Kühler August trübt die Bilanz

Erstellt: 3. September 2010, 00:00 Uhr
Kühler August trübt die Bilanz Herbstliche Temperaturen haben für die Stammgäste im Mühlacker Freibad auch ihr Gutes: viel Platz zum Schwimmen. Foto: Gollnow

Kommunen im Enzkreis blicken auf eine durchwachsene Freibadsaison zurück

Im Juli eine Bullenhitze, im August eher herbstliches als sommerliches Wetter: Die zu Ende gehende Saison hat den Freibädern ein stetiges Auf und Ab beschert. Entsprechend durchwachsen fällt die Bilanz aus.

Von Sebastian Gollnow

Enzkreis. Anfang September blicken die Freibadbetreiber der Region auf eine wechselhafte Saison zurück. Zwar präsentierten sich die letzten Augustwochen nicht gerade mit einem idealen Freibadwetter, doch wurden im Juli Spitzenwerte von bis zu 36 Grad Celsius erreicht, die viele Besucher in die Bäder lockten. Kurz vor Ende der Badesaison betrachten die Verantwortlichen den Sommer ganz unterschiedlich, wie eine Umfrage unserer Zeitung zeigt.

 In Mühlacker besuchten im Juli etwa 46000 Menschen das Freibad, das waren 17000 mehr als im Juli 2009. In den Monaten Mai und Juni hatten die Betreiber rund 39500 Besucher gezählt. Bis Anfang September passierten etwa 100000 Besucher das Kassenhäuschen, was Andreas Pfisterer in Vertretung des Bäderbetriebsleiters Rudi Pfisterer als einer normalen Saison entsprechend einordnet.

 Das Naturfreibad Tiefer See in Maulbronn verbucht bisher ebenfalls eine positive Bilanz. Auch hier waren die Gästezahlen im Juni und Juli wetterbedingt höher als im August, und an guten Tagen kamen bis zu 400 Erfrischungsbedürftige. „Es ist immer was los“, sagt Bademeister Simon Esenwein. Bisher konnte er sich über mehr Gäste freuen als im Jahr zuvor.

 In der Nachbarstadt werden die vergangenen Monate aus einem anderen Blickwinkel betrachtet. Die Freibadsaison habe durchschnittlich angefangen, die Besucherzahlen seien aber tendenziell bisher schlechter als im Jahr zuvor, teilt die Knittlinger Stadtverwaltung mit.

 Johannes Schulz, Kämmerer der Gemeinde Ötisheim, bestätigt, dass die Besucherzahlen angesichts deutlicher Witterungsunterschiede stark schwankten. Wurden an guten Tagen im Juli zwischen 1200 und 1800 Wasser-Freunde gezählt, so waren es an schlechten Tagen im August höchstens 100.

Wasserratten trotzen  Wind und Wetter

 Wie in anderen Gemeinden, so war die Saison auch in Sternenfels von Höhen und Tiefen geprägt. Bademeister Andreas Burger sagt gegenüber unserer Zeitung: „Es hält sich die Waage zum letzten Jahr.“

 Bei einer durchwachsenen Saison wie dieser reagieren die Betreiber auf unterschiedliche Weise auf das unbeständige Wetter. In den kleineren Gemeinden des östlichen Enzkreises werden die Freibäder meist vom städtischen Bauhof betrieben und sind keine eigene Verwaltungseinheit. In Sternenfels, Knittlingen und Maulbronn schließen deshalb die Freibäder an regnerischen, kalten Tagen während der Saison ihre Pforten, um unnötige Kosten zu vermeiden.

 Dabei gibt es durchaus Wasserratten, die Wind und Wetter trotzen. Die Betreiber der Freibäder in Ötisheim, Mühlacker und Maulbronn haben sich auch auf solche hartgesottenen Besucher eingestellt. In Maulbronn können sie mit einem Frühbaderschlüssel, der gegen Gebühr und Pfand von Inhabern einer Saisonkarte erstanden werden kann, nach Belieben auch dann das Bad betreten, wenn es geschlossen hat. Ein solcher Schlüssel ist in Ötisheim und Mühlacker nicht von Nöten, die Bäder haben ohnehin durchgehend offen, wenngleich mit weniger Personal.

 Ab dem zweiten Septemberwochenende schließen die Gemeinden ihre Bäder, und erst dann steht fest, ob die Saison erfolgreich war oder ins Wasser gefallen ist.

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