Kühner: Brückensanierung braucht Zeit

Erstellt: 26. August 2008, 00:00 Uhr
Kühner: Brückensanierung braucht Zeit Aufwändig: Die Straßensanierung auf der Bahnbrücke bei Maulbronn-West kann laut dem Regierungspräsidium nur unter Vollsperrung ablaufen. Foto: Fuchslocher

Regierungspräsident wehrt sich gegen die Kritik an der langen Vollsperrung der Straße bei Maulbronn-West

Maulbronn/Ölbronn-Dürrn (the) – Das Regierungspräsdium Karlsruhe als der zuständigen Behörde wehrt sich gegen den Eindruck, die umliegenden Kommunen würden durch die Sanierung und Sperrung der Straßenbrücke bei Maulbronn-West über Gebühr belastet.

Nachdem es kritische Stimmen gegeben hatte, was die Dauer der Bauarbeiten und der damit verbundenen Vollsperrung und Umleitungsregelung betrifft, hat die Karlsruher Behörde reagiert. In einem Schreiben an das Landratsamt Enzkreis und an die Bürgermeister Andreas Felchle (Maulbronn), Norbert Holme (Ölbronn-Dürrn), Werner Henle (Ötisheim) und Heinz-Peter Hopp (Knittlingen) gibt der Regierungspräsident Dr. Rudolf Kühner einen Überblick über das Projekt – und eine Erklärung dafür, warum es seine Zeit braucht.

 Die Sanierung der Brücke, erinnert Kühner, orientiere sich an der gleichzeitig laufenden Sanierung der Bahnstrecke zwischen Mühlacker und Bruchsal, weil ohne den Bahnverkehr und bei abgeschalteter Oberleitung die Brückenreparatur wesentlich erleichtert werde. Seit dem Beginn der Arbeiten am 23. Juni habe die Baufirma den Fahrbahnbelag und die Gehwege aufgebrochen und die Oberfläche der Brücke neu abgedichtet. „Die bislang durchgeführten Betonsanierungsarbeiten sind witterungsabhängig und benötigen auch eine gewisse Aushärtungszeit, so dass zwangsweise Unterbrechungen im Bauablauf vorkommen können“, wehrt sich der Behördenchef gegen die Unterstellung, es würden zu viele Pausen eingelegt.

 Vorübergehend hätten nur Arbeiten auf der Brücke stattfinden können, weil darunter der Arbeitszug der Bahn verkehrt sei. Erst seit der vergangenen Woche gebe es die Erlaubnis, von den Gleisen aus die nächsten Arbeiten am Unterbau in Angriff zu nehmen. Eine aufwändige Aktion stehe noch bevor: Für den Austausch der Brückenlager müsse das gesamte Bauwerk in den kommenden Wochen um einige Zentimeter angehoben werden. Einen genauen Termin für diese Aktion gebe es noch nicht.

 Insgesamt, heißt es aus dem Regierungspräsidium, liege die Brückensanierung, die am 26. Oktober beendet sein soll, voll im Zeitplan. Die Vollsperrung, unterstreicht Kühner nochmals, sei aus bautechnischen und aus sicherheitstechnischen Gründen nicht zu vermeiden gewesen. Seine Behörde habe die betroffenen Gemeinden rechtzeitig vor Beginn informiert und die Frage der Umleitungsrouten mit ihnen abgestimmt. „Die anschließend im Einvernehmen mit der Verkehrsbehörde des Enzkreises und der Polizeidirektion Pforzheim festgelegte Umleitungsstrecke von Maulbronn über Kleinvillars nach Ölbronn ist rund 11,5 Kilometer lang“, erklärt Kühner. Würde die Entfernung auf der regulären Verbindung abgezogen – 4,2 Kilometer –, dann betrage der Umweg gerade noch 7,3 Kilometer. „Andere Alternativen bestehen im vorhandenen Netz leider nicht.“

 Ihm sei bewusst, so Kühner, dass die von der Umleitung betroffenen Gemeinden mehr belastet würden. Deshalb werde die Situation in den Ortsdurchfahrten von den zuständigen Mitarbeitern des Regierungspräsidiums sehr aufmerksam beobachtet, um bei Bedarf im Detail nachzubessern.

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