Lebensretter auf zwei und vier Beinen

Erstellt: 29. September 2008, 00:00 Uhr
Lebensretter auf zwei und vier Beinen Zahlreiche Vorführungen unter anderem der Rettungshundestaffel haben gestern den Besuchern Unterhaltung und Information gleichermaßen geboten. Foto: Appich

Dreitägige Jubiläumsfeier: Freiwillige Feuerwehr Maulbronn registriert unterschiedliche Besucherresonanz

Maulbronn –  Mit einem dreitägigen Fest, das für jede Altersgruppe etwas bereithielt, hat die Freiwillige Feuerwehr Maulbronn ihr 125-jähriges Bestehen gefeiert. Das Jubiläumsjahr war bereits im Mai mit mehreren Veranstaltungen im Klosterhof und in der Stadthalle eingeläutet worden.

VON RAINER APPICH

Am Ende zog Abteilungskommandant Uwe Reutter ein durchaus positives Fazit. Während die Festtage im Mai eher einen offiziellen Charakter hatten, als die Feuerwehr in einer Ausstellung alte Gerätschaften zeigte und im Klosterhof ihre neueste Technik der Öffentlichkeit vorführte, diente Teil zwei der Festivitäten an diesem Wochenende hauptsächlich der Unterhaltung.

 Der Freitagabend war dem jüngeren Publikum vorbehalten. Künstliche Nebelschwaden zogen durch das unbestuhlte Festzelt. Vor der Bühne zuckten die Körper der Rockfans, während auf dem Podium Al Cajón, The Skunx und Phinex internationale und deutsche Heavy Metal- und Punkrocktitel spielten. Die Nachwuchsbands wärmten das Publikum auf für den Auftritt der Rockband Haggis Crossing. Bewusst niedrig habe die Feuerwehr den Eintrittspreis für die Rocknacht gehalten, erklärte Reutter – eigens für das junge, taschengeldabhängige Publikum.
 Rund 300 Rockfans waren am Freitag gezählt worden. Genauso viele Besucher kamen auch am folgenden Abend zum Gastspiel der bekannten Tanz- und Showband Tops. Für den Samstag jedoch hatten die Floriansjünger mehr Zulauf erwartet. Einige Plätze im Zelt und in der Fahrzeughalle waren nicht besetzt. Und das waren auf keinen Fall allein die Sitzplätze derer, die sich auf der Tanzfläche bewegten. Gerade aus Maulbronn selbst seien weniger Besucher gekommen als erhofft.

 Ganz anders dagegen der Sonntag. „Draußen sind eine Menge Gäste, und im Zelt sind fast alle Plätze besetzt“, freute sich Reutter. Zahlreiche Besucher bestaunten das Können, die Umsichtigkeit und die Unerschrockenheit der vierbeinigen Lebensretter der Rettungshundestaffel Enzkreis. Die Polizei, das Deutsche Rote Kreuz und die DLRG-Ortsgruppe beteiligten sich mit Fahrzeugen und Gerätschaften am Fest rund um die Feuerwache. Musikalisch umrahmten die Jugendkapelle, die Stadtkapelle und der Gitarrenkreis Berni Berg den Tag des Festausklangs.

 Schon am vergangenen Mittwoch hätten die Arbeiten mit dem Aufbau für das Fest begonnen, erzählte Reutter. Bis übermorgen werden die Helfer noch beschäftigt sein. Kurz überschlagen komme er auf rund 280 Schichten während der drei Festtage. Allein, ohne die tatkräftige Unterstützung der Abteilungen aus Schmie und Zaisersweiher, wäre das Fest in dieser Größe kaum zu schaffen gewesen. Positiv bewertete der Kommandant der Abteilung Maulbronn, dass es im Umfeld „ruhig geblieben ist“. Keine Randale, keine zerbrochenen Flaschen oder ähnlich unschöne Begleiterscheinungen habe er bisher konstatieren müssen. „Wir haben gerade am Freitag verstärkt kontrolliert.“

 Die Festtage im Mai und im September zusammengenommen, seien die Veranstaltungen durchweg erfolgreich gewesen. Wenn auch nicht in finanzieller Hinsicht. „Das ist wohl bei allen Vereinen so, dass Jubiläen allerhöchstens zur Nullrunde werden“, so Reutter. Dafür gibt es solche Feiern aber auch nur einmal in 25 Jahren.

Weiterlesen
Gewaltiger Kraftakt für Kliniken und Co.

Gewaltiger Kraftakt für Kliniken und Co.

Auslaufmodell Zivi? Die Verkürzung und mögliche Aussetzung der Wehrpflicht sorgt für große Verunsicherung in der RegionDie Verkürzung und mögliche Aussetzung der Wehrpflicht wirbelt die Personalplanung in den Enzkreis-Kliniken, vielen Altenheimen… »