Landrat lobt Einsatz für Umwelt

Erstellt: 28. Juni 2008, 00:00 Uhr
Landrat lobt Einsatz für Umwelt Politische Prominenz gestern bei der 100. Erdwärmebohrung in Serres. Foto: Franz

Hundertste Erdwärmebohrung am neuen Kindergarten von Serres – Kleines Fest

 Wiernsheim-Serres – Mit einem „großen Bahnhof“ an Gästen ist gestern Nachmittag die 100. Erdwärmebohrung an der Baustelle des neuen Kindergartens in Serres begonnen worden. Für die Gemeinde ein Grund, die Bevölkerung einzuladen.

VON GERHARD FRANZ

Recht prominent war die Gästeliste. So war der CDU-Bundestagsabgeordnete Gunther Krichbaum und die Landtagsmitglieder Winfried Scheuermann (CDU) und Dr. Hans-Ulrich Rülke (FDP) in die Waldensergemeinde gekommen. Vertreten war auch Landrat Karl Röckinger, Kreisräte und Gemeinderatsmitglieder sowie Ehrenbürger Rolf Scheuermann. Mit einem besonderen Applaus sind die Teilnehmer der Delegation aus der Wiernsheimer Partnerstadt Ayancik/Türkei begrüßt worden. In seiner Ansprache betonte Bürgermeister Karlheinz Oehler, die Gemeinde könne stolz sein auf das Erreichte beim Umweltschutz. Niemand habe 1998 daran geglaubt, als in Pinache die erste Erdwärmebohrung niedergebracht worden ist, dass man im Juni 2008 die 100. Bohrung durchführen könne. Im Zeichen von immer höheren Energiepreisen werde die Nutzung von Erdwärme immer interessanter. Die Gemeinde wolle mit ihrem neuen Kindergarten und dem Seniorentreff in Serres selbst Vorbild in Sachen Umweltschutz sein.

 Gestern Nachmittag versammelten sich zahlreiche Personen des öffentlichen Lebens direkt an der Bohrstelle, um sich über die technische Herstellung informieren zu lassen. Jeweils zwei Bohrungen mit einer Tiefe von rund 90 Metern werden im Bereich des Kindergartens hergestellt. Anschießend werden Plastikschläuche in die Bohrungen eingebracht. Mit Hilfe einer Flüssigkeit in den Schläuchen wird dem Erdreich Wärme entzogen und in einem Wärmetauscher für Heizzwecke genutzt.

 Landrat Karl Röckinger lobte die Gemeinde Wiernsheim. Sie leiste einen Beitrag zur Nutzung regenerativer Energien. Der Kreischef meinte, bei der Nutzung von Erdwärme sei Wiernsheim eine Vorbild-Gemeinde. Im Enzkreis seien bislang 460 Anlagen zugelassen. Damit konnte bisher ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. 120 Anträge mussten im Landratsamt jedoch aufgrund von Wasserschutzgebieten abgelehnt werden.
 Am Rande der gestrigen Veranstaltung wurde bekannt, dass am gleichen Tag ein Prüfer in der Gemeinde war. Er prüfte, ob die Gemeinde Wiernsheim die Voraussetzungen für den „European Energy Award“ in Gold erfülle. Die Auszeichnung in Silber hat die Gemeinde schon erhalten.

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