Lomersheim kassiert eine bittere Niederlage

Erstellt: 29. Oktober 2007, 00:00 Uhr
Lomersheim kassiert eine bittere Niederlage Der heimische TSV (gelb-blaue Trikots) kann den Sturmlauf der Pflugfeldener nicht aufhalten – nach 93 Minuten ist die umkämpfte Partie verloren.Foto: Fotomoment

Phönix zeigt gegen den TV Pflugfelden eine schwache Leistung – Gäste gewinnen verdient mit 2:1

Mühlacker-Lomersheim –  Der TSV Phönix Lomersheim hat sein Heimspiel gegen den TV Pflugfelden mit 1:2 verloren. Im Verlauf der dramatischen Begegnung wurde Phönix-Kapitän Frank Scheible zum tragischen Helden.
 
VON MAIK DISSELHOFF

Eigentlich war Scheible auf Lomersheimer Seite gestern der einzige Akteur, der über die volle Spielzeit eine starke kämpferische Leistung gezeigt hatte. Er war auch derjenige, der sein Team nach dem 0:1 durch einen Freistoßtreffer überhaupt wieder ins Spiel gebracht hatte. Doch dem Held der Partie wurde übel mitgespielt. Der einzige Fehler, den der Mann mit der Kapitänsbinde während des Spiels machte, sollte zum 1:2-Endstand führen. In einer der unzähligen Situationen, in denen der Bezirksligist aus Lomersheim die abgeklärt spielenden Gäste in höchster Not abwehren musste, wollte Scheible den Ball weghauen. Doch der Schuss ging direkt vors eigene Tor, so dass der eingewechselte Pflugfeldener Özkan Engin nur noch seinen Fuß hinhalten musste – es stand 1:2 in der 86. Minute. Scheible und die Lomersheimer Fans, deren Nerven bis dahin ohnehin schon ordentlich strapaziert worden waren, konnten es nicht fassen. Doch es hätte für Phönix auch weit schlimmer kommen können. Das 0:0 zur Halbzeit war schon mehr als schmeichelhaft. Denn die Gäste kamen mit jeder Spielminute besser in die Gänge. Zwar hatte auch Lomersheim ein paar Chancen, doch Pflugfelden hatte wesentlich mehr davon, und setzte auch konsequenter nach. Die Lomersheimer Abwehr hatte große Mühe, den Sturmlauf der Pflugfeldener abzuwehren.

 Die Hintermannschaft des TSV offenbarte große Schwächen und agierte unsicher. Unvermögen und Pech im Abschluss auf Pflugfeldener Seite verhinderten in der ersten Hälfte Schlimmeres. Ein Anhänger der Heimmannschaft machte seinem Ärger über die zweifelhaften Abwehrversuche Luft: „Haut doch den Ball weg!“, schrie er und hatte damit recht. Denn zu oft lieferten die halbherzigen Abwehrschüsse dem Gegner gute Vorlagen. In der Offensive war ebenfalls der Wurm drin. Scheible setzte zwar immer wieder aus dem Mittelfeld heraus Akzente, aber wenn der Ball einmal nach vorne kam, war da nur Stürmer Simon Roller. Er alleine konnte gegen eine massive Abwehr nichts ausrichten. Und wenn das runde Leder nach vorne getragen wurde, dann lediglich über die rechte Seite. Dort ackerte Tobias Retter unermüdlich. Aber am Ende eines langen Laufes an der Außenbahn versandete der Pass allzu oft in die Mitte im Nichts.

 In der zweiten Hälfte schien Lomersheim gestärkt aus der Kabine zu kommen. Das Team erarbeitete sich einige gute Möglichkeiten. Allein drei davon hatte Scheible. Seine vierte Großchance, ein schöner Freistoß ins lange Eck, wurde mit einer Glanzparade von dem Pflugfeldener Keeper Thomas Maier entschärft.

 In der 65. Minute ging der TV Pflugfelden dann in Führung. Nachdem Marco Scimenes verschossen hatte, legte Achim Pfeifer nach und erzielte das 0:1. Lomersheim wehrte sich. Vor allem Scheible, der fast alle Standards ausführte, steckte den Kopf nicht in den Sand und bekam in der 76. Minute einen Freistoß, den er kunstvoll um die Mauer zirkelte. Der Ball wurde vom linken Pfosten zum 1:1-Ausgleich ins Tor abgelenkt. Der TSV war wieder im Spiel. Doch der Tabellenletzte ließ sich nicht vom neuen Zwischenstand beeindrucken. In der 82. Minute hätten die Gäste um ein Haar in Führung gehen können, doch gerade in brenzligen Situationen war der Lomersheimer Torwart Michael Hermann zur Stelle. Doch gegen den routinierten Abschluss der äußerst unglückliche Vorlage Scheibles (1:2, 86.) war er machtlos.
 Schiedsrichter Ralf Tobien zeigte dem Lomersheimer Erik Lindauer in der 64. Minute Gelb-Rot. Dadurch geriet die Mannschaft noch mehr unter Druck. Angesichts der Unterzahlsituation und der vielen Chancen des Gegners ist Phönix mit dem 1:2 noch glimpflich davongekommen.

TSV Phönix Lomersheim: Hermann, Bandle, Retter, Lindauer (64. Gelb-Rot), Waldhaus, Morgante, Scheible, Menge, Knapp (72. Liegmann), Roller (80. Völlnagel), Fischer

TV Pflugfelden: Maier, Schwingenschlögl, Ercan, Stazzone, Vural, Zarga (42. Cakir), Aras, Scimenes, Pfeifer (73. Engin), Romejko (90. Cinar), Casolla

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