KSC-Eurofighter übernimmt Phönix

Erstellt: 30. April 2010, 00:00 Uhr
KSC-Eurofighter übernimmt Phönix Eberhard Carl, hier für die Traditionself des K arlsruher SC am Ball, nimmt demnächst bei Phönix Lomersheim auf der Trainerbank Platz. Foto: GES-Augenklick

Lomersheim verpflichtet Ex-Bundesligaprofi Eberhard Carl

Phönix Lomersheim hat bei seiner Trainersuche einen Überraschungscoup gelandet. Der ehemalige Bundesliga-Profi Eberhard Carl übernimmt die Mannschaft vom Wässerle. Am Mittwochabend sind sich Phönix und Carl handelseinig geworden. Carl trainiert derzeit noch den 1. FC Calmbach.

Von Steffen-Michael Eigner

Mühlacker-Lomersheim. „So etwas habe ich noch selten gesehen. Ich bin von dem Verein begeistert“, sagt Eberhard Carl über Phönix Lomersheim und meint damit unter anderem die Philosophie der Vereinsspitze sowie die große und erfolgreiche Jugendabteilung. „Beeindruckt hat ihn auch unser Phönix-Jahrbuch“, berichtet das Lomersheimer Vorstandsmitglied Ulrich Rümmelin von den Verhandlungen. Bei seinem jetzigen Verein ist man vom Abgang Carls freilich wenig erfreut. „Ich verstehe das nicht. Wir spielen doch eine Klasse höher“, murrt der Calmbacher Pressesprecher Marcus Näher. Beim Kreisligisten hat Eberhard Carl erst im Januar das Traineramt angetreten.

 Die erfolgreichste Zeit seiner aktiven Fußballerlaufbahn erlebte der heute 44-jährige Zavelsteiner beim Karlsruher SC. Dort absolvierte Eberhard Carl von 1989 bis 1997 insgesamt 177 Bundesligaspiele und schoss dabei 25 Tore. 1996 stand Carl mit dem KSC im DFB-Pokalfinale (0:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern), und nicht zuletzt hatte er Anteil am legendären 7:0- Sieg der Karlsruher im UEFA-Cup gegen den damaligen spanischen Tabellenführer FC Valencia im Herbst 1993. Danach drang der KSC bis ins Halbfinale des UEFA-Cups vor, was der Elf von Trainer Winfried Schäfer den Spitznamen „Eurofighter“ eintrug. Neben Eberhard Carl gehörten damals die späteren deutschen Nationalspieler Oliver Kahn und Jens Nowotny zum KSC-Team sowie Slaven Bilic, WM-Dritter 1998 mit Kroatien und dort heute Nationaltrainer. Der KSC scheiterte im UEFA-Cup-Halbfinale durch ein 1:1 zu Hause und ein 0:0 auswärts knapp am SV Salzburg.

 Eberhard Carl spielte des Weiteren auch für die Stuttgarter Kickers in der 2. Bundesliga und beim 1. FC Pforzheim. Er war Spielertrainer beim TSV Haiterbach, dann Trainer bei der SV Böblingen und beim VfL Herrenberg, ehe er zum 1. FC Calmbach kam. Am 13. Mai wird Carl 45 Jahre alt.

Martin Maier wechselt vom FCP zurück nach Lomersheim

 Die erste Spielerverpflichtung für die kommende Saison bei Phönix ist Martin Maier. Der 25-jährige Mittelfeld-Allrounder aus Illingen spielte bereits von 2003 bis 2004 in Lomersheim, wechselte dann über den FV Löchgau zum 1. FC Pforzheim in die Verbandsliga. Durch Maier kam auch der Kontakt zu Eberhard Carl zustande. „Nach seinem Weggang aus Lomersheim hatte ich stets engen Kontakt mit Martin“, erklärt Ulrich Rümmelin. Martin Maier und Eberhard Carl sowie Phönix-Stürmer Simon Roller seien Arbeitskollegen bei der Sparkasse Pforzheim-Calw.

 Die alte Verbundenheit bewog auch Martin Maier zur Rückkehr ans Wässerle. Laut Rümmelin will sich Maier beruflich fortbilden und dafür sportlich kürzertreten. „Mir hat er immer gesagt: Wenn ich wechsele, dann zu Euch“, so Rümmelin, der auf eine erfolgreiche Zukunft seines Clubs hofft.

 „Wir wollen etwas Neues anfangen. Solche Spiele wie am Sonntag gegen Illingen will ich lieber nicht mehr sehen“, sagt Rümmelin. „Unser Ziel ist, nächstes Jahr wieder in die Bezirksliga aufzusteigen. Eberhard Carl ist da unserer Meinung nach der Richtige, der Mann hat Riesen-Ideen. Und unsere Jugendarbeit muss endlich mal bei den Aktiven Früchte tragen.“

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