmiede“ durch eine ansprechende Unterkunft für die Gäste zu ergänzen. „Wir haben unter anderem viele größere Gesellschaften zu Gast, weshalb wir schon in der Vergangenheit mit dem Hotelbetrieb kooperiert haben“, berichtet Jürgen Schempf. Mit dem Entschluss, das Hotel zu übernehmen, könnten die Dienstleistungen von Restaurant und Hotel aus einer Hand angeboten werden.

 Die neuen Eigentümer haben bei laufendem Betrieb bereits damit begonnen, die Vier-Sterne-Zimmer der „Klosterpost“, die über 100 Betten verfügt, grundlegend zu renovieren, um bis zum Herbst ein modernes, attraktives Flair zu schaffen. Für das zum Hotel gehörende Restaurant wurde ein neues Konzept erarbeitet. „Es steht unter der Woche für Veranstaltungen und Tagungen zur Verfügung, während an den Sonn- und Feiertagen für alle Gäste geöffnet ist“, informiert Jürgen Schempf.

 Die Zahl der Mitarbeiter des Familienbetriebs habe sich durch die Übernahme der „Klosterpost“ auf rund 30 verdoppelt. Die Beschäftigten des Hotelbetriebs, so Schempf, seien „zum großen Teil“ übernommen worden.

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