Laufen wie auf einem Teppich

Erstellt: 15. Februar 2010, 00:00 Uhr
Laufen wie auf einem Teppich Kalt, aber schön: Familienausflug durch eine malerische Winterlandschaft rund um Zaisersweiher. Foto: Stahlfeld

Auch dicker Schnee kann die Freude von rund 950 Wanderern nicht trüben

Die Spielvereinigung Zaisersweiher lädt alljährlich in der sechsten Kalenderwoche zu den Wandertagen ein. So viel Schnee wie dieses Mal jedoch gab es noch nie. Doch den Wanderern hat das winterliche Ambiente gefallen.

Von Ulrike Stahlfeld

Maulbronn-Zaisersweiher. An Glatteis bei Wandertagen kann sich Wanderwartin Carola Eberle erinnern, nicht jedoch an die Schneemassen, welche die 34. Auflage der Volkswandertage in Zaisersweiher am Wochenende prägten. Abzusagen angesichts der Wetterlage war für Carola Eberle nicht infrage gekommen: „Das kann man nicht machen, die Leute verlassen sich darauf.“ Dennoch kam wegen der winterlichen Verhältnisse mit rund 950 Teilnehmern rund ein Drittel weniger als in den Vorjahren. Carola Eberle: „Nicht das Wandern, sondern die Anfahrt ist das Problem.“

 Die sieben und zwölf Kilometer langen Strecken führten durch schneeweiße Felder, Wälder und Weinberge. Um die Sicherheit der Wanderer nicht zu gefährden, hatte der Veranstalter die lange Distanz über 19 Kilometer gesperrt.

 Das hinderte Axel Fuchs aus Königsbach nicht daran, sich in Laufschuhen auf die 19 Kilometer lange Route zu begeben. „Es ist wunderschön zu laufen“, stellte der leidenschaftliche Jogger anschließend fest. Sogar ein Reh hatte den Weg des Marathonläufers gekreuzt, dem der Schnee zu einen besonderen Lauferlebnis verhalf: „Du läufst wie auf einem Teppich.“ Von der Festhalle in Zaisersweiher war es für die Wanderer zunächst in Richtung Füllmenbacher Hof gegangen.

 An der Abzweigung zum Burrainhof trennten sich die beiden Strecken. Die Zwölfer-Distanz führte weiter zur Kontrollstelle am Füllmenbacher Hof und in die Weinberge, wo die beiden Routen schließlich wieder zusammentrafen und gemeinsam zur Kontrollstelle in der Diefenbacher Kelter verliefen. Von dort aus ging es zurück zum Ausgangspunkt.

 Tapfer stapften auch die sechsjährigen Jungs Kai und Jan mit ihrer zehnjährigen Schwester Jessica durch den Schnee. Das Trio war mit Großvater und Mutter aus Löchgau gekommen. „Der Schnee ist anstrengend. Da kämpfen die Kinder“, stellte Mutter Elke Bachmann, die bereits im vorigen Sommer mit den Sprösslingen an den Volkswandertagen in Mühlacker teilgenommen hatte. Nach der gestrigen Wanderung stand zumindest für Tochter Jessica eines fest: „Wärme gefällt mir besser.“
 Neben Familien waren zahlreiche Vereine mit großen Gruppen in Zaisersweiher vertreten.

 Die größte Gruppe stellte mit 83 Teilnehmern der Volkssportverband Schömberg. Der zweite Platz ging bei der gestrigen Siegerehrung an die Kraichgau-Wanderer Grombach mit 51 Wanderern. Es folgten mit je 37 Teilnehmern die Wanderfreunde Eichelberg und Besenhex Tiefenbach. Platz fünf ging an die 30 Mitglieder des Wandering-Clubs Heidelberg.

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