Maulbronn gibt eigene Waldbewirtschaftung auf

Erstellt: 21. Juli 2011, 18:00 Uhr
Maulbronn gibt eigene Waldbewirtschaftung auf Die Stadt Maulbronn gibt zum Ende des Jahres ihren Waldbauhof ab. Verkauf werden soll auch die Waldhütte Hamberg an das Land.

Maulbronn. Die Stadt Maulbronn wird aus Kostengründen ihren Waldbauhof zum 31. Dezember 2011 auflösen. Dies entschied der Maulbronner Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Einer der beiden Forstwirte des Waldbauhofes Maulbronn wird künftig im Bauhof der Stadt Maulbronn arbeiten, für den zweiten Mitarbeiter wird noch nach einer sozialverträglichen Lösung gesucht. Die forstwirtschaftlichen Arbeiten werden künftig von Forst Baden-Württemberg, einem landeseigenen Betrieb, übernommen, mit der die Stadt Maulbronn einen Vertrag abgeschlossen hat. In mehreren Wortbeiträgen wurde deutlich gemacht, dass eine Qualitätseinbuße bei der Waldbewirtschaftung nicht zu erwarten sei.

Arbeitsgruppe sucht nach Einsparmöglichkeiten

Eine vom Gemeinderat eingesetzte Arbeitsgruppe „Personal“ befasste sich in drei Sitzungen mit Möglichkeiten der Personaloptimimierung und weiterer Einsparmöglichkeiten. Die Ergebnisse wurden in einer nichtöffentlichen Sitzung vorgestellt. Als konkreter Vorschlag der Arbeitsgruppe wurde die Auflösung des städtischen Waldbauhofes und damit die Einsparung von zwei ganzen Personalstellen vorgeschlagen. Dies habe zur Folge, so Bürgermeister Andreas Felchle am Mittwoch, dass ab dem nächsten Jahr sämtliche forstwirtschaftliche Arbeiten im städtischen Wald an Fremdfirmen vergeben würden. Bisher vom Waldbauhof erbrachte Leistungen, die nicht direkt mit der Holzernte beziehungsweise Pflegemaßnahmen zu tun haben, müssen künftig vom städtischen Bauhof übernommen werden, hieß es in der Gemeinderatssitzung. Dazu gehören beispielsweise die Müllbeseitigung im Wald und Arbeiten für öffentliche Einrichtungen. Nach Aussagen von Bürgermeister Felchle können durch die Schließung des Waldbauhofes Personalausgaben in Höhe von 90000 Euro eingespart werden, denen jedoch Mehrausgaben bei der fremden Bewirtschaftung des Waldes von 40000 Euro gegenüberstehen.

Einer der Forstwirte hat sich auf eine freie Stelle des städtischen Bauhofes beworben und kann diese Stelle am 1. August antreten.

Für den zweiten Forstwirt suche die Stadtverwaltung nach einer sozialverträglichen Lösung, wurden die Gemeinderatsmitglieder informiert. Mit dem Kreisforstamt soll eine Möglichkeit gefunden werden, dem aus betrieblichen Gründen gekündigten Mann beim landeseigenen Betrieb Forst-BadenWürttemberg einen Arbeitsplatz zu verschaffen.

Stadtrat Peter Wilhelm hatte zunächst angeregt, erst über die Zukunft des Waldbauhofs zu entscheiden, wenn die Personalie geklärt sei. Dem widersprach Rathauschef Felchle: „Sonst können wir die geplante Schließung zum Ende des Jahres möglicherweise nicht einhalten.“

Die Stadtverwaltung empfahl dem Gemeinderat nach der Aufgabe des Waldbauhofes, sich auch von den Liegenschaften Waldhütte Hamberg und Nebengebäude zu trennen. Der Schultes: „Eine Verwaltungseinrichtung, die bislang schon betriebswirtschaftlich unrentabel war, darf nicht länger Kosten verursachen.“

Im nichtöffentlichen Sitzungsteil der Gemeinderatssitzung sprach sich das Gremium dafür aus, die Waldhütte Hamberg und die Nebengebäude des Waldbauhofes dem Land zum Kauf anzubieten. Sobald ein geeigneter Käufer oder Pächter gefunden sei, würden auch Fragen zur Nutzung der Liegenschaft für kommunale Zwecke und für Vereine geklärt. Andreas Felchle: „Die Hütte soll weiter den Vereinen zur Verfügung stehen.“

Bei drei Enthaltungen von Mitgliedern der Liste Mensch und Umwelt stimmte der Maulbronner Gemeinderat im öffentlichen Sitzungsteil zu, dass der Waldbauhof zum Ende des Jahres 2011 seinen Betrieb einstellen wird.

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