Laute Mopeds sorgen für Ärger

Erstellt: 30. Januar 2012, 00:30 Uhr

Mühlacker (pm). Quietschende Reifen, laute Musik aus dem Autoradio, ein technisch veränderter und deshalb besonders lauter Auspuff: Gebe es Beschwerden über Verkehrslärm, könne dies auch am Verhalten des Fahrers liegen. Darauf verweist OB Frank Schneider in seiner Antwort auf eine Anfrage von CDU-Stadtrat Günter Bächle.

Beschwerden gebe es immer wieder. Zum Beispiel beklagten sich laut OB Gäste der Außenbewirtschaftung in der Bahnhofstraße in den Sommermonaten über die Fahrer von Mopeds, die laut knatternd auf der Straße immer wieder in beide Richtungen flitzten. Die Überprüfung und Feststellung der Verstöße aufgrund von technischen Veränderungen obliege der Polizei, schreibt der OB. Statistiken dazu lägen weder der Polizei noch der Stadtverwaltung vor. Der OB: „Die Polizei kann gerufen werden, wenn ein entsprechendes Fahrzeug in der Bahnhofstraße unterwegs ist. Es kann das Kennzeichen notiert und an die Polizei gemeldet werden, damit die Polizei das Fahrzeug kontrollieren kann.“

Laut Auskunft des Reviers Mühlacker seien technische Veränderungen, speziell um das Fahrzeug lauter zu machen, extrem selten. Insbesondere bei Mopeds dienten die illegalen Umbauten vorrangig dazu, das Tempo zu erhöhen.

Mängelberichte wegen lautem

Auspuff sind eine Seltenheit

Für die Bearbeitung von Ordnungswidrigkeiten und Bußgeldern bei Verstößen nach der Straßenverkehrszulassungsordnung liege die Zuständigkeit beim Landratsamt Enzkreis, so der OB. Wie Landrat Karl Röckinger ergänzend wissen ließ, seien Bußgeldverfahren äußerst selten, was nicht zuletzt auf die schwierige und aufwendige Beweisermittlung zurückzuführen sei. So wurden seinen Angaben zufolge in den Jahren 2006 bis 2009 im gesamten Enzkreis lediglich 14 Verfahren wegen Inbetriebnahme eines Fahrzeugs mit defekter Schalldämpferanlage abgewickelt. Seither kam kein neuer Fall hinzu.

Erhält die Zulassungsbehörde von der Polizei die Mitteilung, dass ein Fahrzeug beispielsweise aufgrund eines defekten oder veränderten Auspuffs zu laut ist, wird dies im Rahmen eines Mängelberichtsverfahrens geahndet, so Röckinger weiter. Der Halter werde schriftlich aufgefordert, den Mangel nachweislich beheben zu lassen.

Mängelberichte wegen Lärms seien im Verhältnis zu anderen Mängeln äußerst selten. Das Verkehrsamt des Enzkreises berichtet von etwa zehn Fällen pro Jahr.

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